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Das Wunder von Wörgl Statements Regisseur Urs Egger / Produzent Arno Ortmair

Stand: 11.03.2019

Von links: Arno Ortmair (Koproduzent), Karl Markovics (Rolle: Unterguggenberger), Urs Egger (Regisseur), Thomas Reider (Drehbuchautor), Jakob Pochlatko (Produzent), Oliver Neumann (Koproduzent) und Dieter Pochlatko (Produzent).  | Bild: ARTE/BR/epo-film/Film-Line Productions/ORF/SRF/Stefan Haring

"Ein Citoyen!

Diese wahre Geschichte des Lokomotivführers Michael Unterguggenberger, der in der Wirtschaftskrise der Dreißigerjahre zum Bürgermeister der Tiroler Stadt Wörgl aufsteigt und eine große Idee hat, diese dann mit Überzeugungskraft und Ausdauer gegen alle Widerstände durchsetzt und damit dem Gemeinwohl seiner Stadt dient, diese Geschichte ist berührend und erzählenswert – und trifft in unsere Gegenwart.

Unterguggenberger gelingt es, die verschiedenen politischen Lager in der Stadt zu versöhnen, Arbeit zu generieren und ein kleines Wirtschaftswunder zu schaffen. Also einer, der an eine Utopie glaubt und sich nicht kleinkriegen lässt. Dass er am Schluss scheitert, ist im historischen Rückblick zwingend und keine Überraschung. Aber er hat es versucht. Ein Citoyen im besten Sinne!

Die Gefahr bei der Umsetzung historischer Stoffe ist ja mitunter, dass diese in Schönheit erstarren. Dieser Film soll also nah an den Figuren erzählt werden, soll atmen, die Konflikte haptisch erzählen, fast dokumentarisch, sowohl den Konflikt Unterguggenbergers mit den politischen Kräften in Wörgl und Wien, wie auch den Konflikt innerhalb der Familie, der auf das Persönliche der Figur zielt, auf den Menschen Unterguggenberger."

Urs Egger, Regisseur

"Spekulationsblasen, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Verantwortung der Banken und des Staates.

Ein Thema von aktueller Brisanz, das im Zeichen des 'Wirtschaftswunders' lange vergessen war und unwiederholbar erschien. Ein Thema, das uns 2008 mit unerwarteter Wucht wieder einholte und heute jeden betrifft.

Die Geschichte und das Drehbuch von Thomas Reider 'Das Wunder von Wörgl' hat uns deshalb sofort gepackt. Es erinnert uns, wie hilflos auch damals Regierungen und Banken in der Weltwirtschaftskrise agierten.

Dieser Ohnmacht stellt sich 1932 ein kleiner, aufrichtiger Lokomotivführer aus Wörgl entgegen, der sich dem Schicksal nicht beugen will und nach einem Ausweg sucht: allen Vorurteilen, juristischen und politischen Widerständen zum Trotz, ersinnt er eine regionale Ersatzwährung für den Tausch von Arbeitsleistung gegen Lebensgüter. Arbeit gegen Brot, Kleidung und alles, was benötigt wird. Denn Arbeitskraft gibt es genug. Dadurch gelingt es, Arbeit zu beschaffen und Wörgl wieder zu einer florierenden Gemeinde zu machen – während im ganzen Land die Armut und Not die Menschen in die Arme der Nationalsozialisten treiben.

Doch der Preis, den er und seine Familie dafür bezahlt, ist hoch. Denn sein Erfolg weckt Missgunst und schafft dem, inzwischen zum Bürgermeister gewählten Lokomotivführer, übermächtige Feinde. Nicht nur den Nazis, auch der Nationalbank und der Regierung in Wien sind die Umtriebe des Bürgermeisters von Wörgl ein Dorn im Auge.

'Das Wunder von Wörgl' ist eine wahre und bewegende Geschichte, die in allen Gazetten Europas Furore machte. Eine Geschichte, die Mut gibt, weil sie belegt, dass es immer eine Lösung gibt – auch in einer übermächtig erscheinenden globalisierten Welt von heute. Urs Egger, mit dem wir auch das große historische TV-Event 'Die Seelen im Feuer' realisiert haben, hat den Film authentisch und großartig in Szene gesetzt."

Arno Ortmair, Produzent


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