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Jubiläumsinitiative des Stifterverbands Ideenwettbewerb "Wirkung hoch 100"

Die 100 besten Ideen Deutschlands gehen für die Zukunft des Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystems ins Rennen. Eine Jubiläumsinititative zum 100. Geburtstag des Deutschen Stifterverbandes. Ausgesucht von einem Expertenbeirat werden sie mit knapp drei Millionen Euro gefördert, aber nicht nur das.

Stand: 11.11.2020

Titelbild der Inititative | Bild: Stifterverband Deutschland

Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Macher*innen der Projekte auch eine praktische, individuelle Förderung. Das ist ganz neu in der Wissenschafts- und Innovationsförderung. Hierzu kooperiert der Stifterverband mit der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether. Sie vernetzt die Projekte untereinander und mit den Unterstützern über eine digitale Plattform. Außerdem treffen die Projekte in digitalen Werkräumen aufeinander und kommen mit Coaches und Expert*innen zusammen.

Von der Bewerbungsphase bis zum Finale

Ein spezieller, unabhängiger Expertenbeirat aus 33 Persönlichkeiten hat sich in der Bewerbungsphase, die bis Mitte Semptemder 2020 ging zwischen 500 Bewerbungen entscheiden müssen. Heraus kamen 100 Projekte in „Wirkung hoch 100“ gegliedert nach Bildung, Wissenschaft und Innovation. In den nächsten Monaten entscheidet bis März 2022 in drei Phasen die Jury, wer, wie weit kommt.

In der Bewerbungsphase haben alle ausgewählten 100 Projekte 10.000 Euro erhalten davon sind 5000 Euro als direkte finanzielle Förderung gedacht. Dazu kommt noch Coaching und Qualifizierungsangebote als ideelle Förderung in gleicher Höhe.

In der Phase 1 nach der Bewerbungsphase werden die 100 Ideen auf 30 „geschrumpft“. Passend treffen die Macher der 100 ausgewählten Projekte im Werkraum 1 aufeinander und kommen mit Experten, Coaches und Partnern zusammen. Gemeinsam erwerben  sie Wissen darüber, wie sie ihre Ideen zum Erfolg führen und via Crowdfunding weitere finanzielle Mittel erschließen können. Die nächste Runde erreichen die 30 Projekte, die von der Jury explizit als Beste ausgewählt werden, weil sie in einer sehr intensiven Projektphase bis ca. Mitte Mai 2021 das meiste Potential zum Weiterkommen gezeigt haben. In der Phase 2, die nochmal ca. 5 Monate dauert, kommen aus den 30 Ideen der ersten Phase nur noch 10 ins Finale, der 3. Phase. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten die Experten mit den Teams an projektübergreifenden Herausforderungen wie Skalierung, Wirkung oder Nachhaltigkeit. Die 10 Teams erhalten, je nach individuellem Bedarf, auch eine weitere finanzielle Förderung. In der Phase 3, der Finalphase bekommen die 10 Finalisten noch einmal eine intensive und individuelle Begleitung durch das Netzwerk des Stifterverbandes.

Am Ende drei Preisträger

Anfang 2022 werden dann drei Preisträger feststehen, die Projekte mit den besten Fortschritten und größten Erfolgsaussichten. Mit dieser Auszeichnung ist auch eine zusätzlich Förderung von insgesamt bis zu 100.000 Euro verbunden. Als extra Bonbon werden die Preisträger noch zu einem Abendessen mit dem Bundespräsidenten eingeladen, das findet im Rahmen der Vorstandssitzung des Stifterverbandes statt.

Beispielhaft für die 100 Projekte, die bei "Wirkung hoch 100" weiterkamen

Unter den 100 ausgewählten Ideen befindet sich unter anderem auch das Projekt "DaZ-Buddies: Kau mir ein Ohr ab!" an der Universität Augsburg. "DaZ" steht für Deutsch als Zweitsprache. Das Hochschulprojekt wurde für den Juni 2020 in der Kategrie "Hochschulperle Spezial in Coronazeiten" vom Stifterverband Deutschland gekürt. Einen kurzen Einblick verschafft das Interview mit einer der Macherinnen, Laura-Jane Schmengler. Sie ist Studentin und hat im Schuljahr 2019/2020 eine Schülerin ganz intensiv betreut.

Katrin Hanschke ist DaZ-Kooperationslehrkraft und Praktikumsbetreuerin für DaZ-Studierende. Sie erzählt wie durch das Projekt "DaZ-Buddies: Kau mir ein Ohr ab!" eine Win-Win-Situation für Studierende wie Schüler in der Corona-zeit entstehen konnte und wie sie das Projekt weiterhin erlebt.

Wer noch zu den 100 Ideen in der Phase 1 gehört und wer hinter der Jury steckt, kann man hier nachlesen.


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