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Hunde Kunststücke und Tricks

Die meisten Hunde wollen nicht nur ihre Grundbedürfnisse "Fressen und Gassigehen" befriedigt wissen. Sie wollen beschäftigt und gefordert werden, sie wollen lernen, sie wollen ausgelastet sein und sie wollen ihrem natürlichen Spieltrieb nachgehen. "Tricks" eignen sich hierfür hervorragend!

Stand: 13.09.2019

30.07.2019, Bayern, München: Hündin Rosin hat in der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität im Zentrum für Tiermobilität während einer Laserbehandlung eine Schutzbrille auf. Nicht nur Menschen profitieren nach einer Operation oder bei Schmerzen von Physiotherapie, auch Tieren kann sie helfen. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Manchen Hunden und Hunderassen wird das Talent für Tricks quasi in die Wiege gelegt, andere sind weniger gesegnet. Hundetrainerin Anja Petrick erklärt drei Tricks, die jeder Hund schaffen sollte. Tricks mit Hunden sind nicht nur eine Freude für alle Beteiligten, sie schweißen Hund und Hundehalter/in auch enger zusammen.

Trick 1: "Dreh dich!"

Ziel des Tricks ist es, dass der Hund sich auf das Kommando "Dreh dich!" einmal um sich selbst dreht.

Ablauf

  • Gutes Leckerli in die Hand nehmen.
  • Mit dem Leckerli den Hund einmal um sich selbst herumführen.
  • Darauf achten, dass der Kreis groß genug ist, besonders bei größeren, ungelenken Rassen.
  • Wenn es mit Leckerli gut funktioniert, selbiges weglassen und weiter mit Handzeichen arbeiten.
  • Nach und nach das Handzeichen kleiner werden lassen, bis ein Fingerzeigen und das Kommando "Dreh dich" reichen.

Diesen Trick kann man gut im Haus oder unterwegs ausführen und er eignet sich auch gut für ältere Hunde. Bei Hunden, die steifer sind, bitte darauf achten, dass der Kreis immer groß genug ist und dass die Hunde sich langsam drehen, damit sie sich nicht verletzen.

Trick 2: "Snoot Challenge"

Ziel des Tricks ist es, dass der Hund seine Nase durch einen Kreis steckt, den man mit den Fingern bildet. Dieser Trick ist unter Hundehalter/innen in den sozialen Netzwerken gerade sehr angesagt! (Aus dem Englischen: snoot = Nase, challenge = Herausforderung)

Ablauf

  • Mit Daumen und Zeigefinger ein "L" bilden.
  • Hund mit Leckerli in dieses "L" locken, so dass die Nase auf den Fingern aufliegt.
  • Genau in dieser Stellung das Leckerli freigeben.
  • Immer weniger mit Leckerli locken.
  • Dann den Abstand zum Hund vergrößern und ihn erst nur einen Schritt, dann von immer weiter weg, herlaufen und die Nase in den Fingerkreis stupsen lassen.

Da dieser Trick auch drinnen einstudiert werden kann, eignet er sich sehr gut gerade jetzt im Herbst oder Winter. Wenn es regnerisch wird und man nicht mehr so viel mit dem Hund unterwegs ist, ist man trotzdem gut beschäftigt.

Trick 3: "Teppich aufrollen"

Ziel des Tricks ist es, dass der Hund einen zusammengerollten Teppich wieder ausrollt und sich je nach Schwierigkeitsstufe draufsetzt.

Ablauf

  • Den Teppich zusammenrollen und dabei viele Leckerlis mit einrollen.
  • Dem Hund das erste eingerollte Leckerli zeigen und ihn ermutigen, gegen den Teppich zu stupsen, damit der Teppich weiter ausgerollt wird.
  • Wenn das gut geht, immer weniger Leckerlis mit einrollen, bis zum Schluss nur noch ganz am Ende eines im Teppich versteckt ist.

Wenn man möchte, dass der Hund sich am Ende noch auf den Teppich setzt oder legt, baut man diesen Trick umgekehrt auf. D. h. als erstes legt man den Teppich aus und lässt den Hund darauf sitzen oder liegen. Wenn der Hund das von alleine macht, sobald er den Teppich sieht, rollt man den Teppich nur mit 2x Umschlagen ein, so dass der Hund nur einmal stupsen muss, damit der Teppich ausgerollt wird und gibt dann gleich das Kommando "Sitz!" oder "Leg dich!". Dann rollt man den Teppich immer weiter ein, bis die komplette Verhaltenskette "Teppich ausrollen" und "drauf sitzen" funktioniert. Ein schöner Trick für Herbst- und Wintertage zuhause!


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