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Granatparüre Böhmische Feuerdrachen

Als diese Große Granatparüre gefertigt wurde, zwischen 1855 und 1875, kamen die 'Böhmischen Feuerdrachen' gerade wieder in Mode.

Stand: 01.08.2013 | Archiv

Sie waren schon in der Renaissance beliebt, diese 'Karfunkelsteine des Mittelalters' oder auch 'Böhmische Feuerdrachen' genannten Granate. Nachdem sie in Böhmen bis weit ins 18. Jahrhundert geschürft wurden, gerieten sie danach aber außer Mode.

Das änderte sich, als Kaiserin Elisabeth (Sissi) im Jahre 1854 auf ihrer Hochzeitsreise durch die österreichischen Erblande auch Böhmen besuchte und dort die reichhaltigen Granatvorräte besichtigte. Aus einem Geschenk von Steinen ließ sie sich eine Parüre arbeiten und präsentierte sich so auf dem Hofball der Wiener Gesellschaft. Schon am nächsten Tag begann ein Ansturm auf Schmuck mit den 'Böhmischen Feuerdrachen'.

Die Granate dieser Großen Parüre, bestehend aus einem Collier, Ohrringen, einer Brosche und einem Haarschmuck, zeigen alle den typisch böhmischen Rosenschliff. Anhänger und Ohrschmuck, die Demi-Parüre für den Nachmittag, sind die jüngsten Teile dieses Edelsteinsets. Seine ausgesucht schönen, satt-dunkelroten Granate stammen aus einer frühen Verarbeitungszeit, als die Lager noch voll waren und die Auswahl groß.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 1.600 bis 1.900 Euro
  • Datierung: 1855 bis 1875
  • Herkunft: Böhmen
  • Sendung vom 3. August 2013

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