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Nymphenburger Teller Zerbrechliches München

Diese drei Nymphenburger Zierteller mit den München-Motiven Alte Pinakothek, der Antikensammlung und einem Stadt-Panorama sind typische Objekte aus den 1840er Jahren.

Stand: 12.10.2013 | Archiv

Auf diesem Set von drei Ziertellern der Porzellanmanufaktur Nymphenburg sind drei Ansichten der Residenzstadt München dargestellt: das Stadtpanorama, die Alte Pinakothek und die Antikensammlung am Königsplatz.

Die Antikensammlung wird hier als "Industrieausstellungsgebäude" bezeichnet, ein wichtiger Hinweis zur Datierung der Teller. Dieser repräsentative Bau entstand nämlich zwischen 1838 und 1848 und wurde zu dieser Zeit tatsächlich als Kunst- und Industrieausstellungsgebäude genutzt. Erst später zogen die griechischen, etruskischen und römischen Kunstwerke ein, die dort bis heute zu besichtigen sind.

Auch typisch für die Mitte des 19. Jahrhunderts sind die fein gemalten Dekore auf den Hohlkehlen (auch Steigborden) der Teller. Sie variieren von einer orientalisch anmutenden Volutenbordüre über gemalte Sterne bis hin zu einer mosaikartigen "russischen" beziehungsweise "exotischen" Bemalung: eine Ornamentik, die in deutschen Manufakturen der 1840er Jahre sehr in Mode war.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 800 bis 1.500 Euro
  • Datierung: um 1840
  • Herkunft: München
  • Hersteller: Porzellanmanufaktur Nymphenburg
  • Sendung vom 12.10.2013

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