BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Wellengeige Beschwingte Form

Der Name dieser um 1900 im Vogtland gebauten Geige ist Programm: ihr Korpus schwingt in wellenförmigen Außenlinien.

Stand: 12.03.2012 | Archiv

Wellengeigen gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Sie wurden vom Füssener Geigenbauer Johann Anton Gedler (geboren 1725, gestorben 1790) erfunden. Sie haben Gedler berühmt gemacht. Sogar Ludwig van Beethoven besaß ein Objekt aus dieser Instrumentenfamilie: eine Wellenbratsche, ausgestellt im Bonner Beethoven-Haus.

Die vorliegende Wellengeige stammt nicht aus dieser Zeit; sie wurde erst um 1900 gebaut, ist aber besonders schön und aufwendig gearbeitet. Ihr geschnitzter Kopf, die Stimmwirbel aus Elfenbein mit Perlmutteinlage, das ungewöhnliche Griffbrett, die Einlegearbeiten und nicht zuletzt das hochwertig gearbeitete Lederetui machen dieses Instrument so wertvoll.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 1.00 bis 1.500 Euro
  • Herkunft: Vogtland
  • Datierung: um 1900
  • Sendung vom 17. März 2012

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