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Historistischer Pokal Von Paris nach Böhmen

Dies ist der seltene Fall, einen Glasmaler ohne Signatur identifizieren zu können: Hermann Pautsch aus Böhmen. Nicht nur die schwarzen Bänder mit Transparentemaillemalerei weisen auf ihn hin ... auch ein gleiches Glas im Kölner Kunstgewerbemuseum.

Published at: 30-11-2011 | Archiv

Pokal: Die komplette Beratung noch einmal sehen

Die Blumen wurden mit transparenten Emailfarben aufgetragen und sind ebenfalls von hervorragender künstlerischer Qualität. Das Glas in dieser Form und Dekoration wurde 1889 von Hermann Pautsch für die Pariser Weltausstellung entworfen, typisch für ihn sind unter anderem die feinen Bänder mit kleinen Punkten, die es umfassen.

1900 gründete der Glasmaler in Böhmen eine Glasveredlungswerkstatt, wo er seine berühmt gewordenen Kristallgläser nachgoss und von Hand bemalte. Aus dieser Produktion stammt auch dieses Objekt, dessen Original im Kölner Museum für Angewandte Kunst zu bewundern ist.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 150 bis 250 Euro
  • Herkunft/Datierung: Böhmen, um 1910
  • Künstler: Hermann Pautsch
  • Sendung vom 3. Dezember 2011

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