BR Fernsehen - Kontrovers


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Zwei Preise für Kontrovers - Die Story Erik Häußler und Johannes Lenz ausgezeichnet

Die deutsche Luftwaffe probt den Ernstfall und startet eine Challenge: Erik Häußler begleitete mit der Kamera Eurofighter aus Bayern bis nach Singapur. Johannes Lenz war mit der Kamera beim Lufttransport von Spenderorganen dabei - bis zur rettenden Transplantation. Beide Kontrovers-Storys wurden nun ausgezeichnet.

Author: Redaktion Kontrovers

Published at: 7-2-2024

Erik Häußler | Bild: BR/Erik Häußler

Letzte Rettung Organtransplantation

Über 8.700 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Organ - viele bangen und hoffen auf den lang ersehnten Anruf. Die Recherche von Johannes Lenz macht mit dem Schicksal von Carina M., die seit Jahren auf eine neue Lunge wartet, das Thema greifbar.

Johannes Lenz und Cutter Eugen Langolf

Aufgrund einer schweren genetischen Krankheit benötigt sie eine neue Lunge. Seit 2019 steht sie auf der Warteliste. Ihre beiden Töchter und ihr Ehemann hoffen. Doch die Entwicklung der Transplantationszahlen gibt ihnen wenig Anlass: Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland warten, doch zuletzt spendeten immer weniger Menschen nach dem Tod ihre Organe. Der Filmbeitrag dokumentiert das fragile Transportnetz im Hintergrund einer Organspende und den enormen Aufwand, den eine Transplantation mit sich bringt.

Johannes Lenz erhielt für seine Kontrovers-Story "Letzte Rettung Organtransplantation - zwischen OP und Transport" den Journalistenpreis der Deutschen Chirurgie 2023. Die Preisverleihung fand durch den Vorstand des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie e. V. in Berlin statt.

"Der BDC zeichnet damit einen herausragenden Medienbeitrag aus, der die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten und Teams, die mit der Transplantation von menschlichen Organen beauftragt sind, hautnah beschreibt. Der Beitrag beleuchtet auch die Situation derer, die auf Spenderorgane warten. Zahlen und Fakten geben den Zuschauenden einen Einblick in das Verhältnis zwischen gespendeten Organen und Menschen, die auf eine Organspende warten. Mit seiner Reportage macht Johannes Lenz anschaulich deutlich, wie lebenswichtig das Thema Organspende für die Betroffenen ist."

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer, Präsident des BDC in seiner Laudatio.

Deutsche Luftwaffe probt Ernstfall

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Kontrovers-Story "Deutsche Luftwaffe probt Ernstfall: In 24h von Bayern nach Singapur" von Erik Häußler mit dem Hugo-Junkers-Preis der Deutschen Luft- und Raumfahrtpresse.

Erik Häußler

Im Sommer 2022 startete die Luftwaffe von Neuburg an der Donau aus ihre bislang größte Truppenverlegung. Von Bayern einmal ans andere Ende der Welt bis nach Australien. Auf dem Weg dorthin gab sich die Bundeswehr eine zusätzliche Aufgabe: Mit sechs Eurofightern und einem A400M-Transportflugzeug sollte die Strecke bis Singapur innerhalb von 24 Stunden bewältigt werden. Damit wollte die Bundeswehr beweisen, dass sie im Ernstfall, bei einem möglichen Konflikt im Pazifik, schnell vor Ort einsatzbereit wäre. Für Kampfflugzeuge eine große Herausforderung, sowohl an die Piloten als auch an das Material. Kontrovers-Autor Erik Häußler war bei diesem historischen Flug exklusiv dabei.

Eine Reportage, die aktueller denn je ist, das würdigte auch der Präsident der Luft- und Raumfahrtpresse Michael Immel in seiner Laudatio. "Der Film zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass er äußerst authentisch daherkommt. Wir sind mittendrin, wir sind nah dran und wir lernen spannende Protagonisten kennen", so Immel. Dem Autoren sei es gelungen, tiefe Einblicke in eine nicht alltägliche Welt der militärischen Luftfahrt zu erhalten. 

"Die Autoren Erik Häußler und Johannes Lenz transportieren in ihren Kontrovers-Storys große politische Themen mit Hilfe sehr exklusiver Einblicke. Zudem schaffen sie es, ihren Protagonisten nah zu kommen und deren Arbeit spannend und wertschätzend zu würdigen - ohne dabei die kontroversen Themenaspekte auszusparen. Spannend und bereichernd. Ich freue mich sehr für die Autoren und für das gesamte Story-Team, welches hinter jedem Einzelbeitrag steht."

 Birgit Kappel, Leiterin Politikmagazin Kontrovers und Kontrovers - Die Story


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