BR Fernsehen - Kontrovers


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Journalistenpreis der VR-Banken Auszeichnung für Bayern-Ei-Story

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken haben die Berichterstattung von Kontrovers und Süddeutsche Zeitung über den Bayern-Ei-Skandal ausgezeichnet. Kontrovers-Autor Philipp Grüll und SZ-Journalist Frederik erhielten für ihre gemeinsamen Recherchen den "Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis".

Von: Redaktion Geschichte & Gesellschaft/Redaktion Kontrovers

Stand: 25.10.2016 | Archiv

v. l. Axel Höpner (Handelsblatt/Laudator), Frederik Obermaier (SZ), Philipp Grüll (Kontrovers/report München), Jürgen Gros (Genossenschaftsverband Bayern) | Bild: Genossenschaftsverband Bayern / Thomas Straub

Bei den Enthüllungen zum Fall Bayern-Ei handle es sich um eine "immense Rechercheleistung", die gar nicht hoch genug einzuschätzen sei, urteilte die Jury über die Arbeit von Philipp Grüll und Frederik Obermaier. Die Aufdeckung des Skandals löse letztendlich den Existenzgrund für Journalismus ein.

Mit ihrer Kontrovers-Story "Die Spur führt nach Niederbayern" und einer Seite Drei in der SZ brachten die beiden Preisträger im Mai 2015 den Bayern-Ei-Skandal ans Licht, den die Behörden der Öffentlichkeit fast ein Jahr verheimlicht hatten. Der Fall beschäftigt die Staatsanwaltschaft bis heute. Die Berichte der beiden Autoren führten unter anderem zu Reformen bei der Lebensmittelüberwachung in Bayern.

"Besser kann man sich nicht für Verbraucherschutz einsetzen. Was wäre, wenn die Missstände nicht aufgefallen wären, wenn nicht weiterrecherchiert worden wäre? Die Geschichte beweist, dass es richtig und wichtig ist, sich nicht abwimmeln zu lassen. Das ist die reine Lehre des Journalismus und damit preiswürdig."

Aus der Begründung der Jury.

Journalismus mit Wirkung

Philipp Grüll und Frederik Obermaier stünden exemplarisch für guten Journalismus, sagte der Münchner Handelsblatt-Büroleiter Axel Höpner in seiner Laudatio. Die beiden hätten mit ihren Beiträgen zum Thema Bayern-Ei wirklich Wirkung erzielt und zählten zu den hundertprozentigen Investigativjournalisten. Der "Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis" ist mit 8.000 Euro dotiert.

"Glückwunsch an das Autorenteam! Es freut mich sehr, dass sich der lange Atem ausgezahlt hat. Es war lange nicht klar, ob diese monatelange Recherche je zu einer Geschichte führt und wie groß die Tragweite sein wird. Der Preis ist für uns als Politikmagazin Ansporn, auch weiterhin die Zeit und die Ressourcen für komplexe und aufwändige Recherchen bereitzustellen. Ich hoffe, dass wir auch künftig dafür die Möglichkeiten haben werden."

Andreas Bachmann, Redaktionsleiter Kontrovers


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