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PULS Reportage Kunstauktion zugunsten von Sternstunden

Dinge ausprobieren, um sie besser zu verstehen: In einem neuen Selbstversuch für den erfolgreichen BR-YouTube-Kanal "PULS Reportage" versucht Reporter Sebastian Meinberg ein rein digitales Kunstwerk, ein sogenanntes "NFT", zu verkaufen. Warum der Versuch zunächst scheiterte und sich die BR-Benefizaktion Sternstunden jetzt über eine große Spende freuen darf.

Von: Lukas Hellbrügge, PULS

Stand: 07.06.2021

Sebastian Meinberg | Bild: BR/ Puls

Auf dem Kunstmarkt und in der Popkultur erleben sogenannte NFTs gerade einen Boom und es werden damit Millionen verdient. Ein NFT (Abkürzung für "Non Fungible Token") ist so etwas wie eine digitale Besitzurkunde, gespeichert in einer Blockchain. Auch wenn es absurd klingt: Als NFT werden häufig Bilder, Songs oder auch Videoclips verkauft, die weiterhin für alle im Netz sichtbar sind: Ein Journalist der New York Times verkaufte ein Foto seiner Kolumne für 560.000 Dollar, ein NFT, der als Internet-Meme bekannten "Nyan-Cat", brachte rund 600.000 Dollar. Genauer wird das NFT-Prinzip in dieser PULS Reportage erklärt.

Ein NFT vom BR

Sebastian Meinberg (li.) und der Münchner Performancekünstler Max Haarig (re.)

Für den Film trifft Reporter Sebastian Meinberg den Münchner Performancekünstler Max Haarig, der bereits selbst NFTs verkauft hat. Mit dessen Tipps schafft er selbst ein digitales Kunstwerk: Einen Videoclip mit Goldrahmen, Auktionsdauer: 5 Tage. Sebastian Meinberg ist besonders motiviert, seine Kunst zu verkaufen: Die Einnahmen sollen als Spende an die Sternstunden gehen.

Die Technologie hat auch Schattenseiten

Die Zeit bis zum Auktionsende nutzt Sebastian Meinberg zur weiteren Recherche: Vom Vizepräsidenten des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik, Prof. Wolfgang Prinz, erfährt er, dass NFTS leider einen großen Haken haben: Wie viele Kryptowährungen, hat auch das Erstellen und der Handel mit NFTs einen hohen Energiebedarf – und der sorgt leider für CO2-Emissionen.

Sebastian Meinberg bei der Recherche zu diesem Thema

Diese lässt sich Sebastian Meinberg von einem Experten der Technischen Universität München berechnen und spendet - getrieben von seinem schlechten Klimagewissen - bei einem Kompensationsanbieter für Klimaschutzprojekte. 

Der Selbstversuch scheitert zunächst

Dann die Überraschung: Niemand will das NFT kaufen. Trotz zahlreicher Posts auf Instagram und Twitter gibt es innerhalb der Laufzeit keine Gebote. Für Reporter Sebastian eine Enttäuschung - aber auch der Beleg dafür, dass auch im Digitalen nicht jeder aus dem Stand zum Künstler avancieren kann. 

Große Überraschung nach der Veröffentlichung 

Fünf Wochen später - der Film ist längst geschnitten und veröffentlicht -  die zweite große Überraschung: Über die NFT-Plattform erhält Sebastian Meinberg doch noch ein (anonymes) Gebot über 1000 Dollar. Der Deal wird eingetütet und die Reportermission wird nachträglich doch noch erreicht: Nach komplizierten Kryptotransaktionen und nach Abzug hoher Gebühren gibt es eine Spende von 566,04 Euro für die BR-Benefizaktion Sternstunden. Die Fans von PULS Reportage erfahren davon natürlich auch: Auf Instagram und im YouTube-Community-Tab.


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