BR Heimat

Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Aktueller Hinweis (01.07.2020)

Liebe Hörerinnen und Hörer von „Servus! Musik und Gäste“,

SERVUS-Studiogäste können wir aus bekannten Gründen leider noch nicht persönlich einladen, dafür besucht Evi Strehl Musik- und Gesangsgruppen daheim. Ausgewählte Sendungen sind in der Regel montags als Podcast verfügbar.

Herzliche Griass!

Evi Strehl
Redakteurin

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern einmal im Monat unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Freitag, 23. Juli 2021:           

Dieter Radl

15-16 Uhr: Der pensionierte Pädagoge Dieter Radl ist ein leidenschaftlicher Interpret des Oberpfälzer Dialekts und mittlerweile weit über seine Heimatstadt Sulzbach-Rosenberg hinaus bekannt. Die Leser seiner Bücher erwarten Heimatgedichte ohne Tümelei. Seine Mitmenschen und den sogenannten "Zeitgeist" beobachtet er mit spitzer Feder, wachem Geist und großer Empathie.

Bereits sein erstes Buch „Wäi mir das Schnowl gwaggsn is“ war ein großer Erfolg. Drauf aufbauend hat Dieter Radl, Jahrgang 1942, knapp 60 seiner Dialekt-Gedichte zu einem weiteren Band zusammengefasst: Zu finden sind Gedichte voller Tiefgang und Lebenserfahrung sowie Meisterwerke der Fotografie von Walter Mayer, Radls ehemaligem Lehrerkollegen. Triebfedern seines Handelns und Merkmale seines Stils sind die aufmerksamen Beobachtungen, aber auch die, wie er selbst sagt, gerade im Alter verstärkt auftauchenden Erinnerungen an frühere Zeiten. So geben sich Humor und Nachdenklichkeit beim Autor oft die Hände. Für  BR-Heimat hat er vor Evi Strehls Mikrofon einige ausgewählte Mundart-Gedichte und -Geschichten zum Besten gegeben.

16-17 Uhr: Kirchweihzeit im Sulzbacher Birgland – Wdh. vom 17.7.1994

Freitag, 30. Juli 2021:

SERVUS vom 29.7.2016 – Wdh:

Urfarer Zwoagsang

Couplets singen sie leidenschaftlich gern: Johann Dümmler und Georg Bäuml, alias "Urfarer Zwoagsang" aus Straßkirchen/Niederbayern. Aber auch Liebeslieder und Stückln mit Baßtrompete und Flügelhorn geben sie zum Besten. Gerne umrahmen sie Geburtstage, Hochzeiten und gehen gern zu Musikantentreffen. Begleitet werden sie auf dem Akkordeon von Elisabeth Schlotze. Weil's 2016 so lustig im Studio war, wiederholen wir diese Sendung mit dem Männer-Zwoagsang und ihrer weiblichen Begleitung. Auch zur Dokumentation, denn mangels Archivaufnahmen wurden alle Lieder live im Studio gesungen. Moderation: Evi Strehl

Freitag, 6. August 2021: 

15-16 Uhr: Heute wird’s märchenhaft: Bereits 2011 ist ein Buch samt CD von Barbara Lexa und Rupert Frank erschienen: Märchen auf Boarisch.

Weise Märchen, weltweit gefunden, nach Bayern versetzt, gereimt und gebunden heißt es darin. Barbara Lexa is eine Virtuosin der bayerischen Sprache – genauer gsagt, der oberbayerischen – jenseits vom Tümeln. Mit der Reimkunst von Rupert Frank wurden zusätzlich auch noch Märchengedichte ins Büchl aufgenommen, und auch ihre Kinder sind als Erzähler zu hören. Da es keine einheitliche Schreibweise fürs Bairische gibt bzw. es von Region zu Region sprachliche Unterschiede gibt, hat sich die Herausgeberin für eine Schreibweise entschieden, die dem im südlichen Oberbayern gesprochenen Wort recht nahe kommt und trotzdem gut zu lesen ist. Die Musik zwischen den einzelnen Märchen aus aller Welt kommt von der Fraunhofer Saitenmusik, die ebenso Weisen aus aller Welt in ihrem Repertoire verewigt hat.

16-17 Uhr: Ein Wiederhören mit dem Ensemble Tobias Reiser gibt’s in der zweiten SERVUS-Stunde. Es war zu Gast beim Alpensaitenfestival 1994 im Carl-Orff-Saal im Münchner Gasteig. Tobias Reiser spricht die verbindenden Worte.

Freitag, 13. August 2021:

Hedwig Roth

15-16 Uhr: Jodellehrerin Hedwig Roth (Jodula) ist in einem Haus voller Töne groß geworden. Die gelernte Krankenschwester und zweifache Mutter fühlt sich deshalb schon immer mit ihren eigenen Tönen verbunden, und dies führte sie letztendlich in die Selbstständigkeit als Jodellehrerin und Sängerin in diversen experimentellen Gruppierungen wie Vuimera, Jodula & Bär usw. Jodeln ist bunt und schön, Traditionelles und Experimentelles hat für sie nebeneinander seine Daseinsberechtigung und kann sich gegenseitig beleben. Deshalb ist sie auch mit großer Freude Mitglied der Jodlergruppe Vorderburg. Ihre Jodelkurse richten sich an alle Menschen die von sich sagen „ ich kann nicht singen“, aber auch an alle, die von sich sagen „ ich kann singen“, aber noch niemals die Faszination „Jodeln“ erlebt haben. Die Kursteilnehmer brauchen weder Dirndl noch Lederhose, sondern nur Neugierde und Freude daran, sich mit ihrem Ton auszudrücken. Evi Strehl hat sich zu einem der Jodelkurse in Rettenberg/Allgäu angemeldet und mit Hedwig Roth über ihre große Singleidenschaft gesprochen.

16-17 Uhr: Wir wiederholen wir einen Mitschnitt vom traditionellen Allgäuer Lieder- und Jodlertag in Rettenberg am 21.09.1991 mit einem Vorwort von Joseph Othmar Zöller. Sprecher ist Franz Däuble.

Freitag, 20. August 2021:       

15-16 Uhr: Gerhard Schmidt-Gaden (* 19. Juni 1937 in Karlsbad, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Dirigent, Chorleiter und Stimmpädagoge. So stehts im Internet, aber wenige wissen, dass er mit seinem Tölzer Knabenchor in den 60-iger Jahren fürs BR-Schallarchiv auch Lieder aus seiner alten Heimat Egerland einsang. Nach der Vertreibung 1945 fand die Familie eine neue Heimat im Tölzer Land, und der hochmusikalische Sohn lernte Akkordeon bei Baron von Lobkowitz. Damit war er gerngesehener Musikant u.a. bei den Egerländer Gmoin (Gemeinden) der Umgebung. Schmidt-Gaden studierte später Dirigieren bei Kurt Eichhorn in München, Chorleitung bei Kurt Thomas in Leipzig, sowie Gesang bei Helge Rosvaenge, Otto Iro und Mario Tonelli. Im Jahr 1956 gründete er den Tölzer Knabenchor, den er innerhalb weniger Jahre zu einem international gefragten Knabenchor formte und bis 2016 leitete. Carl Orff war u.a. einer seiner wichtigsten Förderer. Von 1980 bis 1988 hatte er eine Professur für Chorleitung am Mozarteum in Salzburg inne, und von 1984 bis 1989 wirkte er zudem als Kinderchordirektor an der Mailänder Scala. Schmidt-Gadens Wirken mit dem Tölzer Knabenchor ist in zahlreichen Platteneinspielungen und Rundfunkaufnahmen dokumentiert, auf BR Heimat werden gerne die bayerischen Volkslieder gesendet, die von den Hammerauer Musikanten begleitet wurden. Die frühere Geschäftsführerin des Tölzer Knabenchors war seine Frau Helga und ist aktuell Tochter Barbara. Evi Strehl hat die Schmidt-Gadens in ihrem Haus in Benediktbeuern besucht.

16-17 Uhr:  Wir wiederholen eine Sendung über den Tölzer Knabenchor vom 29.3.1988, in der die ganze Bandbreite des Chors in den 80/90-iger Jahren aufgezeigt wird. Alfred Schulze sprach mit Chorleiter Gerhard Schmidt-Gaden.

Freitag, 27. August 2021:           

Blasmusik hat im Landkreis Mühldorf am Inn schon seit 200 Jahren einen großen Stellenwert im kulturellen Leben. Ein reicher Schatz an Notensammlungen mit der dort vorherrschenden, meist sieben- bis neunstimmigen „Blechmusik“, findet sich noch heute bei den Musikanten-Familien. In besonderer Form herausragend sind aber die Sammlungen der Familien Rannetsperger, deren Blas-Musikanten bis ca. 1960 aktiv waren. 2009 haben die Kreisheimatpfleger Reinhard Baumgartner und Reinhard Albert in „drei großen Persil-Kisten“ neben vielen anderen Handschriften verschiedener Herkunft von Landshut über München bis Simbach am Inn mehrere besondere Handschriften-Sammlungen für Blechmusik entdeckt: Sie zeigen volksmusikalische Kultur und Blasmusik im Wandel von fast 200 Jahren. Besonders zahlreich in der "Lenzwenger-Sammlung" sind die handschriftlichen „Vorgeig-Ländler“ aus der Zeit um 1830, eine Besonderheit im bayerischen Raum und heute nur noch in Oberösterreich und im Linzer Land gebräuchlich. Aus der umfangreichen Notensammlung wird eine kleine Auswahl jetzt als Print-Publikation präsentiert, die auch zum Herunterladen auf der Seite der Kreisheimatpflege Mühldorf im Internet bereitgestellt ist. Eine Tondokumentation in verschiedenen Besetzungen ist in Vorbereitung. Evi Strehl hat Reinhard Baumgartner besucht und einiges über die nächsten Vorhaben der Mühldorfer Heimatpflege erfahren.

Bilder

Urfarer Zwoagsang | Bild: BR zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]


Wolfgang und Uschi Neumüller  | Bild: BR zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste 2018 bis 2020

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer von 2018 bis 2020 da war. [mehr]

Zum Anhören

Dieter Radl | Bild: BR/Evi Strehl zum Audio Servus! Musik und Gäste Neues Mundartbuch von Dieter Radl: Nird schlampert

Der pensionierte Pädagoge Dieter Radl ist ein leidenschaftlicher Interpret des Oberpfälzer Dialekts und weit über seine Heimatstadt Sulzbach-Rosenberg hinaus bekannt. Die Leser seiner Bücher erwarten Heimatgedichte ohne Tümelei. Seine Mitmenschen und den sogenannten "Zeitgeist" beobachtet er mit spitzer Feder, wachem Geist und großer Empathie. [mehr]


Musikantenfreundlicher Donisl: Eröffnung mit Andreas Steinfatt und Peter Reichert | Bild: BR/Evi Strehl zum Audio Servus! Musik und Gäste Neuer Donislwirt Peter Reichert und Kreativer Hoagarten

Der Kreative Hoagartn ist ein mehrteiliges Projekt, das die Bereiche "Volksmusik in Bayern" und "Community Music" in Austausch bringt. Im Zentrum steht der kreative Umgang mit Volksmusik, das Schaffen eines Raums, der Möglichkeiten der ergebnisoffenen Auseinandersetzung mit der Volksmusik und seinen Aspekten und Ebenen gibt. Evi Strehl war zum Beispiel beim "Donisl", der unter neuer Führung von Peter Reichert musikantenfreundlicher wird. [mehr]


Kapelle Kaiserschmarrn | Bild: Renate Langwieder/Oktoberfest/oide-wiesn zum Audio Servus! Musik und Gäste Kapelle Kaiserschmarrn stellt neue CD vor

Die Kapelle Kaiserschmarrn hat zum zehnjährigen Bühnenjubiläum die mittlerweile zweite CD produziert. Darauf findet sich ein Querschnitt durch ihr Repertoire: gesungene Zwiefache aus der Oberpfalz, gemütliche Rheinländer aus Niederbayern, schneidige Märsche aus dem Bayerischen Wald und gscherte Wirtshauslieder. [mehr]