BR Heimat

Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern alle zwei Monate unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Freitag, 30. August 2019:

Florian Schwemin ist seit April 2018 der neue stellvertretende Bezirksheimatpfleger des Bezirks Oberpfalz. Die BR-Heimat-Hörer lädt er zum dritten Zwiefachentag ein, der am 21. September (in Verbindung mit dem „Birg aaf, Birg o“) in Sulzbach-Rosenberg stattfinden wird. Das Motto lautet diesmal: „Druntn va da Wirtshaustüa…“ – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen (Bairischen).

Den gebürtigen Trommetsheimer (Altmühlfranken) verschlug das Studium der Vergleichenden Kulturwissenschaft und Geschichte 2004 nach Regensburg. Nach Abschluss des Studiums war er einige Jahre am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft angestellt, wo er sich unter anderem mit Regional-, Brauch- und Musikkulturen beschäftigte. Aus der Stadt zog es ihn wieder aufs Land und so lebt er seit einigen Jahren mit seiner Familie in der mittleren Oberpfalz.

Schon früh mit Musik konfrontiert spielte er lange mit der Familienmusik „Adebars Spielleut“ Tanzmusik der Renaissance auf Schalmei, Mandoline, Cister und Flöten. Mit Folkmusik aufgewachsen war der Sprung in die Volksmusik nicht allzu weit und so gehören die Arbeit im Oberpfälzer Volksmusikarchiv sowie das Musizieren auf den Kursen des Bezirks und beim Kindersingen zu den angenehmsten Aufgaben des Berufs. Auch die Trachtenberatungsstelle liegt in der Verantwortung von Florian Schwemin, der seine Magisterprüfung zum Thema Tracht ablegte. In diesem Zusammenhang ist er auch auf dem diesjährigen Trachtenmarkt in Greding vertreten. Moderation: Evi Strehl.

Freitag, 6. September 2019:

Dr. Heidi Christ, Leiterin der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, ist nunmehr ein Jahr im Amt und heute zu Gast bei Evi Strehl. 1968 ist sie in Neuendettelsau geboren und aufgewachsen, hat in Bamberg und Graz Volksmusik, Volkskunde und Denkmalpflege studiert und 2011 promoviert zum Thema: "Musikantenhandwerk. Untersuchungen zu musikalischen Traditionen in der Hersbrucker Alb". Seit 1995 arbeitete sie an der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, erst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin, seit September 2018 leitet sie diese Einrichtung des Bezirks Mittelfranken, die von den Bezirken Ober- und Unterfranken mitgetragen wird. Seit 2012 hat sie als freie Mitarbeiterin der Universität Würzburg Lehraufträge im Fach Europäische Ethnologie/Volkskunde, ist freie Mitarbeiterin der Redaktion Volksmusik beim Bayerischen Rundfunk, Studio Franken, hat langjährige Erfahrungen als Sängerin, Tänzerin und Musikantin im Bereich fränkische Volksmusik und lebt mit ihrer Familie bei Herrieden.

Freitag, 13. September 2019:

 Die Aichacher Bauernmusi ist eine der ganz wenigen Kapellen in Bayern, die noch aus der Tradition heraus spielt. „Aus der Tradition heraus“ heißt nichts anderes, als dass diese bäuerlich–altbayerische Musik nicht aufgrund der Wiederbelebung der Volksmusik in den 70er-Jahren entstand, sondern dass sie schon weit vor dem 2. Weltkrieg in verschiedenen Musikformationen – von Hochzeiten, Faschingsbällen bis zu Fahnenweihen – für jeden Anlass aufspielen konnte. Heini Baronner war der Gründer und langjährige Leiter der Aichacher Bauernmusi; nach seinem Tod 1972 hat es sich die Bauernmusi zur Aufgabe gemacht, in seinem Sinne weiterzuwirken. In Zeiten, wo die so genannte „Weltmusik“ auch ihren Reiz und Einfluss auf die Volksmusik ausübt, achtet die Aichacher Bauernmusi sehr auf ihren kernigen urwüchsigen Originalklang einer Bauernkapelle des frühen 19. Jahrhunderts, auch wenn heute keine Bauern mehr mitspielen und der jüngste Musiker gerade 30 Jahre alt. Eine der großen Stärken der Aichacher ist das umfangreiche Repertoire an Volkstänzen, wobei jedes Jahr 2-3 Tänze aus dem Grenzbereich zwischen  Schwaben und Oberbayern dazukommen. Über die Geschichte der Kapelle, über persönliche Erinnerungen, über Anekdoten und darüber, wie er nunmehr seit 50 Jahren als Leiter und Arrangeur die Begeisterung auch an die nächste Generation weitergeben kann, spricht Ludwig Mittelhammer mit Ulrike Zöller  

Freitag, 20. September 2019:

Was kann das Holz dafür, wenn es als Geige erwacht? (Arthur Rimbaud)

Um den Musikinstrumentenbau in Mittenwald geht’s heute in SERVUS. Immer noch sprechen die Mittenwalder von der Geigenbauschule, obwohl diese mittlerweile ein modernes Bildungszentrum geworden ist, das nicht mehr nur Geigen, sondern u.a. auch Klarinetten, Saxophone und Blechblasinstrumente baut. Die Staatliche Berufs- und Berufsfachschule Mittenwald leistet durch zeitgemäße Vermittlung von traditionellen Kenntnissen und innovativen Prozessen auf dem Gebiet des Musikinstrumentenbaus einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieses interessanten Berufs, zu dem auch der des Musikalienhändlers gehört. Die umfangreiche solide Ausbildung steht für ein hohes Maß an Qualität und konzentriertem handwerklichem Know-how; die SchülerInnen kommen nicht nur aus Bayern und Deutschland, sondern auch aus Österreich, Frankreich, Korea usw. Gäste bei Evi Strehl sind Fachschulrektor Dr. Frederik Habel und der stellvertretende Schulleiter Georg Neuner.

Freitag, 27. September 2019:

Die Bauernmarktmeile in München wirft ihre Schatten voraus: Als Hauptveranstalter ist der Bayerische Bauernverband (BBV) schon seit Monaten beschäftigt mit der Organisation und Vorbereitung, damit am Sonntag, 29. September von 10 - 17.30 Uhr alles rund läuft. Heute erzählen bei Evi Strehl im BR-Heimat Studio Direktor Stefan Kürschner und Projektleiterin Stefanie Schmid, was alles zu tun ist bei der Vorbereitung zu einem solch großen Fest. In der Münchner Innenstadt  verwandeln sich nämlich der Odeonsplatz und die Ludwigstraße jedes Jahr in Deutschlands größten Bauernmarkt. Über hundert Bäuerinnen und Bauern aus ganz Bayern kommen in die Landeshauptstadt, um selbsterzeugte Produkte und viele kulinarische Schmankerl anzubieten. Auf die Besucher warten köstliche Käse- und Wurstspezialitäten, Gemüse, Obst, fränkischer Wein, bayerisches Bier und vieles mehr. Frische, regionale Lebensmittel aus ganz Bayern können genossen werden, an vielen Ständen gibt’s besondere Spezialitäten. Musikanten sorgen auf der Bühne von BR Heimat für beste Unterhaltung. Im Infobereich kann außerdem Spannendes und Interessantes rund um die Landwirtschaft in Bayern erfahren werden. BR Heimat unterstützt den BBV von Anfang an mit erfahrenen Moderatoren bei der Auswahl und Präsentation des volksmusikalischen Programms auf der Bühne vor der Feldherrnhalle.

Freitag, 4. Oktober 2019:

Gstanzlsänger und Musikant Martin Lengfelder aus Ingolstadt ist heute zu Gast bei Evi Strehl. Der gebürtige Geisenfeldner hat sich den Roider Jackl zum Vorbild genommen und lang im „Holledauer Dreigspann mitgesungen. Neben seinen musikalischen Aktivitäten schreibt er noch Gedichte in boarischer Mundart; sein drittes Buch „As Leben is a Gedicht“ erschien 2015 kurz vor seinem 80. Geburtstag. Immer noch ist er gern musikalisch unterwegs und wird den BR-Heimat-Hörern sicher auch die eine oder andere Kostprobe zum Besten geben.

Freitag, 11. Oktober 2019:

20 Jahre Sauglocknläutn – dazu sind heute Ritsch Ermeier und Walter Zinkl zu Gast bei Evi Strehl. "Zurück in die VerGegenKunft" ist ihr Motto zum Jubiläumsjahr, und wie könnte man das besser begehen, als mit einem musikalischen Wirtshauskabarett? Das derzeitige Programm fasst alles zusammen, was Ritsch Ermeier und Walter Zinkl ihrem Publikum in zwei Jahrzehnten auf bayerischen Wirtshausbühnen und überregionalen Kabarettveranstaltungen präsentiert haben, immer kombiniert mit aktuellem Geschehen, neuen Liedern und alten Weisen. Politsatiren, so salzig wie ein erstklassiges Gselchtes, Gesellschaftskritik so ehrlich wie Knödl mit Soß, und Musikstücke so sämig wie eine Dunkelbierkrone – so beschreiben die Erzmusikanten ihr Programm. Volksmusik eben, von den beiden Multiinstrumentalisten aber immer neu interpretiert und eingefangen im Widerhall des weit über die Grenzen Bayerns gefeierten Läutens der Sauglocken.

Freitag, 18. Oktober 2019:

40 Jahre „Verein zur Pflege der Bayerischen Volksmusik“ – zum Jubiläum besucht dessen Gründer Sepp Eibl  das BR-Heimat Sendestudio. 1979 wurde der Verein von Sepp Eibl mit befreundeten Musikern und wohlwollenden Förderern ins Leben gerufen. Seine Absicht ist es, in öffentlichen Veranstaltungen für die anspruchsvolle Volksmusik zu werben und Musikunterricht anzubieten. Die Pflege der Bayerischen Volksmusik in der Großstadt München mag manchem wie ein Anachronismus erscheinen, und doch ist die Volksmusik ein unverzichtbarer und wichtiger Bestandteil ihres vielfältigen Kulturlebens.

Alle Aktivitäten des Vereins sind öffentlich zugänglich: In Vortragsabenden in der Helberg-Villa in Thalkirchen (Münchner Str. 22) gibt Sepp Eibl einen anschaulichen Eindruck über die traditionelle Volksmusik mit Schwerpunkt Bayern und Österreich. Tondokumente und Filmmaterial ergänzen die Vorträge.

Seit 25 Jahren veranstaltet der Verein auch Konzerte im Ludwig Thoma-Haus in Tegernsee (Auf der Tuften), in denen das „Ensemble Sepp Eibl und Freunde“ Volksmusik spielt.

Freitag, 25. Oktober 2019:

Mit viel Liebe zum Detail fertigt Instrumentenmachermeister Michael Kordick schon seit 1998 hochwertige Metallblasinstrumente in Spiegelau. Für seine klassischen Konzerttrompeten, seine Flügel- und Tenorhörner bis hin zu F- und B-Tuben verarbeitet er die besten Rohstoffe zu hochwertigen Unikaten in Handarbeit. Die Herstellungsmethoden lernte er u.a. bei Ewald Meinl, einem Meister aus Graslitz, der ihn in die Geheimnisse des Instrumentenbaus einweihte. Schon von Anbeginn fühlte er sich der österreichischen Musik eng verbunden und hat dadurch inspiriert über die Jahre das Kunsthandwerk des Blasinstrumentenbaus bis zur Perfektion weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die qualitativ hochwertige Verarbeitung jedes einzelnen Stücks. So entstehen schon seit vielen Jahren Unikate, die in voller Harmonie zur Musik stehen. Seine Instrumente werden sowohl von Musikanten wie auch von Berufsmusikern weltweit gespielt. Bei Evi Strehl erzählt er von seiner musikalischen Jugend im Regensburger Land - und wie aus ihm ein Instrumentenbauer im Bayerwald wurde.

Bilder

Ludwig Mittelhammer von der Aichacher Bauernmusik | Bild: BR/Johanna Schlüter zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]

Zum Anhören

Ludwig Mittelhammer von der Aichacher Bauernmusik | Bild: BR/Johanna Schlüter zum Audio Servus! Musik und Gäste Ludwig Mittelhammer von der Aichacher Bauernmusik

Ulrike Zöller begrüßte Ludwig Mittelhammer von der Aichacher Bauernmusik in "Servus! Musik und Gäste". Schon weit vor dem Zweiten Weltkrieg hat diese Kapelle bäuerlich-altbayerische Musik auf Hochzeiten, Faschingsbällen und anderen Anlässen gespielt. Eine der großen Stärken der Aichacher ist das Repertoire an Volkstänzen aus dem schwäbisch-oberbayerischen Grenzland. [mehr]


Moderatorin Evi Strehl mit Dr. Heidi Christ, Leiterin der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik. | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Heidi Christ, Forschungsstelle fränkische Volksmusik

Die Forschungsstelle für fränkische Volksmusik hat seit einem Jahr eine neue Leiterin: Dr. Heidi Christ. Sie erzählt bei Evi Strehl von ihrer Arbeit, ihren Vorhaben und was die Volksmusik in Franken mit der Volksmusik in Altbayern und Schwaben gemeinsam hat. [mehr]


Moderatorin Evi Strehl und Florian Schwemin, stellvertretender Heimatpfleger des Bezirks Oberpfalz. | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Florian Schwemin lädt zum "Zwiefachen"-Tag in die Oberpfalz

Florian Schwemin ist seit April 2018 stellvertretender Bezirksheimatpfleger des Bezirks Oberpfalz. Er lädt zum Zwiefachentag am 21. September 2019 ein. Unter dem Motto "Druntn va da Wirtshaustüa ... - Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen" findet die Veranstaltung in Sulzbach-Rosenberg statt. [mehr]