BR Heimat

Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern alle zwei Monate unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Dezember

Freitag, 27. Dezember 2019:

Andreas Schmid (19, Steirische Harmonika) aus Zwiesel und Stefan Schraml (24, Gitarre) aus Kirchberg im Wald haben über ihre gemeinsame Musiklehrerin Irmgard Schaffer im Jahr 2013 zusammengefunden und treten seitdem als Duo Andal&Steff auf. 2016 gewann das Duo den Zwieseler Fink, für Anderl nach dem Jugendfinkenpreis 2011 bereits der 2. Finkengewinn. Ebenfalls im gleichen Jahr erspielten die beiden beim alpenländischen Volksmusikwettbewerb 2016 in Innsbruck das Prädikat „ausgezeichnet“ und waren somit unter den 4 „besten“ Gruppen aus Bayern.

Andreas studiert nach seiner 2-jährigen Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Altötting mittlerweile Steirische Harmonika an der Hochschule für Musik in München und Stefan wird wahrscheinlich heuer im November sein Zahnmedizin-Studium in Würzburg abgeschlossen haben. Trotz der großen Entfernung finden die beiden immer wieder Zeit fürs gemeinsame Musizieren. Sie sind bestrebt, auch alte Stücke aus dem Bayerischen Wald, v.a. von den Stoiber Buam, in ihr Repertoire aufzunehmen. Ebenso umfasst dieses auch eine Vielzahl an Eigenkompositionen, v.a. von Andreas Schmid.

Januar 2020

Freitag, 3. Januar:

15 bis 16 Uhr: Sänger- und Musikantentreffen im Kloster Schweiklberg bei Vilshofen (Aufnahme 1992), Moderation Hedi Heres und Fritz Schwärz.

16 bis 17 Uhr: Evi Strehl: Interview mit Josef Fendl, dem „niederbayerischer Gastarbeiter in der Oberpfalz“, der fast 40 Jahre Lehrer in Neutraubling und Heimatpfleger im südl. Landkreis Regensburg war. Weitere passende Beschreibungen: Verserlschmied, Erfinder der legendären „Bauernseufzer“, literarischer Besenbinder, temperamentvoller Rezitator von Schwänken, Sprüchen und Wirtshausaphorismen. Von 1983 bis 1992 redigierte und sprach er in etwa 20 Sendungen des Bayerischen Rundfunks.

Freitag, 10. Januar:

Die Kalendermacher Brigitte Raab und Tochter Maria Schulze vom »Der Oberbaierische Fest-Täg- und Alte-Bräuch Kalender« sind heute Gast bei Andreas Estner. Dieser Kalender wurde 1987 erstmals vom Verlegerehepaar Heinrich Matthias und Brigitte Raab herausgegeben und erscheint seitdem jährlich an Leonhardi (6. November). Vorbild dazu waren die alten Volkskalender im alten großen Bauernformat, im alten Stil und im alten Geist, die im 18. Jahrhundert einzige regelmäßige Informationsquellen waren.

Nach dem Tod 2016 von Heinrich Matthias Raab, auch Raab Hias genannt, haben es sich seine Frau Brigitte und Tochter Maria mit einem kleinen Mitarbeiterkreis zur Aufgabe gemacht den Kalender im Sinne des Gründers weiter aufzulegen. Der Kalender mit seinen hundert Seiten ist ein Traditionsschatzkistl. Neben den rund 2000 besonderen Brauchtumsveranstaltungen in Bild und Text beinhaltet er zahlreiche Bräuche, alte Geschichten und Sagen, Rezepte, unterschiedliches Kunsthandwerk, Wallfahrten, sowie ein umfangreiches Kalendarium und vieles, vieles mehr.

Freitag, 17. Januar:

Gäste bei Johannes Hitzelberger: Christine Gehring und Sigrid Bildstein, die musikalische Leiterin der Staufner Jodler, und Solojodler Reinhold Wagner.

Es gibt natürlich auch Kostproben aus der neuen CD "In Staufe im Allgäu", bei der auch das Jodlerduett Christine und Reinhold und vier Musikanten aus dem benachbarten Stiefenhofen, „Die Vierhofer“, mit von der Partie sind.

„In Staufe im Allgäu bin i gebore, Nigstellt in a schiene Wealt. Wo Gott für mi hot üserkore Und wo‘s mir all Dag wieder gfällt. Lueg i ind Berg und hear i a Gscheall, Do kann i‘s id hebe, do jodlets mir seall.“

Dieser Auszug aus dem Jodellied 'In Staufe im Allgäu' aus der Feder von Hans Lingg hat nicht nur der ersten CD der Staufner Jodler ihren Namen gegeben. Er bringt auch zum Ausdruck, weshalb die Staufner Jodler 1995 gegründet wurden: aus Liebe zur Heimat und aus Freude am Singen in Mundart. An der Seite des damaligen Solisten Otto Schratt wuchs die Gruppe stetig. 13 Mannsbilder und 2 Frauen singen heute in der Gruppe.

Freitag, 24. Januar:

Gast bei Johannes Hitzlberger: Sepp Oberhöller aus St. Lorenzen im Pustertal.

Die Pustertaler Familie Oberhöller prägt seit über 60 Jahren das traditionelle Liedgut und die Volksmusik in Südtirol. Begonnen hat alles 1953, als Sepp Oberhöller mit seinen Geschwistern zum ersten Mal im Radio gesungen hat. Die Liebe zum Singen und Musizieren und wertvolles Liedgut ihrer Vorfahren wurden ihm von den Eltern mitgegeben.

Sepp Oberhöller wuchs zusammen mit acht Geschwistern im Südtiroler Sarntal auf. 1955 kam der damals 15jährige Sepp auf Einladung Herzog Albrechts von Bayern zum Kiem Pauli nach Wildbad Kreuth, um das Zitherspielen zu erlernen. Nach dem Umzug der Familie 1956 nach Reischach im Pustertal vertieften sich Kontakte und Freundschaften zu bayerischen und österreichischen Sängern und Musikanten, zu Wissenschaftlern und Vertretern der Volkskultur. Es folgten zahlreiche Aufnahmen beim ORF, dem Bayrischen Rundfunk und dem heimischen Sender Bozen. Wichtige Auftritte gab es u.a. beim Salzburger Adventsingen. Die Liebe zum Singen und Musizieren ist der gesamten Familie bis heute erhalten geblieben. Sepp Oberhöller lebt heute mit seiner Familie in Moos/St.Lorenzen.

Freitag, 31. Januar:

Das Tanzmeisterpaar Rita und Uli Regele aus Widdersberg bei Herrsching (früher München) hat – seit 2002 auch mit Tochter Martina - schon unzählige Tanzveranstaltungen organisiert: Von den Redouten in Landsberg in den 1990-iger Jahren bis zu den Volksmusiktagen in Grainau, die sie nun schon 40 Jahre mitgestalten bzw. organisatorisch weiterführten.

Auch die zur Zeit stattfindenden Tanzkurse in Raisting (bisher 200 Kursabende) sind erwähnenswert. Dort bieten sie einen Gesellschaftstanzkurs an nach dem Motto: Volkstanz ist Gesellschaftstanz und umgekehrt. In SERVUS erzählen sie von ihrer Leidenschaft und dazu gibt’s natürlich viele Volkstanzmelodien zu hören.

Freitag, 7. Februar:

45 Jahre Ampertaler Kirtamusik und Geschwister Laschinger wird heute im BR Heimat-Studio gefeiert. Das Thema „Jubiläum“ erklärt am besten ein Gedicht der musikalischen Gruppe:

Gedich

Kaum zu glauben, aber wahr,
die Ampertaler Kirtamusi gibt’s seit 45 Jahr.
1975 hat der Laschinger Hans alte Noten entdeckt,
neu arrangiert und somit den Grundstock gelegt,
für sei‘ Musi, die heut no‘ immer hat Bestand,
und weit und breit aufspuit im boarischen Land.
Die „Geschwister Laschinger“ mit ihrem Gsang,
gibt’s ja schon genau so lang.
Renate, Gitte und Hans heißen die drei,
im Stil unverkennbar, fröhlich und frei.
Mit Liadern und Gstanzln lassen sie sich hör’n,
aber auch „selbstg‘strickte“ Couplets singen sie gern.

Freitag, 14. Februar:

Belisa Mang erzählt heute aus ihrem Musikerleben und von ihrer Tätigkeit als Sammlungsleiterin der Garchinger Musikinstrumentensammlung (seit 2013).

Sie studierte Hackbrett am damaligen Richard Strauss-Koservatorium, beschäftigt sich neben klassischer und zeitgenössischer Hackbrett-Literatur intensiv mit internationaler Folklore. Fünf Hefte mit Folklore-Arrangements hat sie bisher veröffentlicht.

Ihre Konzerttätigkeit reicht von den „Herbszeitlosen“ zu diversen Uraufführungen namhafter Komponisten bis zur Mitwirklung beim Projekt „Klangkörper des Schweizer Pavillons auf der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover. 2002 gründete sie mit den Schweizern Erich Fischer (Vibraphon) und Hannes Giger (Bass) die Formation „Trio Räss“

Seit 1989 unterrichtet sie Hackbrett an der Musikschule Garching

Freitag, 21. Februar:

Gäste bei SERVUS sind der Lauterbacher Dreigesang und die „Klarischnättra“ aus Schwaben. Sie stellen ihre neue CD vor.

Die Schwestern Johanna Wech und Marlies Landherr und deren Cousine Ulrike Heindl halten am Namen „Lauterbacher Dreigesang“ fest, obwohl keine mehr in Lauterbach wohnt. Er zeugt von der Verbundenheit mit der Heimat und ist mittlerweile eine Art „Markenzeichen“ geworden. Der Austausch mit anderen Musikgruppen und die Unterstützung der Volksmusikberatungsstelle des Bezirks Schwaben erweitert ständig ihr Repertoire. Sie sind nach 30 Jahren Bühnenerfahrung erfahren genug, neue Strömungen aufzunehmen, Texte zu verändern und musikalische Vorgaben zu mischen. 2019 wurde ihnen die „Schwäbischen Nachtigall“ verliehen, die höchsten Auszeichnung für besondere Verdienste um die schwäbische Volksmusik.

In einer schwäbisch-bairischen Blasmusikkapelle findet man keinen Klarinettisten und schon gar keinen (ja pfui Teufel) „Klarinetten-Spieler“. Das Instrument ist zwar sehr wohl besetzt, aber der dazugehörende Musiker heißt auf gut schwäbisch „Klarinetter“ oder, wenn sie weiblichen Geschlechts ist, „Klarinett’re“. Auf gut schwäbisch ist „schnättra“ abgeleitet von „schnattern, und ein Weibsbild, das viel redet, wird somit zur „Schnätt’re“, mehrere zu „Schnätt’ra“ (Plural). Die musikalisch autonomen Klarinettendamen haben sich also deshalb Klarischnättra“ genannt – denn Spaß muß sein!

Freitag, 28. Februar:

Die Trachtenbewegung in der Oberpfalz besteht seit 1920 - vormals als Bezirksverband Oberpfalz und seit 1993 als Oberpfälzer Gauverband. 46 Mitgliedsvereine zählt der Verband im Jubiläumsjahr 2020. Gefeiert wird am 3. Mai in Weiden, wo der dortige Trachtenverein „D'Altbaierischen Weiden“ ebenso auf 100 Jahre zurückblicken kann.

Gäste bei Evi Strehl sind aus diesem Grund: Peter Kurzwart (1. Gauvorstand), Jürgen Hofmann (2. Gauvorstand und Festleiter), Christa Binner (Gauvortänzerin) und Peter W. Schmidt (Gaumusikwart).

Oberlehrer Josef Vogel war es, der im Jahr 1883  in Bayrischzell mit einer Handvoll gleichgesinnter Burschen Zeichen  setzte, die alte kleidsame Tracht wieder lebendig werden zu lassen. Sie gründeten den ersten Verein zur Erhaltung der bayerischen Volkstracht. Mit diesem Engagement begann eine Trachtenbewegung, deren Funke alsbald auch auf andere Teile Bayerns übersprang, so auch auf die Oberpfalz.

Bereits im Jahre 1898 gründeten sich in der Oberpfalz Vereine zur Erhaltung der alpenländischen Gebirgstracht, die in einigen Vereinen weiterhin ihren festen Platz hat. Im weiteren Verlauf entwickelten sich aber auch Heimat- und Volkstrachtenvereine, die sich regionaltypische Trachten anschafften.

Bilder

Reinhold Wagner (links), Sigrid Bildstein (mitte) und Hans-Jörg Berger (rechts). | Bild: BR/Markus Konvalin zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]

Zum Anhören

Moderator Johannes Hitzelberger (links) mit Reinhold Wagner, Sigrid Bildstein und Hans-Jörg Berger. | Bild: BR/Markus Konvalin zum Audio Servus! Musik und Gäste Staufner Jodler Christine Gehring, Sigrid Bildstein und Reinhold Wagner

Sigrid Bildstein, die musikalische Leiterin der Staufner Jodler, Solojodler Reinhold Wagner und Hans-Jörg Berger sind bei Johannes Hitzelberger zu Gast. Es gibt Kostproben aus der neuen CD "In Staufe im Allgäu", bei der auch das Jodlerduett Christine und Reinhold und vier Musikanten aus dem benachbarten Stiefenhofen, "Die Vierhofer", mit von der Partie sind. [mehr]


Die Kalendermacherinnen Brigitte Raab (Mitte) und Tochter Maria Schulze (rechts) vom "Der Oberbaierische Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender" sind heute Gast bei Andreas Estner (links). | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Kalendermacher Brigitte Raab und Maria Schulze

Die Kalendermacher Brigitte Raab und Tochter Maria Schulze vom "Der Oberbaierische Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender" sind bei Andreas Estner in "Servus" zu Gast. Viele Familien in Oberbayern und drüber hinaus schätzen den reich bebilderten Kalender und er gehört zum festen "Inventar". [mehr]


Von links: Andreas Schmid (Steirische Harmonika) aus Zwiesel und Stefan Schraml (Gitarre) aus Kirchberg im Wald sind zu Gast bei Moderatorin Evi Strehl. | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Duo "Andal & Steff" aus dem Bayerischen Wald

Zwei junge Erzmusikanten sind Andreas Schmid und Stefan Schraml aus dem Landkreis Regen im Bayerischen Wald. In Servus erzählen sie bei Evi Strehl, wie sie zum Musik-Duo wurden und was sie musikalisch antreibt. [mehr]