BR Heimat

Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern alle zwei Monate unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Freitag, 20. April 2018:

Zu Gast bei Evi Strehl sind Hubert Zellner aus Arget und Bernhard Lederer aus Sauerlach. Die beiden aktiven Trachtler kennen sich seit ihrer Kindheit und spielen seit einigen Jahren gemeinsam im Niederhamer Saitenklang. Beide sind in der Volksmusikszene engagiert: Hubert ist der Volksmusikpfleger des Landkreises München. Bernhard ist Volksmusikwart des Oberlandler Gauverbandes und spielt Akkordeon in der Gspusi-Musi.

Freitag, 27. April 2018:

Gäste aus der Schweiz kann Evi Strehl heute in SERVUS begrüßen: Evi Güdel-Tanner von der Husistein-Musi mit der CD „Pächtönelis Erbe - Wiederentdeckte Tänze der Husistein-Musik“. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten viele Innerschweizer wegen des verlorenen Sonderbundskrieges ein zusätzliches Einkommen suchen. Die musikalisch begabten Luzerner Hinterländler gründeten Tanzmusikgesellschaften. Manche von ihnen, wie die Husistein-Musik aus Ettiswil, wurden sehr bekannt und weit herum engagiert. Ein sensationeller Notenfund und die Initiative von Adrian Steger, einem Nachfahren eines Husistein-Musikers und Leiter der Musikinstrumentensammlung Willisau, machten es möglich, dass die Formation 2015 wieder zum Leben erweckt wurde.

Freitag, 4. Mai:

Gast bei Andreas Estner ist Markus Singer, der sein erstes Akkordeon bereits im Alter von 7 Jahren bekam. Schon mit 12 Jahren spielte er regelmäßig im Trio mit seinem Vater Franz und Peter Anderl, beide Mitglieder der Inntaler Sänger, im Gasthaus Inntal in Raubling. Dort lernte er auch den virtuosen Akkordeonisten Hans Völkl kennen, der ihn fortan musikalisch förderte und begleitete und mit den Musikanten aus dem „Goldenen Tal“ in Naring, der ehemaligen Wirkungsstätte von Heinz Kulzer, zusammen brachte. Von Kulzers vielfältiger Musikalität war Markus ab da gefangen, ob bayrisch, ob modern, diese Musik hatte es ihm angetan. Die ersten Rundfunkaufnahmen im BR entstanden Mitte der 80er-Jahre. Markus' eigene Gruppen sind u.a. die Inntal Schrammeln, das Münchner Nostalgie Ensemble und die Münchner Schrammeln. 

Neben der Pflege und Weiterentwicklung der Münchner und Wiener Musik beschäftigt er sich seit Ende der 90er-Jahre als Komponist und Arrangeur auch mit internationalen Musikrichtungen.

Freitag, 11. Mai:

Bei Blasmusikfreunden in Bayern ist die österreichische Ausnahmeformation „Da Blechhauf’n“ bestens bekannt. Die sieben Bläser aus dem Burgenland, aus der Steiermark und aus Kärnten konzertieren mit ihren ausgefallenen Arrangements und mit ihrer großen Virtuosität regelmäßig in Stadthallen in Bayern.

Die Musikanten erzählten bei Andreas Estner über ihr Musikkabarett und ihre Wurzeln in Volksmusik und Blasmusik.

Freitag, 18. Mai:

Es ist der unverwechselbare Klang von Geige, Klarinette und Fagott, der vor dreißig Jahren aufhorchen ließ. Mit seiner „Spielmusik“ hat Karl Edelmann als junger Musikant innerhalb der bayerisch-alpenländischen Musiziertradition eine neue Klangfarbe erschaffen und einen eigenen Stil geprägt. In hunderten Arrangements haben die Musikanten dabei den anspruchsvollen Weg zwischen Volksmusik und Wiener Klassik meisterhaft beschritten und ein großes Repertoire an festlicher Musik erschaffen. Zum 30. Geburtstag der Spielmusik ist Karl Edelmann mit seinen Musikanten zu Gast bei Andreas Estner.

Freitag, 25. Mai:

“A weisigs Tanzl”, so ist der Titel ihrer neuen CD und er ist Programm für die Göllwurz’n Musi  aus Golling im Salzburger Land. Die acht Musikanten sind nämlich sowohl für ihre innig zelebrierten Jodler als auch für ihren rassigen Tanzmusi-Schwung bekannt. Ein besonderes Markenzeichen der Göllwurz’n Musi sind die Stückl und Weisen aus der Feder von Günther Gruber, die auch in Bayern längst von Tanzlmusiken und Weisenbläsern musiziert werden. Am 25. Mai kommt die Göllwurz’n Musi zusammen mit Günther Gruber ins Studio von BR Heimat zu Andreas Estner.

Freitag, 1. Juni:

Zu Gast bei Ulrike Zöller sind Marie-Josefin Melchior und Johann Zeller: Musikalisch und im Leben ein Paar, allerdings mit ganz eigenen Lebenswegen. Mit der Volksmusik sind sie beide aufgewachsen: Johann Zeller in Obergünzburg im Allgäu, Marie-Josefin in Breitbrunn am Ammersee, wo sie als Finni Meindl in ihrer Familiengruppe aus der Bäckerei Meindl musizierte. Angeregt durch das lebhafte Geigenspiel von Rudi Pietsch absolvierte sie ein Geigen- und Tonmeister-Studium in Wien. Inzwischen ist sie eine gefragte Tonmeisterin für Kammermusik, bei Orchestern und auch bei Volksmusikgruppen. Aktiv ist sie als Dirigentin des Germeringer Kammerorchesters, sie spielt Wiener Musik in der Bassena-Partie – und tritt zusammen mit Johann Zeller im Duo Klangzeit auf. Johann wiederum  ist nicht nur gefragter Akkordeonist, sondern auch engagierter Musiklehrer, der eigene Schulen und Noten für Akkordeon schreibt. Als studierter Musiker und Musikant interessierte er sich schon früh für andere Kulturen und vielerlei Musikarten.

Freitag, 8. Juni:

Die Salzburger Saitenbläser bestehen nun schon seit 17 Jahren. Bei allen Mitgliedern ist bereits in jungen Jahren die Begeisterung für die Volksmusik entflammt, alle musizieren auf höchstem Niveau, haben ein abgeschlossenes Studium und geben ihr Können nicht nur auf Seminaren weiter.

Von der Weintaufe bis zum Radiofrühschoppen, vom „Klingenden Österreich“ bis zum Kathreintanz – stets war die Leidenschaft zur Volksmusik die gemeinsame Basis. Maßgeblich verantwortlich für die Unverwechselbarkeit der Gruppe sind die Eigenkompositionen aus der Feder des ehemaligen Ensemblemitglieds Andreas Eßl, auf dessen Repertoire die Gruppe weiterhin zugreifen darf.

Moderator Andreas Estner freut sich auf interessante Gespräche mit den vier Österreichern und ihrer bayerischen Mitmusikantin Katrin Auer aus Hammerau.

Freitag, 15. Juni:

Zu diesem SERVUS-Spezial war Evi Strehl mit dem Aufnahmegerät im Passauer Hinterland unterwegs und hat Dieter und Cornelia Schaborak in Waldkirchen besucht. Dieter Schaborak ist staatlich anerkannter Musiklehrer. Er betätigt sich als Musikpädagoge, Komponist und vor allem auch als Griffschriftnotist für die Steirische Harmonika.

Im Jahr 1983 hörte er das erste Mal eine diatonische Harmonika musizieren, am nächsten Tag hatte er ein Instrument und dieses ist seit daher zu seinem musikalischen und beruflichen Mittelpunkt geworden.

Er ist der geistige Vater der "Großen HARMONIKA" mit 50 Diskant- und 21 Basstasten, deren Tastaturbelegung er bereits 1991 als das inzwischen allseits bekannte System Schaborak - tonal und akkordisch - fertiggestellt hatte.

Auch Dieters Frau Cornelia ist eine Musiklehrerin und leitet den gleichnamigen Musikverlag. Das Ehepaar ergänzt sich also beruflich und privat aufs Beste und hat Evi Strehl viel erzählt über das Kennenlernen und ihre fortan gemeinsame Arbeit in der Volksmusik.

Freitag, 22. Juni:

Über die Zitherlegende Georg Freundorfer unterhält sich Evi Strehl mit Petra Hamberger, Diplom Zitherlehrerin aus Höhenkirchen im Landkreis München.

Georg Freundorfer (* 23. Juli 1881 in München; † 18. Dezember 1940 in Berlin) war ein deutscher Zitherspieler und Komponist. Er erlernte zunächst den Beruf des Bierbrauers im Münchner Westend. Seine musikalische Laufbahn begann er bereits als Jugendlicher mit Auftritten als Zithersolist. Erste Erfolge feierte Freundorfer zusammen mit dem Pianisten Bernhard Derksen, mit dem er zunächst als Duo, später mit einem kompletten Salonorchester auftrat. 1912 zog er nach Berlin und wurde hier mit Kompositionen wie "Der Weg zum Herzen" und "An der schönen grünen Isar" sowie zahlreichen Radiokonzerten zu einem der beliebtesten Unterhaltungskünstler der 1920er- und 1930er-Jahre. Georg Freundorfer widmete dem Obersalzberg während der Zeit des Nationalsozialismus den Marsch "Gruß an Obersalzberg". Heute ist der Marsch unter dem Titel "Gruß an Oberbayern" bekannt. (Wdh. vom 4.12.2011)

Freitag, 29. Juni:

Am Gedenktag "Peter und Paul" erzählt Evi Strehl (von 15 bis 16 Uhr) in einem SERVUS-Spezial von einem Musiklehrer aus Königstein/Opf., Paul Schertl, genannt "der Schertl Paule"

Edelsfeld ist ein Fußballerdorf – so hieß es allerorten, Musik und Gesang wurden eher in den umliegenden Dörfern gepflegt. Etwas geändert hat sich das ab 1967, als der Königsteiner Bergmann und leidenschaftliche Musikant Paul Schertl, ein- bis zweimal pro Woche in den Nachbarort fuhr,  um der Jugend von Edelsfeld und umliegender Dörfer das Musizieren beizubringen. 50 Jahre später haben sich jetzt Schertls MusikschülerInnen in ihrem Übungsraum im Gasthaus Heldrich getroffen, um mit einem Musikabend an ihren Wegbereiter und musikalischen Ausbilder zu denken, der dafür gesorgt hat, dass in Edelsfeld plötzlich "die Musik" spielte.

Freitag, 6. Juli:

Ein Servus-Spezial zum Thema "Sagen" gibt’s es heute (von 15 bis 16 Uhr) mit Evi Strehl, der zweite Teil folgt am kommenden Freitag zur gleichen Zeit.

Eine Sage ist, dem Märchen und der Legende ähnlich, eine kurze Erzählung von besonderen und fantastischen Ereignissen. Sie wird mit einer realen Begebenheit sowie Personen- und Ortsangaben verbunden. So meint der Hörer, dass dies eine wahre Geschichte sei. Die ursprünglichen Verfasser sind in der Regel unbekannt, im Gegensatz zu den Sammlern und Herausgebern, welche die schriftlich fixierten Fassungen oft inhaltlich und sprachlich bearbeitet und literarisch geformt haben.

In Sulzbach-Rosenberg/Opf. hat der ehemalige Oberlehrer und Heimatpfleger Fritz Metz 1965 ein kleines rotes Büchlein herausgegeben, das beim Verlag Knauf in Weiden erschienen ist.

"Oberpfälzer Sagen: Sulzbach-Rosenberg, Stadt und Land." Viele Lehrer haben es früher in der Grundschule ihren Schülern vorgelesen und bis vor einigen Jahren war es auch noch im Handel erhältlich.

Freitag, 13. Juli:

Zweiter Teil von SERVUS-Spezial (15 bis 16 Uhr) zum Thema "Sagen". Moderation: Evi Strehl, weitere Erzähler: Elfriede Winter, Irmgard Gebhard und Edi Bär.

Freitag, 20. Juli:

Märchenerzählung ist eine hohe Kunst – und Erika Eichenseer aus Regensburg beherrscht sie wie kaum eine zweite. Wohl niemand kennt den Nachlass von Franz-Xaver von Schönwerth so genau wie die Vizepräsidentin der Schönwerth-Gesellschaft. Im heutigen Servus-Spezial (15 von 16 Uhr) erzählt Evi Strehl, wie die Schönwerth-Märchen in einem Archiv entdeckt wurden und welches Aufsehen diese Sammlung weltweit erregt. Im Dr. Peter Morsbach-Verlag ist das Märchenbuch: Prinz Roßzwiefel und im Volk-Verlag die Schönwerth-Märchen CD "Das fliegende Kästchen" erschienen. Daraus erzählt Erika Eichenseer "Die Zaubergeige", "Prinz Roßzwiefel" und "Das fliegende Kästchen". Musiker und Klangkünstler Tom Dürr fängt die besondere Atmosphäre der alten Märchen musikalisch ein.

Freitag, 27. Juli:

In einem Servus-Spezial geht’s heute von 15 bis 16 Uhr um eine besondere CD: „Bairische Volksmusik aus der Zeit von Franz Schubert“ – Lieder, Tänze und Jodler aus der Sammlung des Anton Ritter von Spaun, Wien 1845. Ausgewählt und eingerichtet hat sie Karl Graml, herausgegeben der Bayerischen Landesverein für Heimatpflege im Jahr 1997. Diese frühe Dokumentation des volksmusikalischen Lebens war bahnbrechend, da Spaun als erster auch die Gewährsleute und den historischen Hintergrund der Lieder festhielt .

Seit kurzem sind diese wunderbaren Melodien auch auf BR Heimat zu hören – und heut auf SERVUS eine besondere Auswahl davon. Dazu die Geschichte des österreichischen Adligen, der von 1790 bis 1849 gelebt hat  und der die Volksmusik so sehr liebte. Moderation: Evi Strehl

Bilder

Göllwurzn Musi | Bild: BR/Johanna Schlüter zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]

Zum Anhören

Andreas Estner | Bild: Andreas Estner zum Audio Servus! Musik und Gäste Akkordeonspieler Markus Singer

Markus Singer bekam sein erstes Akkordeon bereits im Alter von 7 Jahren. Mit 12 Jahren spielte er regelmäßig im Trio mit seinem Vater Franz und Peter Anderl in Raubling. Dort lernte er auch den virtuosen Akkordeonisten Hans Völkl kennen, der ihn fortan musikalisch förderte. Er ist bei Andreas Estner zu Gast. [mehr]


Evi Güdel-Tanner, Reto Güdel und Evi Strehl | Bild: BR/Markus Konvalin zum Audio Servus! Musik und Gäste Reto und Evi Güdel-Tanner von der Husisteinmusi

Evi Güdel-Tanner und ihr Mann Reto von der Husistein-Musi aus der Schweiz stellen ihre CD "Pächtönelis Erbe - Wiederentdeckte Tänze der Husistein-Musik" vor. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten viele Innerschweizer wegen des verlorenen Sonderbundskrieges ein zusätzliches Einkommen suchen. [mehr]


ernhard Lederer, Hubert Zellner und Evi Strehl | Bild: BR/Markus Konvalin zum Audio Servus! Musik und Gäste Bernhard Lederer und Hubert Zellner vom Niederhamer Saitenklang

Hubert Zellner aus Arget und Bernhard Lederer aus Sauerlach spielen seit einigen Jahren gemeinsam im Niederhamer Saitenklang. Hubert ist der Volksmusikpfleger des Landkreises München. Bernhard ist Volksmusikwart des Oberlandler Gauverbandes und spielt Akkordeon in der Gspusi-Musi. [mehr]