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Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Aktueller Hinweis (27.5.2020)

Liebe Hörerinnen und Hörer von „Servus! Musik und Gäste“,

SERVUS-Studiogäste können wir im Juni aus bekannten Gründen leider noch nicht persönlich einladen. Statt dessen gibt’s zwei Servus-Spezialsendungen zum Thema Volkstanz, ein bereits vorher aufgezeichnetes Interview mit einem verdienten Volksmusikpfleger und ein Telefonat mit einem Instrumentenbauer. Ausgewählte Sendungen sind als Podcast verfügbar.

Herzliche Griass!

Evi Strehl
Redakteurin

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern alle zwei Monate unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Freitag, 29.05.2020

15 bis16 Uhr: Paul Ernst Rattelmüller: Marienmonat Mai (Erstsendung 29.05.1994)

16 bis 17 Uhr: Sänger und Musikantentreffen in Waakirchen, Sprecher ist Bertl Hinterholzer (Erstsendung 21.05.1994)

Freitag, 5. Juni:

Ein engagierter Volkstänzer wagte den Vorstoß, und schon wird es konkret: Evi Strehl moderiert zwar ohne Livegast, hat jedoch per Mail unglaublich viele Musikwünsche zum Thema Volkstanz aus ganz Bayern erhalten, die in diesen Servusstunden erfüllt werden. Denn nicht nur Musikanten und Sänger sondern auch die Volkstänzer sind betroffen von den aktuellen Kontakt-Einschränkungen, und sie freuen sich sehr, sich jetzt daheim im Wohnzimmer zu den angebotenen Volkstänzen bewegen zu können. Das Angebot an die Tänzer lautete: „Wer will, kann mir bis 3 Tage vorher einen Volkstanzwunsch schicken, gerne mit Tanzbeschreibung und evtl. auch mit Nennung der Wunschgruppe. Vielleicht gibts auch eine kleine Geschichte dazu. Neben Figurentänzen sollen natürlich gern auch Rundtänze dabei sein oder Lieder“. Und weil die vielen Wünsche in 2 Stunden nicht unterzubringen sind, gibt’s am Freitag, 19. Juni, eine Fortsetzung.

Freitag, 12. Juni:   

Telefonischer Gast bei Andreas Estner ist der Künstler, Musikant, Texter, Ziachbauer und Komponist Siegfried Haglmo vom Einödhof Hagl bei Marklkofen im niederbayerischen Vilstal. Vom Vater in der Stubn erlernte er nicht nur das Spiel auf der diatonischen Ziehharmonika, sondern auch die Kunst der Musik und den Umgang mit Musik aus eigener Tradition.

Die Weiterbildung bei Harmonikalehrern mit unterschiedlich regionalen Bezügen zur Musiktradition erweiterten sein Können und beeinflussen heute seine Musik. Musikalisch unterwegs war und ist er in verschiedenen Formationen und Gruppierungen wie z.B. die Miserabligen Hundsbuam, Edelschwarz oder Zabine. Zuletzt ist in Zusammenarbeit mit Monika Drasch viel volksmusikalisches Material aus Archiven wieder lebendig gemacht und damit vergessene Facetten dem Spektrum der Volksmusik wieder eröffnet worden. Der Spaß an aktiver Tradition belebt Siegfried Haglmo genauso wie die Lust auf Neues.

Als Ziachbauer orientierte er sich an einer gesuchten Harmonikamarke, einer Roßhuber-Ziach. Diese Harmonika hat er entkernt und mit wesentlich verbesserten mechanischen Merkmalen ausgestattet. Die Technik der neuen Haglmo-Harmonika beinhaltet mittlerweile absolut neue und revolutionäre Innovationen.  

Freitag, 19. Juni:       

siehe 5. Juni – Fortsetzung der Volkstanzwünsche

Freitag, 26. Juni:       

Noch vor den derzeitigen Einschränkungen war Evi Strehl mit dem BR-Mikrofon zu Gast beim ehemaligen Volksmusikpfleger des Landkreises Straubing-Bogen und der kreisfreien Stadt Straubing, Xaver Schötz aus Haselbach, der im Mai seinen 87. Geburtstag feiern konnte. Schon als 17jähriger Bursch wurde er durch das Böhmerwaldsingen in Waldmünchen inspiriert, wo er auch den Kiem Pauli kennenlernte. Auch mit dem oberpfälzischen Volksmusikpfleger Otto Peisl gab es viele Berührungspunkte über die Bezirksgrenzen hinweg, immer wieder war Xaver Schötz mit seiner Frau Maria und Sohn Franz als Haselbacher Dreigesang (Viergesang) bei Veranstaltungen in Niederbayern und der Oberpfalz zu Gast. Etliche BR-Archivaufnahmen sind von 1967 bis 1985 entstanden, als Volksmusikpfleger sammelte Xaver Schötz alte Handschriften für sein umfangreiches Notenarchiv, er förderte das Interesse junger Menschen an der Volksmusik, und im Endeffekt setzt Sohn Franz jetzt dieses Erbe fort: als Volksmusikberater für Niederbayern und die Oberpfalz beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege.

Bilder

Zitherspielerin Gertrud Huber bei Evi Strehl | Bild: BR zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]

Zum Anhören

Zitherspielerin Gertrud Huber bei Evi Strehl | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Zithervirtuosin Gertrud Huber

Ihre erste Zither kaufte ihr Vater 3 Monate nach ihrer Geburt einem Stammtischkameraden ab - später erlernte Gertrud Huber nicht nur das Zitherspiel, sondern auch noch Harfe und Klarinette. In der alpenländischen Volksmusik ist sie ebenso zuhause wie auf Konzertbühnen mit verschiedenen Ensembles. [mehr]


Evi Strehl bei Paul Pongratz, Stamesrieder Sänger | Bild: BR/Evi Strehl zum Audio S Servus! Musik und Gäste

Paul Pongratz ist das letzte noch lebende Mitglied der "Stamsrieder Sänger", einer legendären Oberpfälzer Gesangsgruppe und war auch ihr Zitherbegleiter. Evi Strehl hat ihn kurz vor seinem 80. Geburtstag daheim besucht. Die Stamsrieder Sänger waren eine der ersten Männersinggruppen in der Oberpfalz, ihr Gründer war Hobbymusiker Ludwig Gottmann. Als Vorsitzender des neu gegründeten Fremdenverkehrsvereins Stamsried im Jahr 1958 wollte er den Feriengästen bodenständiges Liedgut bieten. [mehr]


Moderatorin Evi Strehl (links) Zither-Manä (rechts). | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste 40 Jahre "Zither-Manä"

Angefangen hat alles am 06. Januar 1980 im Leitzachtal in der Nähe von Miesbach. Nach einem Liveauftritt mit einem Volksmusikprogramm kam es zu einer Session mit Rockmusikern. Die Zither wurde erstmals mit großem Erfolg durch Rockmusik "missbraucht". Seit vielen Jahren spielt der Manä, alias Manfred Zick, alles, was ihm gefällt - und das ist halt nicht nur bayerisches Liedgut. [mehr]