Bayern 2

     

Solidarisch oder polarisiert Wie erleben Sie unsere Gesellschaft?

Pandemie, Krieg und Krise – die Herausforderungen der Gegenwart sind groß. Können wir daran wachsen? Oder entfremden wir uns eher voneinander? Wie nehmen Sie die gesellschaftliche Entwicklung wahr?

Published at: 18-4-2024

Die Kriege in Israel oder der Ukraine, die Coronapandemie, die Wirtschaftsflaute oder der Klimawandel. Die gegenwärtigen Zeitumstände sind beunruhigend und für viele ist die tägliche Nachrichtensendung schon so etwas wie eine Zumutung geworden. Wie geht ein gesellschaftliche ‚Wir‘ damit um? Darüber hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Gedanken gemacht und einen Essay dazu verfasst: Es heißt "Wir", greift aktuelle Debatten und gesellschaftliche Ängste auf und fragt: Wer sind wir und wer könnten wir sein?

Ist die Gesellschaft wirklich gespalten?

Auch wenn der Bundespräsident in seinem Essay die Formulierung bewusst vermeidet, so nehmen doch immer mehr Menschen das Land als gespalten wahr. Alles schwarz-weiss? Kaum Grautöne? Der Politikwissenschaftler Hans Vorländer legt hierzu eine Studie des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) vor, in der er Konfliktpotentiale erforscht hat: Bei der Frage nach der Spaltung beziehungsweise der Polarisierung in der Gesellschaft käme es auf die Affekte an. In Deutschland und Europa sei zu beobachten: Bei vielen Themen, vor allem bei "Klimawandel" und "Migration" erhitzen sich die Gemüter und die politischen Lager würde in heftigen Auseinandersetzungen aneinandergeraten. Und das kann der Demokratie tatsächlich gefährlich werden.

Wie erleben Sie die Gesellschaft?

Können Sie in Ihrem Umfeld trotz Meinungsverschiedenheiten noch gut miteinander reden? Wo erleben Sie in Ihrem Alltag verhärtete Grundhaltungen oder aggressive Stimmungen? Was bedeutet Ihnen das gesellschaftliche ‚wir‘? Wo haben Sie zuletzt Solidarität erfahren? Wo steht das ‚wir‘ zusammen? Reden wir uns unser Land manchmal schlechter als es ist?

Zu Gast bei Moderatorin Eva Kötting war Prof. Hans Vorländer. Er ist Politikwissenschaftler und Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung sowie Direktor des Mercator Forum Migration und Demokratie.

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