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Grundbegriffe der Psychoanalyse Glossar

Stand: 25.07.2019 | Archiv

PersonenWerdegang
Adler, Alfred
(1870-1937)
Österreichischer Psychotherapeut und Begründer der Individualpsycholgie (als Schule der Tiefenpsychologie); als Schüler von Freud, mit dem er später brach, und Mitschüler von C. G. Jung steht er in der öffentlichen Wahrnehmung etwas im Schatten dieser beiden.
Freud, Anna
(1895-1982)
Österreichische, nach der Emigration britische Psychoanalytikerin, jüngste Tochter und zunächst Assistentin von Sigmund Freud; später auch eigene Verdienste in der Pädagogik und (Kinder-)Psychologie.
Freud, Sigmund
(1856-1939)
Der österreichische Psychologe ging mit der vom ihm entwickelten Psychoanalyse neue Wege, die Einblicke in die Struktur und Entwicklung der menschlichen Psyche sowie in die Funktion gesellschaftlicher Tabus ermöglichten; seine Begrifflichkeiten durchsetzen nachhaltig bis heute das Alltagsdenken.
BegriffeErklärung
InstanzenStrukturen (Funktionsebenen) der Psyche; können bewusst oder unbewusst sein.
Libido(von lat. Libido = Begierde, Wollust) Aus dem Sexualtrieb (ausweitbar auf Lebenserhaltungstrieb) gespeiste psych. Energie.
KompensationAusgleichsstrategie eines eventuell nur eingebildeten Mangels.
NarzissmusIm psychopathologischen Sinn einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung: unrealistisch übersteigertes Selbstbild, das mit verminderter Empathie einhergeht; benannt nach Narziss/Narkissos, einem sehr eitlen jungen Mann der griechischen Mythologie.
NeurosePsychische Störung, laut Freud aufgrund eines inneren Konflikts zwischen den Instanzen der Seele, heute oft durch andere Begriffe ersetzt (z. B. "Störung").
PhallusErigierter Penis, meist in seinem symbolhaften Auftreten so bezeichnet.
Sublimierung/Sublimation(von lat. sublimis = hoch in der Luft, schwebend) Befriedigung niederer (z. B. sexueller) Bedürfnisse durch Ersatzhandlungen, die von der Gesellschaft als "höher" geschätzt werden.
TriebNach Freud ein angeborenes Grundbedürfnis, heute eher als "Motivation" beschrieben.

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