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Schlummernde Katastrophe

Von: Carola Zinner

Stand: 09.02.2018 | Archiv

Erdkunde / Natur und TechnikGy

Wie entstehen Vulkane, wie gefährlich sind sie und wie werden sie wissenschaftlich erforscht? Durch die gefährliche Arbeit der Vulkanologen könnten Explosionen wie die auf der indonesischen Insel Krakatau im Jahr 1883 heute besser abgeschätzt werden.

Vulkane sind majestätisch, faszinierend und geheimnisvoll. Sie zeigen den Menschen welch gewaltige Kräfte in unserem Erdinnern brodeln. Wenn diese Kräfte frei werden, kann es an vielen Orten dieser Welt zu großen Naturkatastrophen kommen. Niemand kann genau vorhersagen, ob ein Vulkan wieder ausbricht und wann. Selbst die renommiertesten Vulkanologen sind vorsichtig mit solchen Prognosen, denn Vulkane haben ihren ureigenen Rhythmus und eine Geschichte, die teils über hunderttausende von Jahren reicht. Die Vulkanismusforschung ist dagegen noch jung und erforscht die geheimnisvollen Riesen erst seit einigen Jahrzehnten. Trotzdem: Ob der Ätna auf Sizilien oder die Kanarischen Inseln - überall locken Vulkangebiete Millionen von Touristen an. Denn fast jeder, der in die Nähe eines Vulkans kommt, spürt die Spannung, den Nervenkitzel und hat leise Zweifel. Ist dieser Berg wirklich für immer erloschen? Oder tickt hier eine Zeitbombe? Woran erkennen wir explosive, gefährliche Vulkane? Und warum können wir auf manchen Vulkanen herumspazieren, ohne größere Explosionen zu befürchten? Und last but not least: Gibt es solch "schlummernde Katastrophen" auch in Deutschland?


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