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Das Ende des Prager Frühlings

Von: Ulrich Chaussy

Stand: 22.04.2020 | Archiv

GeschichteHS, RS, Gy

Panzer rollen durch die Straßen von Prag. Die Staaten des Warschauer Pakts richten ihre Waffen gegen die CSSR, die grundlegende politische und wirtschaftliche Reformen ins Werk setzen will. Die "Brudervölker" wittern eine Konterrevolution.

Der "Prager Frühling" machte es möglich, so schien es zunächst: einen anderen, einen menschlichen Sozialismus. In der Tschechoslowakei der 60er Jahre sind Reformen geplant, die grundlegende Freiheiten im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben garantieren sollen. Doch die Staaten des Warschauer Pakts wittern Konterrevolution und entschließen sich zur Militärintervention. Am 21. August 1968 rollen Panzer durch Prag. Der gewaltlose Widerstand der Bevölkerung hat keine Chance. Der "Prager Frühling", das war der erste und vielleicht letzte Versuch, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" ins Werk zu setzen. Ein Versuch, der der Geschichte des Ostblocks und der Geschichte Europas eine andere Wendung hätte geben können. Ein Versuch, der auf der ganzen Linie scheiterte.


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