Bayern 2 - radioWissen


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Download-Service Einsatz im Unterricht

Stand: 16.02.2016 | Archiv

Vorarbeit

Lernziele: Was macht Harry Potter" und die "Star Wars-Saga", "Game of Thrones", "Herr der Ringe" oder "Spider Man" so erfolgreich. Warum sind diese oft als Fantasy- und Abenteuermassenware, als Märchen für Erwachsene und seichte Kinderkost verschrienen Geschichten so spannend? Wo liegt der Reiz, was bringt den Kick, worin besteht das Erfolgsgeheimnis? Der Radiobeitrag untersucht das Konzept und die wesentlichen Strukturelemente hauptsächlich am Beispiel der Star Wars-Saga und der Harry Potter-Reihe. Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen die Heldenreise als universales, überzeitliches Erzählmuster kennen, das seine Wirksamkeit aus archetypischen Erlebnissen, Bilder und Figuren zieht;
  • werden mit dem Begriff der Heldenreise und ihren wesentlichen Stationen vertraut;
  • lernen die Hauptfiguren und ihren Beitrag zur Handlungsentwicklung kennen;
  • erfahren, warum das Schema so erfolgreich ist und wo es angewendet wird;
  • erhalten Einblick in die Mechanismen der Filmdramaturgie;
  • werden befähigt, das Grundmuster auf die Analyse weitere Filme und Texte zu übertragen;
  • begreifen, weshalb das Erzählkonzept entscheidende Prozesse ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung spiegelt;
  • verstehen, warum die Heldenreise einer Zirkelstruktur haben muss, um den Prozess der Persönlichkeitsreifung abzubilden;
  • werden angeregt, über die Bedeutung, die Vorzüge und Gefahren von Vorbildern nachzudenken.

Die Sendung im Unterricht

Hinführung zum Thema: Als Einstieg in die Stunde kann die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler bitten, über eigene Film- und Leseerfahrungen mit Blockbustern wie "Star Wars" oder "Harry Potter" zu berichten. Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, den Reiz dieser Geschichten herauszuarbeiten: "Warum ist das so toll, so fesselnd, so spannend? Warum kann man gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen, warum kann man die Filme immer und immer wieder genießen?" Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihre Ansichten vorgebracht haben, kann die Lehrkraft fragen, ob es möglicherweise ein Erfolgsrezept gibt, dem all diese Geschichten folgen: "Was das für eine Zauberformel ist, verrät uns eine Radiosendung."

Hören

Nachdem die Neugier geweckt ist, hören die Schülerinnen und Schüler die Sendung ganz oder abschnittsweise. Alternativ können auch nur die Audio-Ausschnitte zugespielt werden.

Nacharbeit

Nachbearbeitung: Die Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge dienen der Festigung des im Radiobeitrag vermittelten Wissens. Sie können entweder in Einzelarbeit, von Arbeitsgruppen oder im Klassenverband beantwortet oder als Hausaufgabe aufgetragen werden. Als Hilfsmittel stehen ein Glossar und das Sendemanuskript zur Verfügung. Die Ergebnisse werden im Plenum ergänzt und korrigiert. Die Sendungsausschnitte können zur Motivation und thematischen Strukturierung des Unterrichtsgesprächs oder als Unterstützung für das Ausfüllen der Arbeitsblätter eingesetzt werden.
Arbeitsblatt 1: "Die Heldenreise: Der todsichere Plot für spannendes Erzählen." Auf dem Arbeitsblatt fixieren die Schülerinnen und Schüler das Grundmuster der Heldenreise und halten die zwölf Stationen in einem ersten Überblick fest. Hilfestellungen bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bieten Audio-Ausschnitt 1: "Eine Art Zauberformel für spannendes Erzählen" und Audio-Ausschnitt 2: "Die zwölf Stationen der Heldenreise".
Arbeitsblatt 2: "Das Alltagseinerlei und der Ruf des Abenteuers: Die Heldenreise-Stationen 1 bis 3". Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den ersten drei Stationen der Heldenreise vom Ausgangspunkt der als mangelhaft erlebten "gewohnten Welt" bis zur Verweigerung des Aufbruchs ins Abenteuer auseinander.
Arbeitsblatt 3: "Hinter der Schwelle: Der Aufbruch ins Unbekannte (Stationen 4 bis 6)." Das Arbeitsblatt führt die Figur des Mentors ein, skizziert seine Funktion für die Entwicklung des Geschehens und beschreibt die Phasen bis zum endgültigen Aufbruch ins Abenteuerland.
Arbeitsblatt 4: "Showdown. Läuterung und Auferstehung: Der Schatten stirbt, der Held erstrahlt (Stationen 7 bis 9)". Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der zentralen Phase der Heldenreise auseinander. Sie halten den symbolischen Tod des alten Egos und die Geburt des neuen Helden-Egos als wesentliche Ereignisse fest. Hilfestellungen bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bietet Audio-Ausschnitt 3: "Tod und Wiedergeburt: Die entscheidende Prüfung".
Arbeitsblatt 5: "Der Kreis schließt sich: Die Heimkehr des Helden und der Empfang des Elixiers (Stationen 9 bis 12)". Das Arbeitsblatt behandelt den Abschluss der Heldenreise und thematisiert nochmals den zentralen Aspekt der Wandlung des Protagonisten vom anfänglichen Außenseiter, Schwächling und Zauderer zum strahlenden, selbstbewussten und im Zentrum der Gemeinschaft angekommenen Sieger.
Arbeitsblatt 6: "Vom Toren, der auszog, um als Held zurückzukehren - Die zwölf Stationen der Heldenfahrt". Das Arbeitsblatt fast abschließend alle zwölf Stationen nochmals in einem Überblicksschema zusammen. Hilfestellungen bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bieten Audio-Ausschnitt 1: "Eine Art Zauberformel für spannendes Erzählen" und Audio-Ausschnitt 2: "Die zwölf Stationen der Heldenreise".

Lehrplanbezug

Lehrplan für die bayerische Mittelschule
7. Jahrgangsstufe

Deutsch, 7.2.3 Zugang zu literarischen Texten finden: ausgewählte Beispiele literarischer Texte, auch aus anderen Sprachen und Kulturen, kennen lernen; Verhalten, Handlungen und Charaktereigenschaften herausstellen, vergleichen und werten. 7.2.4 Jugendbücher kennen lernen, lesen und vorstellen; gemeinsam mindestens ein Kinder- oder Jugendbuch als Klassenlektüre lesen; den Inhalt des ausgewählten Buches erschließen, z. B. Personen und Handlung erkennen, werten
Ethik, 7.1 Sich selbst entdecken. 7.1.1 Der Einzelne vor dem eigenen Urteil: Eigene Stärken und Schwächen, z. B. Leistungsfähigkeit, emotionale und soziale Kompetenz, Empfindlichkeiten, Aggressivität; Eigenschaften, die bei der Bewältigung des Alltags helfen: verborgene Kräfte entdecken, Mut und Hoffnung durch Zuspruch und Stärkung von außen gewinnen, z. B. durch Familie, Freunde
Evangelische Religionslehre, 7.1 So möchte ich sein - Leitbilder für das Leben. 7.1.1 So möchte ich sein: Wozu brauchen Menschen Vorbilder?; welche Wünsche, Träume und Vorbilder sind mir wichtig?; Was gefällt mir an meinen Vorbildern?. 7.1.2 Wie Leitbilder mich beeinflussen können: unterschiedliche Auswirkungen von Leitbildern an konkreten Beispielen erkennen: z. B. angespornt und motiviert werden; aber auch Aufgehen in Traumwelten.
Katholische Religionslehre, 7.5 Wer bin ich, wie will ich werden? ­ Auf der Suche nach sich selbst. 7.5.1 Menschen, die mir gefallen ­ meine Lebenswünsche und -ideale; meine Leitfiguren und Leitbilder (z. B. idealisieren, sich abgrenzen); beeindruckende Persönlichkeiten; wie ich sein und werden möchte. 7.5.2 Wir sind mitten in einer Entwicklung ­ Kein Mensch ist vollkommen: nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen; Frau und Mann werden: Pubertät als wichtiger personaler Reifungsprozess (z. B. Jugendliteratur D 7.2.4). 7.5.3 Wer unterstützt mich, wer hält zu mir? ­ Den eigenen Lebensweg suchen; was mich voranbringt (z. B. Freunde, Vorbilder
Kunst, 7.2 Darstellen, Verändern, Übertreiben: Typen und Charaktere: Rollen und Erscheinungsbilder; Helden und ihre Widersacher; Helden, Typen und Stars aus Sage und Märchen, der Film- und Popszene, dargestellt auf Fotos, in Illustrationen, Karikaturen, in der Werbung und in der Kunst
8. Jahrgangsstufe
Deutsch, 8.1.1 Miteinander sprechen und Alltagssituationen bewältigen: Bekannte Formen des Erzählens vertiefen, neue kennen lernen und erproben. 8.2 Lesen und Mediengebrauch. 8.2.3 Zugang zu literarischen Texten finden; Texte in unterschiedlichen medialen Umsetzungen erleben und erlebbar machen; Handlungen und Handlungsmotive, Charaktereigenschaften und menschliche Grundsituationen, z. B. Glück, Freundschaft, Einsamkeit erkennen, belegen, werten und auf unterschiedliche Arten darstellen; textsortentypische sprachliche Mittel untersuchen und ihre Wirkung erfahren. 8.2.4 Jugendbücher kennen lernen, lesen und vorstellen
Ethik, 8.1 Im Leben einen Sinn erkennen ­ dem Leben Sinn geben. 8.1.1 Was Jugendlichen wichtig ist: persönliche Lebensziele, z. B. Glück, befriedigende Arbeit, materielle Sicherheit, Außerordentliches erleben. 8.2 Das Leben in die eigenen Hände nehmen.8.2.1 Bedingungen bei der eigenen Lebensplanung: Wunschvorstellungen vom eigenen Lebensweg, z. B. Erfolg, Reichtum, Traum vom Glück; persönliche Voraussetzungen, z. B. Fähigkeiten und Fertigkeiten, Charakter, Familie, Wohnort, Schulabschluss, Bildung; Versuch, die eigenen Vorstellungen mit den gegebenen Chancen und Grenzen abzugleichen; was ist denkbar, machbar - was nicht. 8.3 Leitbilder für mein Leben. 8.3.1 Wovon sich Menschen leiten lassen: was an Leitbildern beeindrucken kann, z. B. Reichtum, Erfolg, Beliebtheit, soziales Engagement, Aussehen; Positives an Leitbildern, z. B. Orientierungshilfe, Ansporn, Motivation; Fragwürdiges an Leitbildern, z. B. unkritische Übernahme, Flucht in Traumwelten; Hinterfragen von Leitbildern; eigene Empfänglichkeit für Manipulation und Medienbeeinflussung. 8.3.2 Worin die Vorbildlichkeit von Leitbildern bestehen kann: zielstrebiges, fantasievolles, entschiedenes, umsichtiges, moralisch integres Handeln dieser Personen, auch gegen Widerstände
Evangelische Religionslehre, 8.2 Suche nach Sinn - Sehnsucht nach Leben: 8.2.1 Was Jugendlichen wichtig ist: Über Lebensstile nachdenken: z. B. Musik, Mode, Sprache, Symbole, Freizeitgestaltung, Abgrenzungen, Beziehungen, Fan-Clubs, Cliquen; Probleme des Heranwachsens: z. B. Unsicherheit "Wer bin ich? Wer will ich sein?"; Enttäuschungen und Zukunftsängste. 8.2.3 "Von guten Mächten wunderbar geborgen" - befreit leben
Katholische Religionslehre, 8.6 Den eigenen Weg suchen ­ was dem Leben Halt und Richtung gibt. 8.6.2 Orientierung finden ­ was Menschen dauerhaft Halt gibt: wovon sich Menschen leiten lassen (z. B. Personen aus Alltag und Öffentlichkeit; Werte und Haltungen wie Freiheit, Verantwortung, Menschenrechte, Tugenden, Religiosität); auf das Gewissen hören ­ was heißt das? (z. B. Erfahrungen mit Gewissensentscheidungen; Erscheinungsformen des Gewissens; Gewissenskonflikte); das christliche Verständnis des Gewissens
Kunst, 8.6 Vor und hinter der Videokamera: Szenen wie im Film: Entwurf kurzer Spielhandlungen ("Drehbuch") für eine Filmsequenz
9. Jahrgangsstufe
Deutsch, 9.1.1 Miteinander sprechen und Alltagssituationen bewältigen: Formen des Erzählens wiederholen und vertiefen. 9.2 Lesen und Mediengebrauch. 9.2.3 Zugang zu literarischen Texten finden; ausgewählte Beispiele literarischer Texte, auch aus anderen Sprachen und Kulturen, kennen lernen; Texte in unterschiedlichen medialen Umsetzungen erleben und erlebbar machen; Handlungen und Handlungsmotive, Charaktereigenschaften und menschliche Grundsituationen, z. B. Heimat und Heimatlosigkeit, Liebe und Krankheit möglichst selbstständig erkennen, belegen, werten und auf unterschiedliche Arten darstellen
Ethik, 9.1 Autorität und Selbstbestimmung. 9.1.1 Autorität im persönlichen Umfeld: Personen, die für mich eine Autorität sind; was macht die Person zur Autorität?; Autoritäten unterstützen in Entscheidungssituationen, setzen aber auch Grenzen. 9.1.2 Autorität und Verantwortung: Wer darf Autorität beanspruchen? Sach-, Amts-, persönliche Autorität; Autorität kann verloren gehen, z. B. durch Entscheidungsschwäche, Willkür, Verantwortungslosigkeit. 9.1.3 Mein Verhältnis zur Autorität: Autorität, die ich anerkenne; Autorität, der ich mich beuge; Autorität, gegen die ich mich auflehne
Katholische Religionslehre, 9.4 An Grenzen stoßen ­ die Hoffnung nicht aufgeben. 9.4.1 Scheinbar grenzenlose Möglichkeiten ­ ein Leben voller Grenzen; Verlierer sind nicht gefragt!? - Menschen erfahren Grenzen und eigene Begrenzungen; wie Menschen mit Grenzen leben

Lehrplan für die bayerische Realschule
7. Jahrgangsstufe

Deutsch, 7.2 Schreiben: Den Inhalt literarischer Texte, evtl. auch von Filmen, zusammenfassen; nach literarischen Vorbildern erzählen, z. B. Märchen, Sage, Fabel. 7.4 Mit Texten und Medien umgehen: Altersgemäße literarische Texte, möglichst auch zum pädagogischen Leitthema, lesen und sich mit ihnen auseinander setzen
Evangelische Religionslehre, 7.4 Ich werde erwachsen: Ich wäre gern wie: Wünsche und Vorbilder; an Grenzen stoßen, Defizite spüren, Pubertätsprobleme, Auseinandersetzung mit den Geschlechtsrollen; individuelle Talente und Begabungen wahrnehmen und entfalten, z. B. Vorstellung der Hobbys und Fähigkeiten; Mut, Vertrauen und Selbstvertrauen für das Leben gewinnen
Katholische Religionslehre, 7.2 Ausdruck einer tieferen Wirklichkeit: Symbole und Sakramente: Klärung des Begriffs "Symbol"; besondere Merkmale und Wirkungen; sie geben zu "denken" und zu "verstehen"
8. Jahrgangsstufe
Deutsch, 8.2 Schreiben: Den Inhalt von literarischen Texten und Sachtexten zusammenfassen. 8.4 Mit Texten und Medien umgehen: Altersgemäße literarische Texte, möglichst auch zum pädagogischen Leitthema, lesen und sich mit ihnen auseinander setzen; Inhalt und wesentliche Merkmale von Texten zunehmend selbstständig erschließen; sich kritisch zu Texten äußern, z. B. zu Inhalt, Sprache, Aufmachung
Ethik 8.1 Erwachsen werden: Bewusstmachen von persönlichen Fähigkeiten, Wünschen, Träumen, Zweifeln und Ängsten als Voraussetzung vernünftiger Selbsteinschätzung; Verantwortlichkeit als Voraussetzung für mehr Freiheit, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit; Menschen, die Ideale verkörpern und als Vorbilder dienen
Katholische Religionslehre, 8.1 Auf dem Weg zu sich selbst und anderen: Die Suche nach dem eigenen Selbst, nach Anerkennung
9. Jahrgangsstufe
Deutsch 9.4 Mit Texten und Medien umgehen: Methoden der Texterschließung kennen und an Sachtexten und literarischen Texten anwenden; Inhalt und wesentliche Merkmale von Texten zunehmend selbstständig erschließen ; sich kritisch zu Texten äußern, z. B. zu Inhalt, Sprache, Aufmachung; dramatische Elemente kennen
Ethik 9.1 Selbstfindung und Autorität: Arten von Autorität und Wertgehalt von Autorität als Wegweisung bei der Entscheidungsfindung; Entlastung beim Treffen von Entscheidungen: Bedeutung des Vertrauensverhältnisses zwischen Autoritäten und Jugendlichen für die Selbstfindung; Selbstfindung, Loslösung und Konflikte; Selbstfindung und Loslösung von Autoritäten als Kern der Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter; Erscheinungsformen der Loslösung und Bewusstmachung im Rollenspiel, in Gruppenarbeit (z. B. Schwierigkeiten, sich eine eigene Meinung bilden, sich einer Clique anschließen, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln); Folgen der Loslösung bedenken (z. B. Unsicherheit, Überreaktion bei Konflikten); Erscheinungsformen von Konflikten mit Autoritäten, wie z. B. Auflehnung und Protestverhalten und deren Ursachen (z. B. Zweifel an der Kompetenz oder Ehrlichkeit von Autoritäten)
Evangelische Religionslehre, 9.4 Meine Lebenswünsche und Ziele: Den eigenen Weg als Frau bzw. Mann suchen
Katholische Religionslehre, 9.3 Sich entscheiden können - Gewissen und Verantwortung: Den Anruf des Gewissens wahrnehmen: Gewissenserlebnisse beschreiben; Arten und Aufgaben des Gewissens
10. Jahrgangsstufe
Deutsch, 10.2 Schreiben: Die Ergebnisse einer Texterschließung zusammenhängend darstellen und sich mit dem Textinhalt auseinander setzen. 10.4 Mit Texten und Medien umgehen: Methoden der Texterschließung an Sachtexten und literarischen Texten sicher anwenden; Inhalt und wesentliche Merkmale von Texten selbstständig erschließen; sich kritisch zu Texten äußern, z. B. zu Inhalt, Sprache, Aufmachung; zeitgenössische Bestseller, auch von ausländischen Autorinnen und Autoren, vorstellen, den literarischen Markt und seine Mechanismen hinterfragen und über Gründe für Erfolge sprechen; die Rolle der Massenmedien untersuchen und hinterfragen; medienspezifische Formen und Gestaltungsmittel an ausgewählten Beispielen untersuchen, vergleichen und bewerten; Einflüsse der Medien auf den Einzelnen und die Gesellschaft erkenne

Lehrplan für das bayerische Gymnasium
7. Jahrgangsstufe

Deutsch, 7.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen: Vertrautwerden mit Stoffen des Mittelalters, auch in jugendgemäßer Bearbeitung: Lesen und Verstehen ausgewählter Texte; Erschließen von epischen Kleinformen und Gedichten in zeit- und altersbezogenen Themenkreisen; auch kürzere dramatische Formen; erweitern der Leseerfahrungen und Erschließungsmöglichkeiten im Umgang mit poetischen Texten: Thema, Motivgestaltung, Aufbau, Figuren, Raum- und Zeitgestaltung; erzählerische, lyrische, dramatische Gestaltungselemente in ihrer Wirkung
Ethik, 7.1 Erwachsen werden: Der veränderte Blick auf sich selbst: Stärken und Schwächen der eigenen Person erkennen; Entwicklung einer eigenen Identität durch selbstverantwortliche Lebensgestaltung
Katholische Religionslehre, 7.1 "Ich bin doch kein Kind mehr!" - Fragen des Jugendalters: Sich in seiner Individualität und Geschlechtlichkeit wahrnehmen: Gespür für charakterliche und körperliche Stärken und Schwächen entwickeln, Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung erkennen. 7.3 Im Sichtbaren wird Unsichtbares gegenwärtig - Symbole und Sakramente: Symbole und Rituale entdecken und erschließen: in der Jugendkultur, im Alltag, in der christlichen Überlieferung, z. B. Kreuz, Anker, Segnung; Ursymbole, z. B. Wasser, Feuer; Merkmale von Symbolen, z. B. Zeichen der Gemeinschaft, Mehrdeutigkeit; Banalisierung und Missbrauch von Symbolen
8. Jahrgangsstufe
Deutsch, 8.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen: Erschließen von Texten der neueren Literatur und der Gegenwart in zeit- und altersbezogenen Themenkreisen; erweitern der Leseerfahrungen und Erschließungskategorien bei der Lektüre von poetischen Texten: den Zusammenhang von Inhalt, Aussage und sprachlicher Gestaltung sowie Aufbau und Handlungsverlauf erfassen; Thema und dargestelltes Problem sowie äußeres und inneres Geschehen, Motive des Handelns, Interaktion der Figuren und Konflikt herausarbeiten; gattungsspezifische Merkmale, insbesondere des Dramas, und deren Wirkung untersuchen; im Rahmen eines breit gefächerten Lektüreangebots (vgl. dazu die Lektürevorschläge) sind mindestens zwei Ganzschriften angemessenen Umfangs zu lesen und im Unterricht zu behandeln. Bei der Werkauswahl ist auch das Angebot an aktueller Jugendliteratur zu beachten.
Ethik, 8.1 Wege zur Sinnfindung im Alltag: Sinnkrisen an Wendepunkten des Lebens und in Ausnahmesituationen wie Krankheit, Scheitern, Tod; Funktionen und Risiken jugendlicher Gegenwelten
Katholische Religionslehre
9. Jahrgangsstufe
Deutsch, 9.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen: Erweitern der Leseerfahrungen und Erschließungskategorien bei der Lektüre von poetischen Texten: Thema, Problemgehalt sowie Formen des Aufbaus und deren Funktion untersuchen; sprachliche Gestaltung und deren Wirkung anhand stilistischer Figuren und grammatischer Kategorien erfassen, Zeitbezug und biographische Informationen berücksichtigen; Handlungen, Verhaltensweisen und Verhaltensmotive bewerten; Berücksichtigung von Gattungsmerkmalen und gattungsspezifischen Gestaltungsmitteln beim Erschließen: Erzählverhalten und seine Funktion herausarbeiten; Novelle und Kurzgeschichte unterscheiden; den Konflikt und seine dramatische Gestaltung untersuchen; Figuren, Figurenkonstellation und Redeformen analysieren; die inhaltliche und formale Gestaltung von Lyrik und ihre Funktion erkennen. 9.5 Medien nutzen und reflektieren: Untersuchen und Beurteilen von Fernsehsendungen: Thesen erkennen, Strategien und Präsentation von Argumentationen beobachten, diskutieren
Katholische Religionslehre
Kunst, 9.2 Kommunikation und Medien. Werbung und Photographie: Die Jugendlichen reflektieren die Bildsprache von Photographie und Werbung. Sie sammeln dafür gängige visuelle Grundmuster und erarbeiten Variationen, Übertreibungen und Gegenentwürfe
10. Jahrgangsstufe
Deutsch, 10.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen: Anwenden allgemeiner Erschließungskategorien für poetische Texte: Problemstellung, Zeitbezug, leitende Ideen, epochentypische Merkmale sowie biographische Bezüge erarbeiten und für das Textverständnis fruchtbar machen; Kennen und Anwenden gattungsspezifischer Gestaltungsmittel für die Erschließung: Dialogführung, Konzeption, Darstellung und Funktion der Figuren, Raum- und Zeitgestaltung sowie Erzähltechnik; längere Erzählung und Roman unterscheiden; traditionelle und moderne Gestaltungsmittel der Lyrik; Auseinandersetzung mit Texten: begründet zu den dargestellten Themen, Problemen und der zum Ausdruck kommenden Weltsicht Stellung beziehen, eigene Werthaltungen überprüfen. 10.5 Medien nutzen und reflektieren: Untersuchen medienspezifischer Mittel: Verhältnis von Bild, Ton und Wort analysieren und bewerten; reflektieren medialer Darstellungen: Vermittlung und Inszenierung von Wirklichkeit in Medien erörtern
Evangelische Religionslehre, 10.4 Tod und Leben: Über Vorstellungen zu Tod und Sterben nachdenken; Todesängste und -sehnsüchte in Kunst, Literatur oder Musik; Verdrängung des Todes; ggf. eigene Erfahrungen; Tod in der Jugendkultur, z. B. als Unterhaltungsmoment in den modernen Medien; Symbole und Bilder christlicher Hoffnung
Kunst, 10.1 Lebenswelten. Lebensentwürfe Jugendlicher: Phänomene der Jugendkultur beschreiben, analysieren und diskutieren (z. B. Musik, Bild- und Körpersprache, virtuelle Welten)
11. Jahrgangsstufe
Deutsch, 11.5 Medien nutzen und reflektieren: Bewusstes, auch innovativ-kreatives Umgehen mit den neuen Medien, Einfluss der Medien auf die Sprache bzw. Sprachverwendung untersuchen
Katholische Religionslehre, 11.4 Der Mensch im Horizont des Gottesglaubens: christliches Menschenbild: Lebensstile und Sinnoptionen in der Gesellschaft: Ausdruck von Grundaspekten des Menschseins und seiner Ambivalenz, z. B. Liebe und Aggressivität, freier Wille und Determination, Glück, Gelingen und Schuld; Der Mensch - sich selbst eine Frage: Sinnentwürfe und Menschenbilder; Deutung des Menschseins in der Moderne: Philosophie, z. B. A. Camus, E. Fromm, E. Lévinas, oder Psychologie, z. B. S. Freud, C. G. Jung, V. E. Frankl, oder Naturwissenschaft, z. B. menschliche Freiheit aus der Sicht der Hirnforschung
Theater und Film, 11.1 Spiel-, Theater- und Filmtheorie: Elemente der Filmtheorie und Grundkenntnisse der Filmgeschichte; Durchführung exemplarischer Filmanalysen anhand von Meisterwerken der Filmkunst; Erarbeitung von Filmkonzepten, Drehbüchern und Storyboards; Einblick in die Produktions-, Wirkungs- und Rezeptionsästhetik des Films anhand der Kameratechnik, Filmoptik, des digitalen Filmschnitts und der Postproduktion; Kennenlernen der ästhetischen Wirkungen von Lichttechnik und Lichtgestaltung; Wahrnehmen und Erfahren der reichhaltigen Facetten der Tongestaltung (O-Ton, Atmo, Musik, Sprache); Kennenlernen verschiedener Regiestile, Filmgenres und Filmgattungen. 11.4 Szene, Raum und Zeit: In kreativen Schreibprozessen monologische und dialogische Texte gestalten und sie in der theatral-praktischen Umsetzung auf ihre Tauglichkeit überprüfen. 11.5 Das Projekt: Form, Gestalt und Produktion: Verfahren der szenischen Entwicklung und der dramaturgischen Bearbeitung kennenlernen und praktisch anwenden; eine differenzierte Wahrnehmung und Sensibilität entwickeln, gegenüber der Filmsprache eigener Filmprojekte und gegenüber der Rezeptionsästhetik von Filmen generell.
12. Jahrgangsstufe
Deutsch, 12.5 Medien nutzen und reflektieren: Diskutieren von Fragen der ästhetischen Wertung medialer Darstellungen
Evangelische Religionslehre, 12.3 Was darf ich hoffen? - Die Frage nach der Zukunft: Begrenztheit der persönlichen Möglichkeiten durch äußere Bedingungen, durch die Notwendigkeit der Entscheidung bei der Wahl von Lebenswegen, durch Scheitern; Vorstellungen von einem Weiterleben nach dem Tod (z. B. in den Genen, der Erinnerung, den Werken), ggf. auch Vorstellungen in nichtchristlichen Religionen; säkulare und biblische Zukunftsentwürfe vergleichen und anhand biblischer Beispiele die Auswirkungen von Zukunftsbildern auf die Lebensführung begründen; apokalyptische Vorstellungen an einem Beispiel (z. B. aus den Naturwissenschaften, im Science-Fiction-Film
Theater und Film, 12.1 Spiel-, Theater- und Filmtheorie: Elemente der Filmtheorie und Grundkenntnisse der Filmgeschichte; Durchführung exemplarischer Filmanalysen anhand von Meisterwerken der Filmkunst; Erarbeitung von Filmkonzepten, Drehbüchern und Storyboards; Einblick in die Produktions-, Wirkungs- und Rezeptionsästhetik des Films anhand der Kameratechnik, Filmoptik, des digitalen Filmschnitts und der Postproduktion; Kennenlernen der ästhetischen Wirkungen von Lichttechnik und Lichtgestaltung; Wahrnehmen und Erfahren der reichhaltigen Facetten der Tongestaltung (O-Ton, Atmo, Musik, Sprache); Kennenlernen verschiedener Regiestile, Filmgenres und Filmgattungen. 12.4 Szene, Raum und Zeit: In kreativen Schreibprozessen monologische und dialogische Texte gestalten und sie in der theatral-praktischen Umsetzung auf ihre Tauglichkeit überprüfen. 12.5 Das Projekt: Form, Gestalt und Produktion: Verfahren der szenischen Entwicklung und der dramaturgischen Bearbeitung kennenlernen und praktisch anwenden; eine differenzierte Wahrnehmung und Sensibilität entwickeln, gegenüber der Filmsprache eigener Filmprojekte und gegenüber der Rezeptionsästhetik von Filmen generell.


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