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Münchner Rundfunkorchester Saisoneröffnung mit Verdis Frühwerk "Attila"

Das Münchner Rundfunkorchester eröffnet die neue Spielzeit 2019/2020 im ersten Sonntagskonzert mit einer weiteren Oper aus dem Frühwerk Giuseppe Verdis: Nach "Luisa Miller" und "I due Foscari" steht nun "Attila" auf dem Programm. Mit Ildebrando D‘Arcangelo in der Titelpartie und Liudmyla Monastyrska an seiner Seite ist eine prominente Solistenbesetzung aufgeboten. Der Chor des Bayerischen Rundfunks ergänzt das Opern-Ensemble. Die konzertante Aufführung am Sonntag, 13. Oktober 2019, um 19 Uhr im Münchner Prinzregententheater leitet der Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters Ivan Repuŝić.

Stand: 02.08.2019

Der italienische Opernsänger Ildebrando D'Arcangelo singt die Titelrolle Attila. | Bild: BR/Uwe Arens

Das Libretto zu Attila basiert auf der Tragödie "Attila, König der Hunnen" des romantischen Dichters Zacharias Werner. Diese handelt von den Kriegszügen des Hunnenkönigs, der 452 mit seinem Heer in Italien einfällt, die Stadt Aquileia zerstört und deren Herrscher tötet. "Odabella", Tochter des von Attila erschlagenen Herrschers von Aquileia, will den Tod ihres Vaters rächen.

Als Verdi den Text im Jahre 1844 entdeckte, sah er darin einen geeigneten Opernstoff und wandte sich damit an den Librettisten Temistocle Solera, der bereits die Texte zu Verdis früheren Historienopern und Erfolgen wie I Lombardi und Giovanna d’Arco geschrieben hatte. Dennoch nicht ganz zufrieden mit dem Entwurf von Solera gab Verdi den Text an Francesco Maria Piave, mit dem er schon in Ernani erfolgreich zusammengearbeitet hatte.

 In dieser von Piave verfassten finalen Fassung kam das Werk am 17. März 1846 im Teatro La Fenice in Venedig zur Uraufführung. Dem Stil einer Monumentaloper mit ausgeprägter Tendenz zu Tableaus, mit großen Chorszenen und Ensembles im Mittelpunkt, bleibt auch Attila verpflichtet. Die Aufführungen von Attila waren prompt ein großer Erfolg und trugen dazu bei, Verdis Ruf als großen Musikdramatiker und herausragenden Opernkomponisten zu festigen.

In der markanten Titelfigur des Attila ist der italienische Opernsänger Ildebrando D’Arcangelo (Foto oben) zu erleben. Ihm zur Seite steht die ukrainische Sopranistin Liudmyla Monastyrska in der Rolle der "Odabella" – einer musikalischen Verwandten von "Abigaille" aus Nabucco und Lady  Macbeth. Für die Partie des römischen Feldherrn Ezio konnte der rumänische Bariton George Petean gewonnen werden, der bereits in Luisa Miller im September 2017 begeisterte. Der italienische Tenor Stefano La Colla übernimmt mit der Partie des "Foresto" die Rolle des Liebhabers der "Odabella".

Die konzertante Aufführung von Giuseppe Verdis Attila steht unter der Leitung von Ivan Repušić, der jüngst seinen Vertrag als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters um weitere drei Jahre bis 2023 verlängert hat.

Programm
Attila – Dramma lirico in drei Akten (konzertant) von Giuseppe Verdi
Libretto von Temistocle Solera, vollendet von Francesco Maria Piave

Mitwirkende
Odabella                                 Liudmyla Monastyrska, Sopran
Foresto                                   Stefano La Colla, Tenor
Ezio                                         George Petean, Bariton
Attila                                       Ildebrando D’Arcangelo, Bassbariton
Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Ivan Repušić

Einführung
Um 18.00 Uhr wird im Gartensaal des Prinzregentheaters eine Einführung angeboten.

Live-Übertragung
BR-KLASSIK überträgt das Konzert am Sonntag, 13. Oktober 2019 live ab 19.00 Uhr im Radio.

Karten
Euro 57,- / 19,- erhältlich bei BRticket über www.shop.br-ticket.de oder Tel. 0800 / 5900 594 sowie über MünchenTicket www.muenchenticket.de oder Tel. 089 / 54 81 81 81. 


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