Presse - Pressemitteilungen


0

Münchner Rundfunkorchester Neue Konzertsaison 2024/25 vorgestellt

Das Münchner Rundfunkorchester hat das Konzertprogramm zur neuen Saison 2024/2025 veröffentlicht. Auch in der 73. Spielzeit, der achten von Chefdirigent Ivan Repušić, setzt das Orchester in rund 40 verschiedenen Programmen und Formaten auf Vielseitigkeit, Entdeckerfreude und inspirierende Gipfeltreffen mit herausragenden Gastkünstlern sowie auf fruchtbaren Kooperationen, die Begeisterung des jungen Publikums und die Förderung des musikalischen Nachwuchses.

Stand: 05.06.2024

Münchner Rundfunkorchester 2017 | Bild: BR/Felix-Broede

"Ich freue mich sehr auf die neue Spielzeit mit dem Münchner Rundfunkorchester und bin glücklich und stolz, mit diesen so flexibel, stilsicher und virtuos musizierenden Kolleginnen und Kollegen in meine achte Saison zu gehen! Gemeinsam blicken wir auf viele musikalische und kulturelle Brückenschläge, auf die Zusammenarbeit mit unserem Artist in Residence, dem großartigen Trompeter Matthias Höfs, und auf Kooperationen mit so renommierten Institutionen wie der Stiftung Palazzetto Bru Zane und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Last but not least freuen wir uns auf die anhaltende Begeisterung auch unseres jungen Publikums – und darauf, das wunderbare Geschenk der Musik mit unserem Publikum aller Generationen zu teilen!"

Ivan Repušić, Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters

Rote Fäden in der kommenden Spielzeit

Der Gedanke des Brückenschlagens im übertragenen Sinn hat auch die Planungen für die neue Spielzeit 2024/2025 geprägt. Brücken ins bayerische Sendegebiet werden u.a. geschlagen mit Gastkonzerten in Straubing, Garmisch-Partenkirchen und Bad Kissingen sowie mit "Klassik in Bayern", der Residenz- und Schlössertournee, die im Frühjahr 2025 in die vierte Runde geht. Unter der Leitung des Spezialisten für Alte Musik, Reinhard Goebel, steht in Konzerten in Amberg, Ansbach, Dachau und Oettingen glanzvolle Musik etwa von Mozart auf dem Programm. Brücken in andere Kulturen werden beispielweise geschlagen in den Programmen von "Paradisi gloria" ("El Nino" aus der Feder des Amerikaners John Adams und "Stabat Mater" des polnischen Komponisten Karol Szymanowski) sowie in der Oper "Judita", die auf dem vor 500 Jahren verfassten Nationalepos von Marko Marulic basiert, vom zeitgenössischen kroatischen Komponisten Frano Parac vertont wurde und im 2. Sonntagskonzert die deutsche Erstaufführung erlebt. Darüber hinaus werden in Mittwochskonzerten wie "Christmas Classics – Swing Edition" und "Let's Play – Video Game Music in Concert" Brücken über die Grenzen Klassischer Musik geschlagen.

"Unsere Rundfunk-Klangkörper sind nicht nur wichtige Kulturbotschafter des BR, sie bereichern mit ihrer Exzellenz und ihren vielfältigen Programmen den regionalen, nationalen und internationalen Kultur- und Konzertbetrieb. Dies gilt ganz besonders für das Münchner Rundfunkorchester, das nie stehen bleibt, sondern stetig Neues ausprobiert und Grenzen überschreitet – ob mit Gaming Music oder Jazz- und Pop-Projekten. Das Münchner Rundfunkorchester hat keine Berührungsängste, im Gegenteil, es will berühren, auch die, die bislang weniger mit klassischer Musik zu tun hatten. Dafür macht sich das Orchester regelmäßig auf den Weg zu seinem Publikum im bayerischen Sendegebiet, wie etwa bei der Residenz- und Schlössertournee."

Björn Wilhelm, Programmdirektor Kultur des BR

Auch Gedenkjahre zu Komponisten- und Künstler-Jubiläen haben in die Planungen für die kommende Spielzeit 2024/2025 Eingang gefunden. Giacomo Puccinis 100. Todestag wird zu Beginn der neuen Spielzeit nochmals aufgegriffen und prägt das Programm des 1. Sonntagskonzerts, in dem neben einer von Udo Wachtveitl präsentierten Biographie Puccinis Opern-Erstling "Le Villi" konzertant auf die Bühne gebracht wird. Zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks kommt zum 100. Todestag von Gabriel Fauré dessen berühmter Beitrag zu den großen Requiem-Vertonungen zur Aufführung, das Reqiuem d-Moll für Soli, Chor und Orchester. Aus Anlass des 50. Todestags von Dmitri Schostakowitsch sind das 4. Mittwochskonzert und das 4. Sonntagskonzert dem Oeuvre dieses ebenso gefeierten wie verfemten Sowjet-Komponisten gewidmet. Im 4. Sonntagskonzert im Mai 2025 wird zudem mit Schostakowitschs "Aus jiddischer Volkspoesie" Bezug genommen auf den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs.

Die Saisonbroschüre 2024/25 des Münchner Rundfunkorchesters zum Download Format: PDF Größe: 5,37 MB

Im 1. "Klassik zum Staunen", der Reihe für und mit Schulen, Kindern und Familien lässt es sich Chefdirigent Ivan Repušić nicht nehmen, zum 200. Geburtstag von Bedrich Smetana zusammen mit KiKA-Moderator Juri Tetzlaff den böhmischen Komponisten und sein Werk selbst vorzustellen. In ähnlichem Sinne – "große Musik für kleine Ohren" – erklingt im 3. "Klassik zum Staunen" Musik zum 150. Geburtstag von Maurice Ravel ("Ma mère l’oye").

Trompter Matthias Höfs

Als Artist in Residence, eine Position, die Chefdirigent Ivan Repušić mit seinem Amtsantritt 2017 initiiert hat, wird der nicht nur als Virtuose, sondern auch als Pädagoge renommierte TrompeterMatthias Höfs das Münchner Rundfunkorchester durch die neue Spielzeit begleiten: im 1. Mittwochskonzert "Sounds of Trumpet – Von Barock bis Jazz", im 3. Kammerkonzert, in der 3. Zwergerlmusik sowie im 4. "Klassik zum Staunen" ("Goldenes Blech – Die Trompete").

Der Erste Gastdirigent Patrick Hahn, der seinen Vertrag jüngst bis 2026/2027 verlängert hat, wird in der neuen Spielzeit das 4. Sonntagskonzert "in Memoriam Dmitri Schostakowitsch", sowie die Aufführungen von Michael Tippets Friedensoratorium "A Child of our Time" im 3. "Paradisi gloria"-Konzert und beim 74. Musikfest ION in Nürnberg leiten.

Die Konzertreihen der Saison 2024/2025

Chefdirigent Ivan Repušić

Die traditionsreichen Sonntagskonzerte, in denen konzertantes Musiktheater in großer Bandbreite geboten wird, warten in der kommenden Spielzeit wieder mit weniger bekannten Werken und Entdeckungen aus dem Oeuvre bekannter Komponisten auf: mit Giacomo Puccinis Opern-Erstling "Le Villi", Frano Paracs Oper "Judita", der Oper "Mazeppa" aus der Feder der französischen Komponistin Clémence de Grandval sowie mit Schostakowitschs "Aus jiddischer Volkspoesie".

In den Mittwochskonzerten stehen spannende Themenabende auf dem Programm: das Willkommen für Artist in Residence Matthias Höfs ("Sounds of Trumpet – Von Barock bis Jazz") und eine neue Folge der "Christmas Classics" – diesmal als Swing-Edition mit der Sängerin Joan Faulkner, einer der bedeutendsten Swing-, Soul- und Jazz-Interpretinnen unserer Tage. Im 3. Mittwochskonzert wird in "Let's play – Video Game Music in Concert" dieses spezielle Genre vorgestellt, bevor die Reihe mit einer Hommage "Shostakovich – a Portrait – Zwischen Filmmusik, Varieté und Symphonik" schließt.

Die seit dem Jahr 2000 bestehende Reihe Paradisi gloria in der Münchner Herz-Jesu-Kirche schlägt  in der kommenden Spielzeit 2024/2025 zunächst Brücken in das amerikanische und polnische Repertoire geistlicher Musik (im 1. Konzert zu John Adams‘ Weihnachtsoratorium "El Nino", im 2. Konzert u.a. zu Karol Szymanowskis Mariensequenz "Stabat mater"), bevor im 3. Konzert im Nachgang zum 80. Jahrtag des Kriegsendes das Friedensoratorium "A Child of our Time" aus der Feder des Briten Michael Tippett zur Aufführung gelangt.

 "Klassik zum Staunen" und die Education des Münchner Rundfunkorchesters

Das musikpädagogische Engagement und die Nachwuchsförderung durch das Münchner Rundfunkorchester bieten in der Reihe Klassik zum Staunen vier Programme unter dem Motto "große Musik für kleine Ohren“ an. So kann sich das generationenübergreifende Publikum auf Klassiker von Komponisten wie Bach, Mozart, Smetana, Ravel und Debussy bis hin zu Leroy Anderson freuen. Diese Programme sind auch Teil der digitalen, interaktiven "Klassik zum Staunen"-Tour, in der Schüler und Lehrer, Kinder und Familien sowie junggebliebene Erwachsene tiefere Einblicke in die jeweiligen Themen gewinnen und ihr Wissen auf spielerische Weise erweitern können.

Darüber hinaus werden vor allem die Schulen mit Lehrerfortbildungen, Schul- und Probenbesuchen fundiert auf die Konzerte vorbereitet. Dieser engagierte Einsatz für die Musikvermittlung hat für das Orchester und Chefdirigent Ivan Repusic einen hohen Stellenwert. Passend dazu wurde in der laufenden Spielzeit auf Initiative und mit Unterstützung des Freundeskreises des Münchner Rundfunkorchesters mit Luis und das Orchester – Münchner Rundfunkorchester ein Mitmach-Heft für Groß und Klein entwickelt, das mit Rätseln und via QR-Codes viele interaktive Elemente bietet, mit denen ein Orchester im Allgemeinen und das Münchner Rundfunkorchester im Besonderen erfahrbar wird.

Die Reihe der "Kammerkonzerte des Münchner Rundfunkorchesters" wurde mit der laufenden Spielzeit enger mit den "Zwergerlmusiken" verbunden. In den "Zwergerlmusiken" werden nun Auszüge aus dem vorangegangenen Kammerkonzert gespielt und von Host Clemens Nicol dem ganz jungen Publikum (ab 3 Jahren) mit leicht verständlichen und unterhaltsamen Geschichten präsentiert.

Neu: "Prinze4you"

Neu neben den bisherigen Konzertabo-Reihen ist mit der Spielzeit 2024/2025 das Abonnement "Prinze4you", in dem Interessierte sich aus den Sonntags- und Mittwochskonzerten ihr eigenes Wunsch-Abo im Münchner Prinzregententheater zusammenstellen können.

Gäste beim Münchner Rundfunkorchester 2024/2025

Neben dem Chor des Bayerischen Rundfunks und seinem Künstlerischen Leiter Peter Dijkstra sowie dem Chor des Kroatischen Rundfunks HRT sind beim Münchner Rundfunkorchester zu Gast (jeweils in alphabetischer Reihenfolge):

Gastdirigentinnen und -dirigenten wie Rémy Ballot, Rumon Gamba, Mihhail Gerts, Reinhard Goebel, J. Aaron Hardwick, Leo Hussain, Wayne Marshall, Felix Mildenberger, Gemma New, Erik Nielsen, Christian Reif, Peter Rundel, Ernst Theis
Gesangsstars wie Barry Banks, Jamie Barton, Julia Bullock, Nicole Car, Karen Cargill, Tassis Christoyannis, Andrew Hamilton, Anita Hartig, Ante Jerkunica, Johannes Kammler, Elisabeth Llewellyn, Martin Muehle, Evelyn Novak, Boris Pinkhasovic, Ljubomir Puskaric, Annika Schlicht, Maximilian Schmitt, Siobhan Stagg, Davóne Tines und Rachael Wilson, aber auch Crossover-Künstler wie Joan Faulkner und Vladimir Korneev  
Instrumentalvirtuosen wie Geigerin Alexandra Conunova, Trompeter Matthias Höfs und Pianist Gerold Huber
Sprecherinnen und Sprecher wie Constanze Fennel, Annekatrin Hentschel, Clemens Nicol, Juri Tetzlaff, Maren Ulrich, Udo Wachtveitl, Stefan Wilkening

Langjährige Kooperationen und Partnerschaften des Münchner Rundfunkorchesters werden weitergepflegt

  • in der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD
  • mit der Stiftung Palazzetto Bru Zane – Centre de musique romatique francaise, in der Koproduktion MAZEPPA (3. Sonntagskonzert)
  • in zwei szenischen Koproduktionen mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding ("Mozart" von Michael Kunze und Sylvester Levay sowie "Written on skin" von George Benjamin)
  • in der Zusammenarbeit mit dem Kulturmanagement der Erzdiözese München-Freising ("Paradisi gloria")
  • mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ("Klassik zum Staunen")

"Es erfüllt uns mit großer Freude, dass sich auch in der neuen Saison die außerordentliche Vielfalt und Wandlungsfähigkeit des Münchner Rundfunkorchesters zeigt. Die Kooperationen mit der Erzdiözese München-Freising in unserer einzigartigen Reihe 'Paradisi gloria' und mit der Stiftung Palazzetto Bru Zane bei der Wiederentdeckung bedeutender Werke der französischen Romantik zeugen beispielhaft vom Interesse unseres Orchesters am Erschließen und Dokumentieren neuer musikalischer Horizonte. Ein besonderes Anliegen ist uns, die erfolgreiche Education-Arbeit weiterzuentwickeln. Die Kooperation mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding ist ein wichtiger Aspekt der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Die Kinder- und Jugendkonzerte, verbunden mit Lehrerfortbildungen und Schulbesuchen, sind ein zentraler Bestandteil des Selbstverständnisses des RO."

Peter Schlier und Christopher Zack, Vorstände des Münchner Rundfunkorchesters

Das Münchner Rundfunkorchester bei BR-KLASSIK im Radio, Fernsehen und digital

Konzerte und CDs des Münchner Rundfunkorchesters bilden einen wesentlichen Bestandteil des BR-KLASSIK-Radioprogramms. Die "Sonntagskonzerte" und "Mittwochskonzerte" werden live übertragen, die Konzerte der Reihen "Paradisi gloria", "Klassik zum Staunen" sowie die Extra- und Gastkonzerte werden live oder als Aufzeichnung ausgestrahlt. In der Regel stehen alle Konzerte nach der Ausstrahlung 30 Tage auf br-klassik.de zum Nachhören zur Verfügung. Ausgewählte Produktionen werden als Video-Livestream übertragen und sind dort auf Abruf verfügbar. Auch Fernsehfassungen fürs BR Fernsehen werden aus dem Filmmaterial produziert. Die Konzertvideos finden sich auf der Homepage des Münchner Rundfunkorchesters, auf br-klassik.de sowie in der ARD Mediathek.


0