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Das war der Girls‘ & Boys‘ Day 2022 im BR

Einblicke in die Berufswelt Das war der Girls‘ & Boys‘ Day 2022 im BR

Stand: 05.05.2022

Girls‘ & Boys‘ Day 2022: Auftaktveranstaltung im Studio 3 | Bild: BR/Vera Johannsen

Am 28. April war es wieder soweit. Der Bayerische Rundfunk öffnete seine Türen für den Girls' and Boys' Day 2022. Wenn auch nur virtuell. Denn wegen der Corona Pandemie musste der bundesweit stattfindende Berufsorientierungstag auch dieses Jahr im Bayerischen Rundfunk digital stattfinden. Rund 100 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Veranstaltung teil und konnten in verschiedenen Workshops Ausbildungsberufe des Bayerischen Rundfunks kennen lernen.

Auch wenn das Organisationsteam des Girls' and Boys' Day zu Beginn der Planungen im Herbst 2021 natürlich gehofft hatte, die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr persönlich im BR begrüßen zu dürfen: Mit einem abwechslungsreichen und interaktiven Programm konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch beim zweiten, digitalen Girls' and Boys' Day den Sender etwas näher kennen lernen und in verschiedene Ausbildungsberufe hinein schnuppern. Und: Da die Veranstaltung virtuell durchgeführt wurde, konnten Schülerinnen und Schüler nicht nur aus Bayern, sondern aus ganz Deutschland problemlos mitmachen.

Opening

Die Einführungs- und Abschlussveranstaltung wurde live aus dem Studio 3 aus dem Funkhaus gestreamt. Nach der Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte Bettina Busch konnten die Mädchen und Jungen in einem extra erstellten Video einen virtuellen Rundgang durch das BR Funkhaus machen und dort bereits ein paar Auszubildende kennenlernen.

Bettina Busch im Gespräch mit Birgit Spanner-Ulmer

Und auch die Produktions- und Technikdirektorin des Bayerischen Rundfunks, Birgit Spanner-Ulmer, kam extra zu Besuch ins Studio 3, um die Schülerinnen und Schüler persönlich zu begrüßen. Im Gespräch mit Bettina Busch erzählte Frau Spanner-Ulmer auch ein wenig von ihrem eigenen Werdegang. Mit ihrem Rat, offen und neugierig an den heutigen Tag heranzugehen, wurden die Schülerinnen und Schüler dann in ihre Workshops verabschiedet.

Workshops

In dreistündigen Workshops, die zum Großteil von den Auszubildenden der entsprechenden Berufe selbst durchgeführt wurden, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, verschiedene Ausbildungsberufe kennenzulernen. Alle Workshops waren so interaktiv wie möglich ausgerichtet, damit die Schülerinnen und Schüler sich aktiv einbringen konnten.

Wie eine Kamera funktioniert, zeigten die Auszubildenden Mediengestalterinnen Bild und Ton den Mädchen

Bevor es für die Teilnehmerinnen des Workshops für Mediengestaltung Bild und Ton in die Teams-Räume ging, zeigten ihnen die Auszubildenden direkt aus dem Studio 3, wie eine Kamera funktioniert und erklärten die wichtigsten Begriffe und Funktionen.

Während die Teilnehmer des Workshops für Mediengestaltung Digital und Print ein Thumbnail, also kleine Vorschaubilder, in Photoshop produzieren durften und ein Intro auf After Effects erstellten, entwickelten die Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker ein Online-Computerspiel und übten sich im Programmieren.

Danach ging es in die Teams-Workshops

Die Bürokaufleute, Kaufleute für audiovisuelle Medien und Veranstaltungskaufleute teilten die zur Verfügung stehenden drei Stunden in mehrere Einzelworkshops auf, sodass zwei Vertreterinnen und Vertreter jedes Ausbildungsberufs in jeweils einer Stunde Infos zum Berufsbild geben konnten. Die Azubis arbeiteten in ihren Workshops mit interaktiven Kommunikationselementen wie dem Chat in Teams, dem Abstimmungstool Slido und dem Kollaborationstool Miro.

Neu: Dieses Jahr wurde erstmals auch ein Social Media-Workshop angeboten. Angeleitet von Elena Nass konnten die Teilnehmerinnen eine eigene Instagram-Story erstellen, welche dann sogar auf dem BR-Instagram-Account gepostet wurde.

Brainstorming Miro-Workshop der Kaufleute für audiovisuelle Medien

Und auch im BR-Studio Franken, genauer gesagt im Korrespondenten-Büro in Ansbach, konnten sich elf Mädchen virtuell den Alltag einer trimedialen Korrespondentin anschauen und selbst ausprobieren. Korrespondentin Annika Svitil - mit Unterstützung von Henry Lai - erläuterte den Teilnehmerinnen zunächst, wie stressig und anspruchsvoll ihr Arbeitsalltag in Westmittelfranken sein kann. Zum Beispiel, was sie als erstes machen muss, wenn im Ansbacher Bahnhofsbereich eine Fliegerbombe gefunden wird und alle Formate gleichzeitig bedient werden sollen. Die Mädchen haben zusammen mit ihren beiden Coaches eine Nachrichtenmeldung recherchiert und verfasst und sogar ein echtes Interview durchgeführt und vorbereitet. Während die Coaches die Kamera vor Ort in Ansbach gehalten haben, konnten die Mädchen per Teams-Schalte der Interviewpartnerin vom MediaLab Bayern ihre Fragen stellen.

Alpha Uni

Lisabell Shewafera und Lukas Hellbrügge stellen "alpha Uni" vor

Um 14.00 Uhr trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder zur Abschlussveranstaltung, die aus dem Studio 3 gestreamt wurde und wo die Kolleginnen und Kollegen vom neuen digitalen Format "alpha Uni" sowie die Gleichstellungsbeauftragte bereits auf die Schülerinnen und Schüler warteten. Die BR Journalistin Lisabell Shewafera und ihr Kollege Lukas Hellbrügge blickten mit den Schülern hinter die Kulissen einer "alpha Uni"-Produktion von der Konzepterstellung, über den Dreh bis zum finalen Schnitt. Ob auf YouTube, dem Online Portal von ARD-alpha oder in der ARD-Mediathek - "alpha Uni" begleitet Studierende und Berufseinsteiger aus ganz Deutschland bei ihren Herausforderungen im Studium und ihren ersten Schritten im Beruf. Die spannenden Kurzreportagen bieten so Inspiration für die Studienwahl und Orientierung zu Jobs.

Am Beispiel eines "alpha Uni" Films über einen Modedesign-Studenten zeigten sie den Schülerinnen und Schülern auch, dass Mode, die man oft mit Frauen verbindet, genauso zu Männern passt und räumten mit Rollenklischees auf. Mit mehreren Quizfragen wie "Willst du nach deinem Schulabschluss studieren?" oder "Wie viele unterschiedliche Studiengänge gibt es in Deutschland?" banden die "alpha Uni"-Macher die Jugendlichen während ihres Vortrags live mit ein. Dabei zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Interesse - an der Umfrage beteiligten sich 50 Jugendliche und alle konnten sich vorstellen zu studieren!

Roger Rekless

Roger Rekless

Und zum Abschluss gab es noch einen Live-Act: der Musiker und Freestyle Rapper Roger Rekless war Gast im Studio: Rekless rappte live für die Schülerinnen und Schüler und baute die Wörter und Kommentare, die die Schüler in den Eventchat schreiben durften, dabei in seinen Rap ein.

Um kurz vor 15.00 Uhr war dann Schluss und ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Auch wenn das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchweg positiv war, freuen wir uns, die Schüler im nächsten Jahr hoffentlich wieder vor Ort begrüßen zu können.