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Zwischen Spessart und Karwendel Fruchtaufstrich 18 +

Die Schwäbische Weinweichsel - eine Sauerkirschen-Art - hat im Landkreis Dillingen im Donautal eine lange Tradition. Ende der 60er-Jahre gab es hier noch 30.000 von diesen Weichselbäumen, heute sind sie leider weitgehend aus der Kulturlandschaft verschwunden. Roswitha Stöpfel aus Gundelfingen aber hat den Wert dieser alten Obstsorte erkannt - und macht daraus die köstlichsten Sachen.

Stand: 19.07.2019 | Archiv

Kirschmarmelade im Glas | Bild: colourbox.com

Die schwäbische Weinweichsel stammt aus Kleinasien und wurde womöglich schon von den Römern in den Dillinger Raum gebracht. Urkundliche Erwähnungen der saftig, aromatischen Sauerkirschsorte gibt es schon um das Jahr 1807. Sie ist sehr gesund und enthält wertvolle, antioxidative Wirkstoffe. Kenner lassen sich auch von ihrer Säure nicht aufhalten: Denn nach der ersten Kirsche hat man sich bald an den Geschmack gewöhnt und nascht dann immer weiter von der roten Frucht - egal ob in Form von Saft, Wein, Likör oder als Fruchtaufstrich auf dem Brot oder zum Eis.

Roswitha Stöpfel in ihrem Geschäft

Eine ganz besondere Rezeptvariante gibt es für die saure Kirschen von Roswitha Stöpfel. Sie betreibt in Gundelfingen einen kleinen Laden mit allem, was die Region an Obst und Gemüse so hergibt. Aus den schwäbischen Weinweichseln kocht sie besonders gern ihren "Fruchtaufstrich 18 +". Der Grund für diesen Namen: Außer Brombeeren und Johannisbeeren kommen nicht nur frische, sondern auch in Alkohol eingelegte Weinweichseln hinein. Heraus kommt dabei ein feiner Genuss mit leichter Säure von der Schwäbischen Weinweichsel und dem wunderbaren Aroma des Fruchtfleisches.

Rezept für Schwäbische Weinweichsel-Fruchtaufstrich 18 +

Zutaten:

2 kg Brombeeren
1 kg frische Sauerkirschen Schwäbische Weinweichsel
1 kg beschwipste Schwäbische Weinweichseln (frische ganze Weichseln mindestens 10 Wochen in Rum-Zucker Mischung einlegen)
450 g Johannisbeeren

Zubereitung:

Obst waschen, Sauerkirschen jeweils entsteinen, Mischen und aufkochen lassen! Entsprechend der Menge nach Anweisung 2:1 oder 3:1 Gelierzucker verwenden.
Kann auch als Kompott verwendet werden. Hierzu etwas weniger Gelierzucker verwenden.

Verwendung: auf das Frühstücksbrot, ideal zu Eis (besonders lecker ist dieser Fruchtaufstrich auch leicht erwärmt über das Eis), zu Quark, zu Grießspeise, zu Pfannkuchen. 

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