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Wasserschnalzn mit Hosenknöpf Aufgezwiebelte Brotsuppe als Fastenspeise

Mit altem Brot lässt sich noch so manch' ordentliches Gericht zubereiten - zum Beispiel die Brotsuppe Wasserschnalzn. Ein einfaches Gericht, das nicht nur während der Fastenzeit in der Oberpfalz gegesssen wird. Hauswirtschaftsmeisterin Brigitte Stautner und ihre Schwiegermutter Resi zeigen uns, wie sie zubereitet wird.

Stand: 03.03.2017 | Archiv

Brigitte Stautner (rechts) und ihre Schwiegermutter Resi | Bild: BR

Die Brotsuppe hat ihren Namen "Wasserschnalzn" vom dazu verwendeten Fett. Wenn man das Wasser der Suppe auf das heiße Fett im Topf gegeben hat, entstand ein Ton, der ein bisschen an Schnalzen erinnert. "Hosenknöpf" werden die gemehlten, geriebenen Kartoffeln genannt, die neben dem Brot der Suppe als Einlage zugefügt werden.

Von der Brotsuppe gibt es viele Zubereitungsarten - auch außerhalb der Fastenzeit. Wenn man zum Aufgießen nur Wasser verwendet, ist es die klassische Wasserschnalzen der armen Leute. Selbstverständlich kann man aber auch Brühe verwenden – dann wird’s schon edler. Man kann die Brotsuppe auch gern verfeinern mit Speck und weiteren Gewürzen, dann ist sie allerdings natürlich keine traditionelle Fastenspeise mehr.

Wasserschnalzn mit Hosenknöpf

Zutaten:
1 Zwiebel
2 Scheiben Brot
2 durchgepresste und ausgekühlte Kartoffeln
2 EL Mehl
1 Liter Wasser
Kümmel
Salz
Öl

Öl in einem Topf erhitzen, die in grobe Scheiben geschnittenen Zwiebel anbraten bis sie leicht braun ist. Kümmel und Brot zugeben und auch mit anbräunen. Mit Wasser aufgießen (schnalzt), salzen und circa 10 Minuten kochen lassen.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit dem Mehl abbröseln und in die kochende Suppe einrieseln lassen. Wenn sie oben schwimmen ist die Suppe fertig.
Noch abschmecken und anrichten.
Guten Appetit!

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