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Semmelschmarrn Ein bayerischer Klassiker - nicht nur zur Fastenzeit

Semmelschmarrn ist ein typisch bayerisches Gericht, das besonders gerne an fleischlosen Tagen während der Fastenzeit und den Freitagen zubereitet wurde. Außerdem eignet es sich auch prima zur Resteverwertung, wenn vom Frühstück mal wieder ein paar Semmeln übrig geblieben sind.

Stand: 10.03.2018 | Archiv

Semmelschmarrn in der Pfanne | Bild: BR

Fasten bedeutete früher den Verzicht auf Fleisch - und keine kalorienarme Kost. Die üppigen Mehlspeisen, wie beispielsweise Semmelschmarrn, waren da genau das richtige, um den Energiebedarf der Bauern und Handwerker zu decken.

So ein Schmarrn!

In Bayern waren früher Semmelschmarrn, Griesschmarrn, Topfenschmarrn und noch viele weitere Versionen ein alltägliches Essen. Schmarrn steht dabei für zerupften, in der Pfanne zerkleinerten Teig, der tendenziell eher minderwertig war. Daher die Ausdrucksweisen "so a Schmarrn" oder "red' nicht so an Schmarrn".

Im Landgasthof Winbeck im niederbayerischen Bayerbach steht der Semmelschmarrn allerdings nicht nur zur Fastenzeit auf der Sepisekarte, sondern wird das ganze Jahr über gerne von den Gästen gegessen. Wir durften Martha Winbeck bei der Zubereitung ein bisschen über die Schulter schauen - und später dann natürlich auch das Resultat probieren. Unser Tipp: Unbedingt nachkochen!

Rezept Semmelschmarrn (für 2 Personen)

Zutaten
2 Semmeln
2 Eier
1/8 l Milch

Zubereitung
Semmeln in dünne Scheiben oder größere Würfel schneiden, mit der Milch anweichen und die verquirlten Eier unterheben. Nicht salzen, weil die Semmeln oft selbst schon salzig sind.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Semmelteig gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Bei mittlerer Hitze braten, wiederholt wenden, bis der Semmelschmarrn schön krustig ist. Mit Zucker / Puderzucker anrichten. Dazu passt am besten Apfelmus.

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