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Zwischen Spessart und Karwendel Krapfen

Süß, luftig, weich, nicht zu dunkel und mit einem hellen Rand - das sind die perfekten Faschinkgskrapfen. Und wenn sie auch noch warm und mit Hagebuttenmarmelade gefüllt sind, wie bei Maria Grötsch, dann ist der Faschingsschmaus perfekt!

Stand: 22.02.2019 | Archiv

Faschingskrapfen | Bild: colourbox.com

Als die Fastenvorschriften und -traditionen noch strenger waren als heute, wollte man bis Aschermittwoch alle noch im Haus befindlichen Eier und Fettvorräte verbrauchen und es sich noch einmal richtig schmecken lassen. Darum wurde früher ein großer Vorrat an Schmalznudeln und Faschingskrapfen gebacken, der bis Faschingsdienstag reichen musste - getreu dem Motto: "Lustig ist die Fasenacht, wenn die Mutter Kücheln bacht, wenn sie aber keine bacht, pfeif ich auf die Fasenacht."

Bei Maria Grötsch in Veitshöchheim besteht ganz sicher keine Gefahr, dass im Fasching mal keine Krapfen auf den Tisch kommen. Schon seit Jahrzehnten backt sie mit Leidenschaft das süße goldbraune Schmalzgebäck aus luftigem Hefeteig mit dem hellen Kragen noch daheim selber. Und bei ihr gelingen die Krapfen auch jedes Mal richtig gut - sehr zur Freude ihrer zahlreichen Gäste!

Rezept für Krapfen nach Maria Grötsch

Zutaten (für etwa 30 Krapfen)

750 g Mehl
14 g (2 Pck.) Trockenhefe entspricht 42 g (1 Würfel) Frischhefe
½ l Milch
50 - 80 g Zucker
4 - 5 Eigelb oder 3 Eigelb und 1 ganzes Ei
80 - 150 g Butter
Pflanzenfett zum Ausbacken

Zubereitung

Locker und luftig - der Hefeteig für die Krapfen ist wirklich gut aufgegangen ...

Hefe zum Mehl geben und zusammen in eine Rührschüssel sieben. Die Milch nur leicht anwärmen, Zucker darin auflösen und die Butter darin schmelzen lassen. Die lauwarme gezuckerte Milch mit der zerlaufenen Butter zum Mehl in die Schüssel schütten und verrühren. Die Eier dazugeben und alles zu einem Teig vermengen, so lange schlagen, bis er fein und weich ist und Bläschen wirft. Eine gute Stunden gehen lassen.

Abgedeckt mit einem Küchentuch dürfen die Teiglinge nochmal etwas ruhen - und ein zweites Mal aufgehen.

Den lockeren Hefeteig auf einer bemehlten Fläche durchkneten und anschließend daumendick auswellen. Mit einem Ausstecher (oder einem Glas) Scheiben von etwa 8 cm Durchmesser ausstechen. Diese vorsichtig auf mit bemehltem Backpapier belegte Bleche oder Bretter heben und mit angewärmten Küchentüchern abdecken. Eine weitere halbe Stunde (oder länger) gehen lassen, bis sie doppelt so hoch geworden sind.

Kurz nach dem Ausbacken schmeckt das süße Schmalzgebäck am besten! Jetzt fehlt nur noch die Marmeladenfüllung, wie zum Beispiel Hiffenmark.

Backfett in einem Topf auf 160 Grad erhitzen. Die aufgegangenen Krapfen mit der Oberseite nach unten vorsichtig in das Fett einlegen, nach 2-3 Minuten umdrehen und weitere 2 Minuten fertig backen. Je nach Fett und Temperatur dauert das Backen unterschiedlich lang. Man muss auf die Farbe achten. Die Krapfen sollten sich vor dem Herumdrehen und Herausnehmen schön gleichmäßig hellbraun gefärbt haben und am Rand rundherum ein helles Bändchen bekommen.

Nach dem Herausnehmen die Krapfen gut abtropfen und abkühlen lassen, dann mit Hilfe eines Spritzbeutels oder einer Marmeladenspritze füllen, vorzugsweise mit Hiffenmark (Hagebuttenmarmelade). Dann erst in feinem Zucker wenden.

Am besten schmecken die Krapfen in den ersten zwei Stunden nach dem Backen.

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