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Zwischen Spessart und Karwendel Hirtastecken

Hirtastecken sind im Prinzip gebackene Kartoffelnudeln, die mit Eiermilch überbacken werden. Im Bayerischen Wald waren sie früher ein sogenanntes Arme-Leute-Essen und gehören heute zu den besonderen Spezialitäten der Region.

Stand: 22.01.2021 | Archiv

Hirtastecken | Bild: BR

Um Hexen, versunkene Burgen und geheimnisvolle Opferplätze geht es bei Sepp Probst aus Regen. Der 45-jährige sammelt und veröffentlicht seit vielen Jahren Sagen, Mythen und Historisches aus dem Bayerischen Wald. Und auch sonst liegen dem Heimatforscher Brauchtum und Tradition sehr am Herzen.

Zu seinen Lieblingsessen gehört das niederbayerische Kartoffelgericht "Hirtastecken". Der Name kommt von den langen Kartoffelrollen, die an die langen Stäbe der Hirten erinnern. Eine Waldler Spezialität, die auch als Erpflnudl bekannt ist und von der Zubereitung her anfangs etwas an Schupfnudeln erinnert.

Rezept für Hirtastecken

Zutaten:

1 kg Kartoffeln
200 - 300 g Mehl
3 - 5 Eier
500 ml Milch
2 EL Butterschmalz
30 g Butterflocken

Zubereitung:

Geschälte und geviertelte Kartoffeln am Vortag kochen. Kartoffeln reiben oder durch eine Presse drücken. 1-2 Eier und Mehl zugeben und gut durchkneten. Wenn der Teig klebrig ist, Mehl zugeben. Butterschmalz in eine Bratreine geben und bei 200 Grad im Backofen schmelzen lassen. Teig in fingerdicke Rollen formen, die jeweils so lange wie die Reine sind. Butterflocken auf die Hirtastecken geben und etwa eine halbe bis eine dreiviertel Stunde backen bis sie goldgelb und knusprig sind.

Restliche Eier und Milch verquirlen und über die Hirtastecken geben. Sie sollen komplett bedeckt sein. Nochmal backen bis die Eiermilch gestockt ist wie bei einem Omelette, etwa 10 Minuten.

Dazu serviert man Apfelmus oder Dickmilch oder einfach Zimt und Zucker.

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