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Zwischen Spessart und Karwendel Heidlsuppe

Die Heidlsuppe, auch bekannt als saure Milchsuppe, war früher ein wärmendes Arme-Leute-Essen aus der bäuerlichen Küche. Vielerorts galt sie als typisches Frühstücksmahl, man kann sie aber natürlich auch zu anderen Tageszeiten verspeisen.

Stand: 23.01.2021 | Archiv

Eine Schüssel Heidlsuppe mit eingebrocktem Brot | Bild: BR

Im Bayerischen Wald hat die Heidlsuppe aus gestöckelter Milch viele Fans. Und auch Sepp Probst aus Regen kennt sie schon seit seiner Kindheit und zählt die saure Milchsuppe zu seinen Lieblingsgerichten. Für den Heimatforscher sind die Mythen und Legenden seiner Heimat seine große Leidenschaft. Er sieht es als seine Lebensaufgabe an, sie zu sammeln und zu erhalten. Dazu gehören auch alte Waldler-Rezepte wie dieses, die er deshalb auch in den ersten - seiner inzwischen neun - Büchern aufgeschrieben hat.

Rezept für Heidlsuppe

Zutaten

2 L Milch, frisch, nicht entrahmt
circa 4 EL Mehl
etwas Salz
Für die Einlage: altes Brot

Zubereitung

Zwei Liter frische, nicht entrahmte Milch in einem Tonkrug drei Tage lang stehen lassen. Rahm abschöpfen und zur Seite stellen. Die Milch erhitzen bis sich Flocken darin bilden. Diese Flocken nennt man im Bayerischen Wald Heidl. Die Flocken mit einem kleinen Sieb herausfischen. Die jetzt sehr dünne Milch mit etwas Mehl andicken. Dann Rahm und Heidl wieder in die Suppe geben und mit Salz abschmecken. In die Suppe brockt man altes Brot ein.

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