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Zwischen Spessart und Karwendel Honigwein selbstgemacht

Met galt einst als das “Getränk der Götter” - und war besonders bei den Wikingern sehr beliebt, denn wegen des rauen Klimas in Nordeuropa gab es dort keinen Weinanbau. Bei uns ist er heute nicht mehr so verbreitet. Dabei kann er recht einfach selbst hergestellt werden und schmeckt sowohl heiß als auch kalt sehr gut. Imker Georg Hofbauer aus Dietersburg im Landkreis Rottal-Inn hat uns sein Rezept verraten.

Stand: 06.12.2019 | Archiv

Selbstgemachter Honigwein | Bild: BR

Die wichtigste Zutat des Mets ist der Honig. Er beeinflusst Geschmack und Farbe des Honigweins, der dann noch mit Früchten, Säften oder Gewürzen nach Belieben verfeinert werden kann. Grundsätzlich lassen sich alle Honigsorten zu Met verarbeiten. Sogar Problemhonige, etwa solche mit einem für den Verkauf zu hohen Wassergehalt, können vergoren werden. Das ist besonders für Imker interessant, die diesen Honig sonst entsorgen müssten.

Rezept für Honigwein (30 Liter)

Zutaten
11 kg Honig
25 l Wasser
60 g Zitronensäure
14 g Hefenährstoffe
10 g Trockenreinzuchthefe

Bei der Zubereitung von circa 5 Liter Met in einem kleinen Gärballon: 2 Kilo Honig und circa 4,5 Liter Wasser (1,5 l heiß/3 l kalt) verwenden, 10 Gramm Zitronensäure. Den Hefeansatz nicht ändern.

Zubereitung
11 Kilo Honig im Wasserbad auf 40 Grad Celisus erwärmen. 5 Liter heißes Wasser in einen Gärbehälter schütten und darin den vorgewärmten Honig auflösen. Danach werden 20 Liter kaltes Wasser mit dem Fassinhalt vermischt. Der Ansatz weist bei Verwendung dieser Mengen gewöhnlich einen Zuckergehalt von ca 110° Öchsle auf. Bei Abweichung kann mit Wasser oder Zucker korrigiert werden (falls Öchslemeter zur Hand). Zitronensäure und Hefenährstoffe werden in etwas Metansatz gelöst und dann im Gärbehälter eingerührt.

Imker Georg Hofbauer mit einem Glas selbstgemachtem Met

Die Hefe wird in 30 - 40 Grad warmes Wasser gegeben und 10 Minuten stehen gelassen. Danach werden 100 ml Metansatz dazugerührt. Nach weiteren 10 Minuten, wenn der Hefeansatz eine Schaumkrone aufweist, wird er dem Metansatz zugegeben und gut darin verrührt. Nach dem Verschließen des Gärbehälters mit einem Gärrohr sollte der Met bei Zimmertemperatur zwei bis drei Wochen gären. Dann ist es nötig, ihn vom Hefedepot abzuziehen und den Met in einem anderen Gärbehälter weitergären zu lassen.

Nach zwei bis drei Monaten ist der Met fertig und kann bei Bedarf mit Honig nachgesüßt werden. Bei mehrmaligem Abziehen des Mets während der Gärung wird er klarer.

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