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Holunderblüten im Bierteig Holler trifft Honig

Der Duft der Holunderblüten gehört zum Frühsommer und die Lust ist groß, daraus auch etwas Gutes zu kochen. Neben Hollersirup sind auch die Hollerküachel echte Holunderklassiker in der Küche. Wie die besonders gut werden, verraten wir Ihnen hier.

Stand: 25.06.2019 | Archiv

Kartoffel-Mangold-Kohlrabi-Auflauf | Bild: BR/Paul Enghofer

Um die Holunderblüten zu ernten, muss Alice Voll nur in ihren Garten im Landkreis Mühldorf am Inn gehen. Bisher hat sie die Kücherl immer mit einem normalen Pfannenkuchenteig gemacht. Doch diesmal hat sie einen Bierteig probiert. Dafür konnte sie auf das selbstgebraute Bier von ihrem Mann Wolfgang, einem Hobby-Kleinbrauer, zurückgreifen. Und den Bienenhonig hatte er auch gerade frisch geschleudert. Die Kücherl sind aber sicher auch ein Genuss, wenn man dafür gute Zutaten gekauft hat.

Ansonsten ist bei den Hollerkücherl Fingerspitzengefühl gefragt. Bei der Menge der Zutaten kann man sich an einem Pfannenkuchenteig orientieren, nur dass der Bierteig mit Bier anstatt Milch angerührt wird. Je nach Doldenzahl benötigt man eine unterschiedlich große Menge Teig.

 Zutaten

Mehl nach Belieben (Weizen, Dinkel…weißes Mehl oder auch Vollkornmehl)
Prise Salz
Eier
Bier
Butterschmalz
Puderzucker zum Darüberstreuen
Honig zum Süßen und Garnieren

 Zubereitung

Holunderdolden frisch ernten, etwas abklopfen, NICHT waschen. Den Stiel jeder Dolde so abschneiden, dass noch ein "Griff" zum Anfassen zurückbleibt.

Aus Mehl, Eiern, Salz und Bier einen nicht zu festen aber auch nicht zu flüssigen "Pfannenkuchen"-Teig rühren. Man kann jede Art von Bier verwenden - je nach Geschmack Dunkles oder Helles, malziges oder hopfiges. Auch die Art des Mehls ist beliebig. Entscheidend ist, dass der daraus gemachten Teig an den Dolden haften bleibt.

Die teigigen Dolden schnell in das heiße Fett einlegen und schwimmend goldbraun backen. Anschließend auf einem Gitter abtropfen lassen, die Stielreste abschneiden und mit der Blütenseite nach oben auf einen Teller legen, mit Puderzucker bestäuben.

Bei den Volls ließ man noch ein bisschen von dem frisch geschleuderten Honig auf die Hollerküacherl tropfen und mit einem Minzeblatt wurde der Anblick des süßen Gebäcks noch verschönert.

 Das Rezept zum Ansehen

 


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