BR Fernsehen - Welt der Tiere


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Welt der Tiere Die Elefanten von Hwange

Der Hwange Nationalpark im Südosten von Simbabwe bietet Elefanten und anderen Tieren wie Giraffen und Antilopen Schutz und einen sicheren Lebensraum. Heute sind die meisten Tiere hier wieder bedroht - der Grund diesmal: zu viele Elefanten.

Von: Catherine Kanhema, Udo Zimmermann

Stand: 20.05.2019

Elefanten im Hwange Nationalpark  | Bild: BR/Catherine Kanhema

Vor 60 Jahren wurde der Hwange-Nationalpark im Südosten von Simbabwe gegründet, um Elefanten Schutz zu bieten, denn nur noch etwa 1.000 ihrer Art lebten in der 15.000 Quadratkilometer großen Savanne südlich des Sambesi-Flusses. Bald bot der Park nicht nur Elefanten, sondern auch Giraffen, Antilopen und vielen anderen Tierarten sicheren Lebensraum.

Elefanten als Problem

Heute sind die meisten Tiere hier wieder bedroht. Denn in den vergangenen Jahrzehnten ist die Elefantenpopulation dramatisch angewachsen: Etwa 40.000 Tiere beanspruchen den Hwange-Nationalpark fast ausschließlich für sich, dem hält die Vegetation nicht stand. Kleinere Tiere wie Gnus oder Riedböcke kommen kaum noch zum Zug, bestimmte Antilopenarten sind im Park inzwischen nicht mehr zu sehen.

Selbst Raubtiere sind betroffen

Selbst Raubtiere sind jetzt von den vegetarischen Dickhäutern bedroht, denn wenn Gazellen und Antilopen verschwinden, bleibt ihnen nichts mehr für die Jagd. So könnte hier selbst der afrikanische Wildhund, eines der bedrohtesten Tiere des Kontinents, ein Opfer der Elefanten werden.

Foto-Impressionen:

Sendehinweis

"Die Elefanten von Hwange" sehen Sie am Samstag, 15.06.2019 um 09.30 Uhr in "Welt der Tiere" im BR Fernsehen.


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