BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Offiziersdegen Kämpfen in der Luxusklasse

Dieser preußische Offiziersdegen aus der Zeit um 1730 erinnert mit seiner außergewöhnlichen Klinge an mittelalterliche Flammenschwerter.

Stand: 03.10.2013 | Archiv

Ein gewellter Grat führt entlang der Mitte über die gesamte Klinge dieses Degens. Er soll wohl an die gefährlichen Waffen der mittelalterlichen Landsknechte erinnern, die so genannten Flamberge. Diese beidhändig geführten Schwerter wurden wegen ihrer gewellten, also geflammten Klingen, auch Flammenschwerter genannt. Die Außenkante dieser Klinge aber ist gerade und gehört zu einem außergewöhnlichen und schönen Degen des 18. Jahrhunderts.

Dieser Degen der Luxusklasse mit seinem reliefierten, feuervergoldeten Gefäß diente militärischen Zwecken. Er wurde von einem Offizier der preußischen Armee geführt. Das verrät der preußische Adler, der noch unter den Rostnarben zu entdecken ist. Passend zum Thema sind vorne eine Justitia, das Symbol der Gerechtigkeit, mit dem strafenden Schwert eingraviert, und auf der Rückseite eine Athena. Als Göttin der Weisheit und der Gerechtigkeit trägt auch sie eine Lanze. Diese ungewöhnlich schöne Ausführung eines Degens stammt aus der Zeit des so genannten 'Soldatenkönigs', des Vaters vom 'Alten Fritz'.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 2.500 bis 3.500 Euro
  • Datierung: um 1730
  • Herkunft: Preußen
  • Sendung vom 5. Oktober 2013

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