BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Barocker Humpen Vom Bier zum Wein

Dieser kleine Humpen ist mit einem Schlangenhaut-Dekor verziert, das besonders im 17. Jahrhundert in Mode war. Ursprünglich wurde er wohl zur Verkostung von Wein genutzt.

Stand: 03.08.2011 | Archiv

Er steht auf einem breiten Standring mit wulstartigem Aufsatz, der den mit vergoldeten Bändern verzierten Gefäßkörper trägt. Eigentlich wurden Humpen in dieser Form meist für Bier verwendet, dann waren sie aber mindestens doppelt so groß wie dieser Becher. Sein Deckel ist mit einem schönen Knauf sowie einer eleganten Daumenrast verziert, der Henkel ist kunstvoll geschwungen.

Im Innern ist der Becher vergoldet, die Inschrift "FHAS" im Deckel gibt wohl einen Hinweis auf einen ehemaligen Besitzer. Die Tatsache, dass der Humpen nur eine Meister- aber keine Stadtmarke trägt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass er einst für einen fürstlichen Hof gearbeitet wurde. Die Meistermarke gibt einen Hinweis auf Leipzig in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: ca. 3.000 Euro
  • Herkunft/Datierung: Leipzig, um 1630
  • Sendung vom 6. August 2011

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