BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Rolmonica Mundharmonika auf Rollen

Schon einfaches Blasen erzeugt auf der 1928 in Baltimore erfundenen Rolmonica hübsche Melodien – auch für völlig Unmusikalische bestens geeignet.

Stand: 04.02.2013 | Archiv

Das Geheimnis dieser Verbindung aus Mundharmonika und Drehorgel, Rolmonica genannt, ist ihr gelochtes Innenleben auf Rollen. Denn wenn man durch den Blasschabel hinein bläst, entweicht die Luft durch die gelochten Stellen der Papierrolle: ein Ton entsteht. Durch Handkurbeln von außen bewegt sich die Rolle und es erklingt eine Melodie.

Zur Ausstattung dieses originellen Instruments gehören mehrere Rollen mit unterschiedlichen Melodien. Rolmonicas sind eine Erfindung aus den USA und wurden ab 1928 in Baltimore serienmäßig in zwei verschiedenen Ausführungen - mit mehr oder weniger Tönen - produziert. Seitlich am Verschluss dieses Instruments findet sich der Aufdruck 'Made in USA'. In das Gehäuse aus Bakelit, dem ersten industriell produzierten Kunststoff, sind auch der Markenname 'Rolmonica' und eine Patentnummer eingeprägt.

Ein für Laien ideales Instrument, das keine Vorkenntnisse erfordert und schon durch reines Hineinblasen und Kurbeln eine Melodie erzeugt. Besonders beliebt war die Rolmonica bei US-Soldaten.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 50 bis 150 Euro
  • Datierung: ab 1928
  • Herkunft: Baltimore / USA
  • Hersteller: Rolmonica Music Company
  • Sendung vom 9. Februar 2013

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