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Im Tauferer Ahrntal Eine Skitour zum Speikboden

Es ist noch ein ursprüngliches Tal, das Tauferer Ahrntal. Man erreicht es über das Pustertal und zweigt bei Bruneck in das nördlichste Tal Südtirols ab. Vielleicht scheint es auch deshalb etwas versteckt, weil es von 80 Dreitausender imposant umrahmt wird.

Published at: 5-4-2014 | Archiv

Eine Skitour zum Speikboden | Bild: BR; Elisabeth Tyroller

Dort, in dem kleinen Seitental Weißenbach, liegt der Gebirgsstock Speikboden. Der Speik ist übrigens eine Pflanze, die es nur selten im Alpenraum gibt. Auf der einen Seite des Speikbodens liegt das gleichnamige Skigebiet. Auf der anderen Seite gibt es einen herrlichen Aufstieg für Skitourengeher.

Aufstieg über die Skipiste

Aufstieg Rodelbahn

Der Speikboden gilt als einer der schönsten Aussichtsberge im Pustertal. 2.517 Meter ist er hoch, und wenn man früh genug aufsteht, kann man ihn sogar von zwei Seiten besteigen. Franz Oberschmied ist Ahrntaler, Gastwirt und Skitourengeher. Für ihn - wie für viele andere - gehört der Speikboden fest zum Winter-Tourenprogramm. Die Einheimischen benutzen allerdings gerne den Pistenaufstieg.

Großer Höhenunterschied

Wegweiser Speikboden

Schon morgens um sechs, lange bevor der Liftbetrieb losgeht geht’s über die frisch gewalzte Piste – den weißen Teppich, wie Franz Oberschmied sie nennt - die 1.500 Höhenmeter auf den Gipfel. Für alle, denen das zu früh ist, lohnt sich der Aufstieg vom kleinen Bergdorf Weißenbach.

Aufstieg Gelände Speikboden

Dort ist man die ersten 20 Minuten des Weges gemeinsam mit ein paar Rodlern auf der Rodelbahn unterwegs. Vielleicht bleiben ja nach der Tour noch Kräfte für einen Rodelausflug übrig. Doch jetzt trennen sich die Wege, die Tourengeher zweigen ins Gelände ab.

Entlastungsabstände zur Sicherheit

Almrast Speikboden

Entlang des Weißenbachs, dem Rio Bianco, geht es durch den verschneiten lichten Wald bis zur Mitterberger Alm. Das Gelände ist steil, doch bei der Alm angekommen, wird man sofort für die Mühe belohnt: Die Sonne taucht zwischen den Wolken auf, die Dächer der Almhütten blitzen aus dem tiefen Schnee, ein herrliches Panorama. Nach kurzer Rast geht es weiter Richtung Kamm, ins Steilgelände. Um die Schneedecke zu schonen, und damit nichts passiert, lässt man sicherheitshalber so genannte Entlastungsabstände.

Sicht bis zum Großvenediger

Aufstieg Speikboden

Anfangs ist der Anstieg noch sanft, doch dann geht’s steil hinauf zum Mühlwalder Jöchl und weiter zum Vorgipfel. Von dort aus sieht man schon das Ziel: das aus Eisen geschwungene Gipfelkreuz. Bei herrlicher Aussicht steigt man über den Verbindungsgrat auf den Gipfel. Dort dann ein 360 Grad Panorama: im Süden die Dolomiten, im Norden die Zillertaler, im Osten die Dreiherrenspitze und als krönender Abschluss Teile der Großvenedigergruppe.

Gipfel Speiboden

Und noch ein Vorteil vom Speikboden: Wer sich mit dem Tiefschnee nicht so anfreunden kann, der fährt einfach übers Skigebiet Speikboden ab. Ein perfekter Anfängerberg also. Für alle anderen sind allerdings die Tiefschneehänge entlang der Aufstiegsroute zu empfehlen.

Karte: Der Speikboden

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Karte: Der Speikboden


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