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BR-Tatort-Dreh in München Batic und Leitmayr ermitteln am Eisbach

Die Dreharbeiten für einen Tatort sind immer was Besonderes. Wo Batic und Leitmayr auftauchen und wo das Filmteam die Technik aufbaut, da wird hingeschaut. Diesmal war auch das Set selbst ein prominenter öffentlicher Raum: Der Eisbach im Englischen Garten. Der Hotspot für die Surfer-Community. Ein Sightseeing-Ziel in München.

Von: Stefanie Ritter

Stand: 21.08.2018

Ein seltenes Bild, um das sich die Fotografen reißen: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl mit Surfbrettern an der Eisbachwelle. | Bild: BR/Stefanie Ritter

Die stehende Welle im Englischen Garten macht die Luft angenehm frisch und kühl. Wie an jedem sonnigen Nachmittag stehen dutzende Schaulustige unter den Bäumen und bestaunen die Künste der Surfer. Kaum einer ahnt, dass es hier gleich noch viel mehr zu sehen gibt.

Die ersten Lastwagen der Produktionsfirma kündigen es an: Hier wird gleich ein Film gedreht. Und zwar nicht irgendeiner – derzeit laufen die Dreharbeiten für den BR-Tatort "Die ewige Welle", der im Münchner Surfer-Milieu spielt. Am Donnerstag, den 16. August, wurde an der Eisbachwelle gedreht. Und so kommt es, dass mitten zwischen den Surfern die Münchner Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr auftauchen. Ein prominentes Schauspieler-Duo an einer prominenten Location – eine Kombination, die einigen Zündstoff liefert. Werden die Surfer bereitwillig bei bestem Wetter "ihre" Welle räumen? Behindern zu viele Schaulustige die Dreharbeiten?

"Bitte einfach ganz normal weiter gehen"

"Das Motto für einen Dreh an so einem populären Spot lautet: Wenn man die Leute freundlich anspricht, dann reagieren sie auch freundlich", weiß die Produzentin Kerstin Nommsen. So genannte Blocker fordern die Passanten dazu auf, nicht stehen zu bleiben. Einige monierten zunächst, weil: "die dahinten dürfen ja auch stehen bleiben und schauen" - und zeigten dabei auf die Komparsen. Nachdem dieses Missverständnis aufgeklärt war, haben alle bereitwillig nachgegeben. Auch weil die ganz Neugierigen auf Plätze hingewiesen wurden, von wo sie doch noch einmal länger zuschauen konnten.

Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl zeigen vollen Körpereinsatz.

Die Surfer wurden im Vorfeld von der Produktionsfirma auf die kommenden Dreharbeiten hingewiesen, einige stellten sich sogar als Komparsen zur Verfügung. "Die Surfer standen den geplanten Dreharbeiten grundsätzlich offen gegenüber", erzählt Kerstin Nommsen. Mit den anderen Sportlern haben die Leute am Set einen guten Kompromiss gefunden: Sie durften mit wenigen Pausen weitersurfen und sind später in der Unschärfe zu sehen.

Die Story rankt sich um einen Surfer

Im nächsten Jahr sind Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl dann also an der Eisbachwelle zu sehen – jedoch nicht selbst auf den Brettern. Der Surfer "Mikesch" überlebt nur knapp eine Messerattacke und verschwindet anschließend aus dem Krankenhaus, denn er hat ein Geschäft abzuwickeln, bei dem die Polizei nur stören würde. Dass er früher ein guter Freund des Kommissars Leitmayr (Udo Wachtveitl) war, macht die Angelegenheit nicht weniger kompliziert.


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