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Finanzen BR-Rundfunkrat genehmigt Wirtschaftsplan 2024

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat den zuvor vom Verwaltungsrat geprüften Wirtschaftsplan 2024 mit großer Mehrheit genehmigt. Die Befassung fand per digitaler Schaltkonferenz in der Rundfunkratssitzung am 8. Dezember 2023 statt und wurde in einem nun abgeschlossenen schriftlichen Verfahren bestätigt. Durch erneute Einsparungen und die Verwendung von Rücklagen kann die laufende Beitragsperiode 2021 – 2024 ausgeglichen abgeschlossen werden.

Stand: 19.12.2023

Geldscheine | Bild: picture-alliance/dpa

Der BR-Wirtschaftsplan 2024 weist Erträge von insgesamt 1.133,6 Mio. € und Aufwendungen in Höhe von 1.182,4 Mio. € aus. Handelsrechtlich ergibt sich damit ein Fehlbetrag von 48,8 Mio. €. Der Fehlbetrag kann durch vorhandene Rücklagen kompensiert und die gesamte Beitragsperiode 2021 – 2024 ausgeglichen abgeschlossen werden.

In den geplanten Aufwendungen machen sich die allgemeinen Teuerungen insbesondere bei Produktions- und Technikaufträgen sowie das Sportjahr 2024 mit den Aufwendungen für die Übertragungen der Olympischen Sommerspiele in Paris und der Fußball-Europameisterschaft bemerkbar. Auch der fortschreitende digitale Umbau erfordert Mehrbedarfe. Um den Teuerungseffekten gegenzusteuern, hat der BR ergänzend weitere Kostensenkungsmaßnahmen in allen Direktionen eingeleitet. Dazu gehören auch die weitere konsequente Fokussierung auf schlanke Produktionsmethoden sowie veränderte Flächenplanungen am neuen BR-Campus in Freimann.

Die Erträge aus Rundfunkbeiträgen, die über die Empfehlungen der KEF im 22. und 23. Bericht hinausgehen, werden für die nächste Beitragsperiode ab 2025 zurückgelegt. Positiv auf den Haushalt wirkt sich auch der Anstieg des Zinsniveaus aus, der sich in niedrigeren Pensionsrückstellungen und positiven Zinserträgen bei Eigenanlagen niederschlägt.

"Oberste Maxime des Bayerischen Rundfunks ist es, auch in Zeiten des digitalen Wandels und veränderten Nutzungsverhaltens ein verlässlicher Begleiter der Menschen in Bayern zu bleiben. Dazu müssen wir unsere programmlichen Stärken auf allen Kanälen ausspielen – im Fernsehen, im Radio und insbesondere auch mit digitalen Angeboten für neue Zielgruppen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten kann das nur auf Basis einer klugen und umsichtigen Haushaltsplanung gelingen. Mit dem vorgelegten Wirtschaftsplan sind wir für 2024 gut aufgestellt."

BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth

"Der Rundfunkrat unterstützt das Bemühen der Geschäftsleitung des BR, Rundfunk für alle Generationen zu realisieren – linear wie digital. Die damit verbundenen Veränderungen und Umschichtungen bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten sind immense Herausforderungen. Wir haben den Wirtschaftsplan 2024 auch deswegen genehmigt, weil sich neben verantwortlicher Haushaltsführung alle Bereiche des BR auf notwendige Einsparungen verpflichtet haben. Und eines ist jetzt schon klar: Für die kommende Beitragsperiode ab 2025 werden die Herausforderungen sicher nicht geringer. Wir müssen den Reformprozess in der ARD konsequent fortsetzen und nachhaltige Synergien schaffen."

BR-Rundfunkratsvorsitzender Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert


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