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Italien, Malta, Griechenland und Vatikan Rom Radio

Das Studio Rom ist zuständig für die Berichterstattung aus Italien, Malta, Griechenland und dem Vatikan.

Published at: 10-3-2023

Blick auf das Trajanforum | Bild: picture alliance/dpa

Unsere Korrespondenten vor Ort:
Jörg Seisselberg und Elisabeth Pongratz (Rom), Moritz Pompl (Athen)

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Jörg Seisselberg

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Elisabeth Pongratz

Wie werden die Gelder des Recovery Fund verwendet? Warum muss die Villa Verdi unterstützt werden? Wie treibt Papst Franziskus den katholisch-islamischen Dialog voran? Was macht den weltweiten Erfolg von Aperol aus?
In unserem Berichtsgebiet geschieht so viel Spannendes, das ist Chance und Herausforderung zugleich. Denn einerseits können wir Geschichten erzählen, die viele berühren. Zum anderen können wir aber auch Klischees zurechtrücken, die sich in Bezug auf Italien, auf Griechenland oder den Vatikan festgesetzt haben. Das reizt mich, das spornt mich an.
In Rom, Athen und in Tel Aviv hatte ich bereits fürs Fernsehen mehrere Male Korrespondentenvertretungen gemacht, nun kehre ich auch zu meinen beruflichen Wurzeln als Hörfunk-Reporterin zurück. Nach einem Auslandsjahr in den USA habe ich Geschichtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre studiert, zunächst in München, danach in Poitiers in Frankreich. Als Journalistin ging´s dann los beim Bayerischen Rundfunk, von der Bayernredaktion über die Publikumswelle Bayern 1 bis zur Wirtschaftsredaktion. Viele Jahre habe ich dort auch in der Fernsehaktualität für BR und ARD gearbeitet, als Reporterin, als Planerin, als Chefin vom Dienst und als Moderatorin der "Rundschau Nacht".
Als Stipendiatin des Arthur F. Burns Fellowship war ich als TV-Reporterin in Seattle, für die Deutsche Welle habe ich nicht nur über politische und wirtschaftliche Vorgänge berichtet, sondern auch aus Südafrika und Indien über nachhaltige Klimaprojekte. All diese Erfahrungen kann ich jetzt gut einbringen, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ist Italien ein wichtiger "European Player". Und damit wären wir wieder bei Europa und seiner "Wiege" – Griechenland! Ich freue mich, dass ich nun als Korrespondentin über dieses Berichtsgebiet in seiner Vielfalt, seiner Gegensätzlichkeit und seiner Schönheit berichten darf – mit tollen Kollegen in Rom und in Athen!
Elisabeth Pongratz bei Twitter: https://twitter.com/PongratzE

Moritz Pompl (Büro Athen)

Meinen ersten Arbeitstag im Studio Athen werde ich wohl nie vergessen. Um neun Uhr morgens sollte der Umzugslaster kommen. Doch dann, mitten in der Nacht: Das größte Zugunglück in der Geschichte Griechenlands. Statt Kisten auspacken hieß es: Ein Bericht nach dem anderen, Live-Schalten Schlag auf Schlag. Einmal vom Hörfunk-Platz aus, dann wieder TV-Schalten vom Dach, mit der Akropolis im Hintergrund. So unendlich traurig das Unglück war – uns als Team hat es gleich mal zusammengeschweißt. Es ist ein klasse Gefühl, mit phantastischen KollegInnen zusammenarbeiten zu dürfen und Stress-Situationen gemeinsam zu meistern – sowohl hier in Athen als auch im „Mutter-Studio“ Rom.

Als Korrespondent in Griechenland werde ich sicher öfter über Krisen berichten. Für viele Griechinnen und Griechen ist die Finanzkrise immer noch nicht ausgestanden; zuletzt hat sich die Situation vieler Familien durch Corona und den Ukraine-Krieg merklich verschlechtert. Die verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien haben die Angst vor einer neuen Flüchtlingskrise genährt. Wenn Erdogan Kampfflugzeuge über griechische Inseln schickt, wird klar, wie fragil der Frieden in der Region ist. Und mit der (zunehmenden) Hitze im Sommer sind neuerliche, schwere Waldbrände vorprogrammiert.

Insbesondere freue ich mich aber auf die vielen schönen Geschichten, über die ich von hier berichten will. Ich finde: Wir haben als Korrespondenten eine große Verantwortung, vor allem auch die positiven Seiten zu zeigen. Nicht die der „Pleitegriechen“, die „ihre Hausaufgaben machen“ sollten. Sondern auch die Seite der GriechInnen, die es schaffen, mir zuhause innerhalb von drei Tagen verdammt schnelles Internet zu installieren. Die inzwischen bei der Digitalisierung vielfach weiter sind als Deutschland. Die gleichzeitig lachen, musizieren, tanzen und vor Kreativität nur so strotzen. Und deren Gastfreundschaft einfach umwerfend ist.

Großgeworden bin ich in Altdorf bei Nürnberg. Nach dem Abitur, Zivildienst an der Nordsee und einer ausgedehnten Südamerika-Reise wusste ich endlich, was ich studieren will: Humanmedizin in Heidelberg und Montpellier, mit Doktorarbeit am Tropeninstitut der LMU München über unaussprechliche, mikroskopisch kleine Parasiten. Meinen Weg in den Journalismus habe ich über die Wissenschaftsredaktionen beim BR und der SZ gefunden. Nach meinem Programmvolontariat beim BR habe ich als Videojournalist u.a. für Quer, die Rundschau, die Wissenschaft und Wir in Bayern gearbeitet. Zahlreiche Vertretungen für Hörfunk und Fernsehen haben mich nach Berlin, Buenos Aires und Rom geführt. Seit 2023 darf ich nun für die ARD aus Athen über Griechenland, Italien, den Vatikan und Malta berichten.