Religion


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Lebenslänglich Kloster statt Karriere

Gabriele Zinkl steht vor einer Lebensentscheidung. Sie will alles aufgeben, ihre Karriere an den Nagel hängen, um in ein Kloster in Jerusalem einzutreten, obwohl ihre Eltern empört sind und ihr sogar kirchliche Mitarbeiter abraten.

Von: Max Kronawitter

Stand: 07.07.2017

"Bist du verrückt geworden?" fragen Freunde und Bekannte, als Dr. Gabriele Zinkl von ihren Plänen erzählt. Sie will alles aufgeben, ihre Karriere an den Nagel hängen, um in ein Kloster in Jerusalem einzutreten.

Die Juristin und Offizialatsrätin im Kirchendienst hat beruflich viel erreicht, wovon andere Frauen träumen. Als Vizepräsidentin des Deutschen Frauenbundes engagiert sie sich ehrenamtlich und steht im Rampenlicht. Sie trägt Minirock und liebt extravagante Kleidung. Die Eheschließung mit ihrem Freund ist eigentlich beschlossene Sache.

Eine Reise nach Jerusalem bringt alles durcheinander

Doch dann macht Dr. Gabriele Zinkl in einem Jerusalemer Schwesternkonvent eine Erfahrung, die alles ins Wanken bringt. Sie fühlt eine tiefe innere Sehnsucht, bei den Ordensschwestern zu bleiben. Aber wie soll das gehen?

"Wenn Gott dich ruft, dann lässt er nicht locker!"

Sr. Gabriele

So kommentiert sie den beginnenden "inneren Boxkampf". Obgleich ihre Eltern empört sind und ihr sogar kirchliche Mitarbeiter abraten, will sie um das Ordenskleid bitten, um als Novizin in die Klostergemeinschaft aufgenommen zu werden. Der Weg ist mühsam und auch emotional nicht einfach für Gabriele Zinkl. Aber sie will ihrer inneren Sehnsucht folgen.

Max Kronawitter hat den Weg der temperamentvollen jungen Frau mit der Kamera begleitet. Er schildert die Wochen vor der Einkleidung, den Abschied von der Heimat und den Beginn einer Lebensweise, die bei vielen Kopfschütteln hervorruft. Er begleitet die junge Frau nach Jerusalem, wo sie nun im Kloster der Borromäerinnen dem Herrn dienen will.


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