Rückkehr der Namen


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BR Erinnerungsprojekt Häufige Fragen

Hier erfahren Sie mehr über die Hintergründe des Projekts und bekommen Antworten zu organisatorischen Fragen.

Stand: 28.02.2024

Themenbild - FAQs | Bild: BR

Das Projekt möchte eine neue Form des Erinnerns in München initialisieren. Durch die Patenschaft für eine in der NS-Zeit verfolgte Person kann sich jeder Mensch aktiv am Erinnerungsprojekt beteiligen. Indem die Patinnen und Paten am Projekttag im Stadtbild sichtbar werden, setzen sie ein klares Zeichen für unsere demokratischen Werte und gegen jede Form von Ausgrenzung.

Das Projekt "Die Rückkehr der Namen" legt dabei einen besonderen Fokus auf die Einbindung aller Opfer des NS-Regimes. Der Projekttag, sowie die Begleitveranstaltungen bieten eine neue Form des Erinnerns, die Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Die Veranstaltung motiviert die Teilnehmenden, sich wieder mehr für die Demokratie und deren Werte einzusetzen.  

Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die politische-gesellschaftliche Auseinandersetzung damit orientieren sich stark an markanten historischen Daten – schon lange gibt es einen Kalender der Erinnerungskultur. Es ist aber unerlässlich, darauf aufmerksam zu machen, dass die nationalsozialistische Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung als Alltagsphänomene gesehen werden müssen. Sie haben die Lebenswirklichkeit der Betroffenen außerordentlich geprägt und in schrecklicher Weise beeinflusst. Insofern ist auch der 11.04.2024 ein Tag mit historischem Rückbezug.

Die Auswahl der 1.000 Datensätze erfolgt durch unseren Partner das Kulturreferat München, Abteilung Public History. Kriterien für die Auswahl waren neben der Berücksichtigung aller Opfergruppen, das Vorhandensein von Fotos und ausreichenden biographischen Informationen. Daneben muss ein Bezug der verstorbenen Person zur Stadt München vorliegen. Insgesamt sind im Münchner Raum ca. 12.000 Menschen der Verfolgung durch das NS-Regime zum Opfer gefallen.

Das Erinnerungsprojekt hat sich aus organisatorischen und logistischen Gründen für die Erinnerung an 1.000 dieser Opfer entschieden. Neben den historischen Personen aus München werden auch Delegationen aus den bayerischen Städten Augsburg, Regensburg, Amberg und Würzburg in das Erinnerungsprojekt einbezogen.

Die offizielle Anmeldung erfolgt über die BR-Website und die dafür erstellte Webapp unter br.de/rueckkehr-der-namen, die ab 22. Januar 2024 zur Verfügung steht.

Über die interaktive Stadtkarte in der Web-App können Sie eine gewünschte Opferbiografie auswählen. Hierfür klicken Sie auf eines der türkisfarbenen Symbole auf der Karte.

Nach Anklicken einer der Biografien erscheinen im linken Reiter der Web-App die biografischen Informationen zu dieser Person. Um die Patenschaft für die gewünschte Person einzugehen, scrollen Sie ans Ende der Eckdaten zur Person und klicken Sie auf den blauen Button mit der Aufschrift "Pate werden".

Nach dem Klicken auf den Button öffnet sich ein Mail-Fenster. Hier werden Sie aufgefordert Ihre persönlichen Daten zur Anmeldung einzutragen (Vorname, Nachname, Mailadresse).

Zusätzlich finden Sie hier eine Aufklärung über die Datenschutzbestimmungen sowie eine Einwilligungserklärung. Mit Absenden der Mail willigen Sie in die Bestimmungen ein und versenden Ihre Anmeldung erfolgreich an den Bayerischen Rundfunk. Im Anschluss erhalten Sie eine Bestätigungsmail. 

Wenn Sie nur die noch offenen Patenschaften anzeigen lassen möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können entweder auf den Menübalken klicken und den Filter "Offene Patenschaften" auswählen oder sich über die Filterfunktion der App einen “Frei”-Filter setzen.

Um zum Filter zu gelangen, klicken Sie auf die Lupe neben dem Menübalken und anschließend auf das blaue Filtersymbol rechts. Freie Patenschaften erkennen Sie jeweils an dem blauen Button mit der weißen Schrift "Pate werden".

Sollte eine Patenschaft bereits vergeben sein, lesen Sie "Patenschaft vergeben". Zusätzlich können Sie mit der Filterfunktion Ihr Ergebnis noch granulierter filtern, indem Sie bei den Kriterien "Alter", "Opfergruppe", "Stadtteil" und "Geschlecht" eine Auswahl treffen.

Nach Abschluss der Patenschaft informieren Sie sich eingehend auf der BR-Landingpage unter br.de/rueckkehr-der-namen über das Leben und Schicksal der Person, deren Patenschaft Sie übernommen haben. Des Weiteren sorgen Sie dafür, dass Sie bis zum Veranstaltungstag im Besitz Ihrer Erinnerungstafel sind, die Sie vom BR gestellt bekommen.

Am Projekttag 11. April 2024 stehen Sie mit Ihrer Erinnerungstafel ab 15.00 Uhr am Ort, der in der Web-App für Ihre Person ausgewählt wurde (in der Regel ist das der Wohnort oder die Wirkungsstätte) oder an einem anderen von Ihnen frei bestimmten Ort im Münchner Innenstadtbereich (z.B. Ort mit historischem Bezug) und informieren Passanten über die Person und ihre Lebensgeschichte. Zusätzlich können Sie über die Opfergruppe weitere Informationen mit interessierten Bürgerinnen und Bürger teilen.

Anschließend begeben Sie sich bis 17.00 Uhr zum Treffpunkt Königsplatz(vor der Staatlichen Antikensammlung). Von dort gehen Sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden den "Weg der Erinnerung" und werden ab ca. 18 Uhr an der Abschlussveranstaltung am Odeonsplatz teilnehmen. 

Der Informationsabend am 20. März 2024 im Münchner Volkstheater bietet Patinnen und Paten die Möglichkeit, sich ab ca. 20 Uhr intensiv mit dem Thema Erinnerungsarbeit auseinanderzusetzen, sowie in den Austausch mit anderen Teilnehmenden und den Vertreterinnen und Vertretern der Opfergruppen zu treten. 

Mit der Teilnahme entstehen Ihnen keine Kosten. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler müssen aus datenschutzrechtlichen Gründen über 16 Jahre alt sein. Es wird empfohlen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen von 2-3er Teams zusammen an einen der letzten Wirkungsorte der Opfer im Innenstadtbereich zu stellen.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen die Teilnehmenden zu, dass Bilder, Ton- und Videoaufnahmen von den Teilnehmenden vom Bayerischen Rundfunk und Dritten (insb. ARD) vergütungsfrei in allen Arten, Formen, und Medien insbesondere auch im Internet/Soziale Medien genutzt und auf individuellen Abruf öffentlich zugänglich und wahrnehmbar gemacht werden können.

Auf der Website br.de/rueckkehr-der-namen des Bayerischen Rundfunks erhalten Sie umfassende Informationen zum Projekttag sowie historische Hintergrundinformationen zur NS-Zeit und den Opfergruppen. Zusätzlich finden Sie vertiefende Links zu Dokus, Filmen, Zeitzeugenberichten, Erklärvideos sowie weiteren Quellen des Bayerischen Rundfunks. Unter "Partner und Veranstaltungen" wird es Informationen zu den Bildungsangeboten der Partnerorganisationen geben, die das Projekt unterstützen.

Sie haben eine Patenschaft übernommen und möchten sich noch weiter informieren? Gerne unterstützt Sie das NS-Dokumentationszentrum vor Ort und digital.

Sie können auch ohne die Übernahme einer Patenschaft am Projekttag ab 17 Uhr vom Königsplatz aus am "Weg der Erinnerung" mit den anderen Teilnehmenden partizipieren und sich über die Geschichten der Schicksale austauschen.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind bei der Abschlussveranstaltung am Odeonsplatz ab ca. 18 Uhr herzlich willkommen. 

Im Zeitraum von Samstag, den 06.04.2024 bis Donnerstag, den 11.04.2024 kann die Erinnerungstafel gegen Vorzeigen eines Lichtbildausweises am Funkhaus des Bayerischen Rundfunks selbstständig abgeholt werden.

Adresse:
Bayerischer Rundfunk, Arnulfstraße 42/44, 80335 München.

Die Ausgabe ist im Foyer des Eingangsbereiches, Theke BR-Shop werktags von 9.00 bis 18.00 Uhr und am Wochenende von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.  

Das Funkhaus in der Münchner Innenstadt befindet sich unweit vom Hauptbahnhof (etwa 10 Gehminuten).  Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Haltestelle Hauptbahnhof, Ausgang Arnulfstraße, 300 Meter stadtauswärts, bei Bedarf mit der Straßenbahnlinie 16 (Richtung Romanplatz) oder Linie 17 (Richtung Amalienburgstraße), Haltestelle Hopfenstraße. Gleich neben dem Funkhaus gelegen befindet sich jedoch die "Hopfenpostgarage".

Die Zufahrt liegt in der Hopfenstraße direkt gegenüber vom BR-Funkhaus. 

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine inklusiv und barrierefrei geplante Aktion, sodass auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit haben, am "Weg der Erinnerung" teilzunehmen.

Bitte informieren Sie sich im Voraus, wie Sie barrierefrei zu einem für Sie geeigneten individuellen Aufstellungsort gelangen. Aufgrund der hohen Anzahl an Aufstellungsorten können wir hier keine vorherige Prüfung aller Orte vornehmen.  Der BR erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Kreisverwaltungsreferat München ein umfassendes Sicherheitskonzept. Die Polizei in München ist ebenfalls über die Aktion informiert. Eine teilweise Streckensperrung entlang der Wegstrecke Königsplatz / Odeonsplatz ist beim KVR angeregt. Es steht Ihnen jeder Zeit frei, Gespräche bei unangemessenen Diskussionen zu beenden bzw. sich selbst zu schützen und sich Hilfe zu suchen. 

Die mit nachhaltigem Material produzierten Schilder werden am Odeonsplatz in einem dafür vorgesehenen Container eingesammelt. Geplant ist, dass die Erinnerungstafeln im Anschluss an den Projekttag Teil einer Ausstellung oder eines Kunstprojektes werden. 

Da die Erinnerungskultur eine wesentliche Aufgabe des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks ist, wird die Landingpage (inklusive Web-App) des Projekts "Die Rückkehr der Namen" auch zukünftig ein Knotenpunkt für Angebote im Bereich der Erinnerungsarbeit des BRs bleiben und zur dauerhaften Nutzung zur Verfügung stehen. 

FunktionName(n) 
ProjektverantwortlicherAndreas Bönte
ProjektkoordinationHelge Freund, Anja Kuttenberger, Eileen Pilling
 
Textredaktion und Bearbeitung der KurzbiografienLisa Berchtold; Gregor Eichfeld; Siegfried Erhard; Helge Freund; Renate Kiesewetter; Sabine Kübert; Robert Müller; Agnieszka Schneider; Andrea Stengel; Petra Zinth; Dr. Franziska Brüning; Beverly Fietzeck; Dr. Andreas Heusler; Barbara Hutzelmann; Jan Karitzky; Lioba Niederhoff; Dr. Maximilian Strnad; Dr. Sibylle von Tiedemann; Dr. Eva Tyrell (Public History)
Design und PromotionKai Bleser, Arne Tympe (creative studio)
WebseitePetra Zinth, Robert Müller
Visual Production Beatrix Rottmann, Kesor Khy
Digitale ProduktentwicklungAngelika Schmidt
MarketingMarkus Riese
Leitung FG Multimedia OperatingErich Höpfl
PresseMarkus Huber, Detlef Klusak
PressekoordinationAndrea Stengel
Produktions- und Aufnahmeleitung (11.04.2024) Dorothee Schmitt (PL) und Andrea Andrea Rüdiger (AL)
Regie (11.04.2024)Elisabeth Malzer
ReportageClaus Singer, Christian Hüser, Andrea Lauterbach
Technische LeitungDominik Gersting
VideoproducerChristian Hüser, Bernhard Angermayr
AusstattungPeter Fürfanger, Alexander Ruff
Patenmanagement-TeamRiccardo D´Amelio, Lisa Berchtold, Beverly Fietzek
Veranstaltungssicherheit/-leiterHelmut Scharlach; Markus Müller

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