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Zwölfuhrläuten München-Altstadt in Oberbayern

Seit Juni vergangenen Jahres läutet sie wieder vom markanten Turm des "Alten Peter" - Münchens tontiefste Glocke mit ihrem sonoren f Null-Klang.

Von: Georg Impler

Stand: 02.06.2019 | Archiv

Um Ostern 2014 war sie gesprungen – drei Wochen nach einer wegen des neuen Eichenholz-Glockenstuhls aktualisierten Tonaufnahme für unser Zwölfuhrläuten.

Die sechseinhalb Tonnen schwere, 1958 zur 800 Jahrfeier Münchens bei Czudnochowsky in Erding gegossene Jubiläumsglocke musste untersucht, ausgebaut und der 40 Zentimeter lange Riss am Schlagring in Nördlingen geschweißt werden. Damit fehlte dem 91 Meter hohen Turm und weltbekannten Münchner Wahrzeichen vier Jahre lang seine Grundglocke.

2018 kam die Glocke wieder

Manche fanden sich an die Zeiten erinnert, als das ebenfalls weltberühmte Pausenzeichen des Bayerischen Rundfunks "So lang der alte Peter" dreieinhalb Jahre lang ohne den letzten Ton, also gewissermaßen amputiert, zu hören war. Solange, bis die kriegszerstörte Kirche im Oktober 1951 wieder neu geweiht wurde. In der Gewitternacht des 29. Mai 2018 hat ein Autokran die Jubiläumsglocke wieder in die Glockenstube gehoben.

Siebenstimmiges Geläut in Münchens ältester Pfarrkirche

Damit ist das siebenstimmige Geläut von Münchens ältester Pfarrkirche wieder vollständig und kann heute gewissermaßen das kleine Jubiläum unserer Sendung begleiten. Denn vor 70 Jahren, am Pfingstsonntag des Jahres 1949, gab es das erste Zwölfuhrläuten. Damit gehört es zu den ältesten Sendungen des Bayerischen Rundfunks. Seinerzeit läuteten die Glocken von Sankt Englmar in Niederbayern, der höchst gelegenen Pfarrei des Bayerischen Waldes.


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