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Gandhis Religion - Der Hinduismus

Von: Brigitte Kohn

Stand: 20.01.2015 | Archiv

ReligionRS, Gy

Hindus kennen keinen Religionsgründer, keine Dogmen, keine zentrale Institution. Die Zahl ihrer Götter ist unüberschaubar. Sie prägen den Alltag der Gläubigen in prachtvollen Festen und Tempeln, in der Meditation und in der Rezitation der heiligen Schriften. Alles ist zyklisch, jedes Vergehen geht in ein neues Werden über.

Jeder Mensch hat sein Karma, für das er verantwortlich ist und das er im Laufe eines Lebens verbessern oder verschlechtern kann. Und all diese funkelnde Vielfalt weist auf eine Tiefendimension der Wirklichkeit hin, auf eine große, göttliche Einheit, unnennbar und wirklicher als das Stofflich-Materielle. Kein Wunder, dass viele westliche Sinnsucher das reizvoll finden. Aber es gibt auch dunkle Aspekte: das Kastenwesen, die Unterdrückung der Frauen.


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