Bayern 2

     

radioWissen Dachs und Igel, heimliche Todfeinde

Der Dachs | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 15.10.2015
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der Dachs
Auf den Spuren von "Meister Grimbart"
Autorin: Christiane Seiler / Regie: Sabine Kienhöfer

Der Igel
Stachliger Überlebenskünstler
Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber

Das Kalenderblatt
15.10.1940
"Der große Diktator" wird uraufgeführt
Autorin: Justina Schreiber

Als Podcast verfügbar

Der Dachs - Auf den Spuren von 'Meister Grimbart'
In den siebziger Jahren war er in Deutschland beinahe ausgestorben, der europäische Dachs, wissenschaftlich 'meles meles' genannt. Die Tollwutbekämpfung mit Gift und Gas hatte ihm fast den Rest gegeben. Inzwischen hat sich aber der Bestand der Dachse so weit erholt, dass er wieder zum jagdbaren Wild geworden ist. Leicht zu erlegen sind sie jedoch nicht, denn Dachse sind nachtaktiv und scheu und verbringen einen beträchtlichen Teil ihres Lebens unter Tage. Aus Fabel und Volksmedizin ist der Dachs nicht wegzudenken. Er ist bekannt als Grimbart aus Reinecke Fuchs, Neffe der Titelfigur; Dachsfett als Rheumasalbe ist immer noch im Handel, Rasierpinsel aus Dachsborsten ebenso. Aber ist der Dachs wirklich so ein mürrischer Einzelgänger, wie es sein Fabelname Grimbart suggeriert? Wie lebt er eigentlich in seinem Dachsbau? Und hat er tatsächlich eine besondere Beziehung zum Fuchs?

Der Igel - Stachliger Überlebenskünstler
"Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein drolliger Kauz und dabei ein guter, furchtsamer Gesell, welcher sich ehrlich und redlich, unter Mühe und Arbeit durchs Leben schlägt", schrieb Alfred Brehm in seinem "Tierleben". Ganz offenbar gehörte also auch der berühmte Zoologe zu den vielen Freunden des Stacheltiers. Die Wehrhaftigkeit, die der Igel seinem spitzem Pelz verdankt, der Mut, mit dem er sich in Kämpfe mit scheinbar weit überlegenen Gegnern wie etwa Kreuzottern stürzt, wurden zur Grundlage zahlreicher Mythen und Legenden. Tatsächlich sind Igel wahre Überlebenskünstler. Lange vor der Entstehung der Menschheit durchwanderten sie bereits die Landschaft. Und sie werden dank ihrer Anpassungsfähigkeit wohl auch in Zukunft noch lange nicht daraus verschwinden - auch wenn ihr natürlicher Lebensraum durch die Bebauung und Versiegelung der Landschaft ständig kleiner wird.

Redaktion: Bernhard Kastner
Moderation: Leslie Rowe

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