Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Dem Frieden eine Chance geben

Der Friedensengel im Münchner Stadtteil Bogenhausen wurde 1899 enthüllt | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 26.08.2015
15:05 bis 16:00 Uhr

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BAYERN 2

Feindbilder
Psychologie der Dämonisierung
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Friedensentwürfe in der Philosophie
Autor: Michael Conradt / Regie: Irene Schuck

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26.8.1813
Der Dichter Theodor Körner fällt in Lützows "verwegener Jagd"
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'Den Splitter im Auge des Feindes siehst du, aber nicht den Balken im eigenen' - dieser Satz aus dem Neuen Testament beschreibt ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit: Wir konstruieren Feinde, damit wir unsere eigenen Fehler nicht wahrnehmen müssen. Feindbilder ersparen Diskussionen - deshalb sind sie fatalerweise so beliebt. Gefährlich werden Feindbilder im politischen Bereich: "Klassenfeind", "Volksschädling" oder "Herrenrasse" sind Vokabeln der Verblendung und Unmenschlichkeit. Vor allem in Krisenzeiten muss das Feindbild auch gesellschaftlich herhalten, um von den wahren Ursachen sozialer Missstände abzulenken, und die eigene Kultur und Sichtweise als die einzig richtige darzustellen. Und nicht selten sind solche Feindbilder sogar Auslöser für Krisen und Kriege. Dabei träumt die Menschheit von einem weltumspannenden ewigen Frieden. Und seit mehr als 2.000 Jahren versucht die Philosophie, diesen Traum als realisierbare Vision zu denken und Konzeptionen für einen institutionell gesicherten Frieden zu entwickeln, der mehr ist als ein bloßer Waffenstillstand. Heute, wo die Alternative "Weltfrieden oder Weltvernichtung" droht, erscheinen solche Überlegungen dringender denn je.

Redaktion: Bernhard Kastner
Moderation: Gabriele Gerlach

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