Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Der steinige Weg der Philosophinnen

Die französische Schriftstellerin und Feministin Simone de Beauvoir, aufgenommen bei einer Pressekonferenz am 21.04.1983 | Bild: picture-alliance/dpa/UPI

Mittwoch, 21-8-2013
3:05 nachm. to 4:00 nachm.

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BAYERN 2

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Das Kalenderblatt
21.8.1814
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Dem Mann kommt der Geist zu, dem Weib die Sinnlichkeit. Dieses Vorurteil durchzog die abendländische Kultur und Gesellschaft bis weit ins 20. Jahrhundert. Entsprechend kennt die Philosophiegeschichte fast ausschließlich männliche Philosophen. Dabei ist die Weisheit weiblich, nicht nur grammatikalisch, sondern auch in allen allegorischen Darstellungen. Dass dies nicht unbegründet ist, zeigen die überlieferten Zeugnisse weiblichen Philosophierens, die spärlich sind, aber hinreichend, um auch von 'großen Philosophinnen' sprechen zu können. Ihre Gedanken erreichten zwar nicht die Wirksamkeit ihrer männlichen Kollegen, aber das lag nicht an fehlender Qualität, sondern an gesellschaftlicher Ignoranz. Und natürlich an den zum Teil befremdlichen Gedanken und Aussagen männlicher Philosophen über die Frau. Am bekanntesten sind wohl Nietzsches Ergüsse, doch auch andere große Philosphen der Weltgeschichte leisteten sich Aussagen über das weibliche Geschlecht, die heute bestenfalls auf Unverständnis oder ein mildes Lächeln stoßen dürften.

Redaktion: Bernhard Kastner
Manuskripte zum Herunterladen:
www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html

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