Bayern 2

Zeit für Bayern Platz ist in der kleinsten Hütte - alternative Wohnformen

Die weiß-blaue Flagge flattert über so manchem Schrebergarten | Bild: BR / Joseph Berlinger

Samstag, 22.08.2020
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Wohnglück im Miniformat
Tiny Houses und ihre Bewohner
Von Tanja Oppelt

Bayerische Biotope
Der Kleingarten
Von Joseph Berlinger

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wohnglück im Miniformat
Tiny Houses und ihre Bewohner
Von Tanja Oppelt

Sie wollen ökologisch wohnen und nicht immer mehr und immer größer konsumieren. Wer in ein "klitzekleines Haus" zieht, der beschränkt sich freiwillig. Es geht darum, Besitz und Ballast los zu werden. Es geht darum, mit weniger Dingen glücklicher und freier zu sein. Ein "Tiny House" hat ungefähr 15 bis 30 Quadratmeter Wohnfläche und ist meist aus Holz. Viele haben Rollen, damit man das Mini-Wohnglück auch mal woanders hin mitnehmen kann.
Tanja Oppelt hat Menschen in Franken gefunden, die ihren Wohntraum im Miniaturformat bereits wahr gemacht haben. Vor allem in Universitätsstädten könnten die Mini-Häuser einen Beitrag leisten, die Wohnungsnot unter den Studierenden und der restlichen Stadtbevölkerung zu lindern. Eine engagierte Gruppe in Bamberg scheitert aber bisher an der Bürokratie. Die Antwort der Städte auf den Mangel an Wohnraum ist bisher eine andere: Micro-Apartments. Das sind winzige, voll möblierte Ein-Zimmer-Apartments, kaum größer als ein Hotelzimmer. Auch deren Bewohner müssen sich beschränken. Sie tun dies aber meistens nicht freiwillig, sondern weil das moderne Arbeitsleben von ihnen Flexibilität und Mobilität verlangt.
Erstsendung 2019

Bayerische Biotope
Der Kleingarten
Von Joseph Berlinger

"Wo steht dees?" Keinen Satz habe er in den letzten Jahren öfter gehört als diesen, klagt ein bayerischer Kleingartenvorstand. Es ist eine Klage über die eine bestimmte Frage. Doch die Frage ist in Wahrheit eine Antwort. Sie müsste mit mindestens drei Ausrufezeichen enden: "WO steht dees!!!" Das soll heißen: "Lasst mich gefälligst in Ruhe mit euren Richtlinien und Vorschriften, mit euren Anordnungen und Verboten!"
Sind also die lange Zeit als Spießer verschrieenen Kleingärtner in Wahrheit Anarchisten? Wollen sie auf ihrem kleinen Stück Land nicht nur ihre wertvolle Freizeit verbringen, sondern auch in absoluter Freiheit leben? Unweit von ihrem anstrengenden Arbeitsplatz und ihrer beengten Hochhauswohnung? Wollen sie nicht nur Obst und Gemüse ernten und sich an ihren Blumen erfreuen, sondern auch Monstergrill und Pavillon aufstellen und Fress- und Saufgelage feiern bis tief in die Nacht? Aber wie geht das, wenn die Nachbarn, nur ein paar Meter entfernt, ebenfalls Wünsche und Bedürfnisse haben, noch dazu völlig andere? Und sich durch übermannshohe Hecken vom Rest der Kleingartensiedlung distanzieren? Ist dann das soziale Biotop in Gefahr? All diesen Fragen geht Joseph Berlinger in der Zeit für Bayern nach.
Wiederholung vom 9. November 2019

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