Bayern 2

radioWissen Beginn des Zweiten Weltkriegs

Deutschlands Weg in den Zweiten Weltkrieg | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 26.08.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Deutschlands Weg in den Zweiten Weltkrieg
Der Anfang vom Ende

Adolf Hitler
Reichskanzler, Kriegsverbrecher

Das Kalenderblatt
26.8.1806
Johann Philipp Palm, Verleger, durch Napoleons Soldaten hingerichtet
Von Xaver Frühbeis
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Deutschlands Weg in den Zweiten Weltkrieg - Der Anfang vom Ende
Autor: Thomas Morawetz / Regie: Sabine Kienhöfer
1. September 1939: Hitler verkündet vor dem Reichstag, dass die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschiert ist. Ohne Kriegserklärung, der Zweite Weltkrieg beginnt mit einem Überfall. Doch einen Krieg, der die ganze Welt in Brand stecken sollte, hat Hitler nicht geplant. Seine Ziele für ein künftiges Deutsches Reich hatte er schon lange umrissen: Deutschland sollte die weiten Räume des Ostens erobern und "rücksichtslos germanisieren", sollte sich ein rassisch fundiertes Großreich aufbauen. Hitlers Feindbilder sind der Bolschewismus und das Judentum, die Sowjetunion gilt ihm als Hort seiner machtpolitischen und ideologischen Hauptgegner. Der Überfall auf Polen ist sein erster großer Schritt nach Osten. Lange kann Hitler die Durchsetzung dieser Utopie vorbereiten im Windschatten einer weit verbreiteten Überzeugung, die auch traditionelle Eliten der Weimarer Republik teilen, die nicht aus der nationalsozialistischen Bewegung kommen: Deutschland müsse den entehrenden Frieden von Versailles revidieren und wieder in den Kreis der gleichberechtigten Mächte in Europa aufsteigen. Schritt für Schritt verfolgt Hitlers Außenpolitik zunächst dieses Ziel. Lange versucht das Ausland, dafür Verständnis aufzubringen. Appeasement ist der Versuch, Hitler zu kontrollieren, indem man ihm dosiert nachgibt. Mit dem Überfall auf Polen ist dieser Horizont endgültig gesprengt. Inzwischen hat Hitler konsequent die militärische und innere Aufrüstung Deutschlands vorangetrieben.

Adolf Hitler - Reichskanzler, Kriegsverbrecher
Autor: Christian Feldmann / Regie: Sabine Kienhöfer
"Das ist das Wunder unserer Zeit, dass ihr mich gefunden habt unter soviel Millionen", rief Adolf Hitler 1936 beim Reichsparteitag in Nürnberg einer tobenden Menge zu. "Und dass ich euch gefunden habe, das ist Deutschlands Glück!" In einer merkwürdigen Symbiose verschmolz der "Führer und Reichskanzler" mit den tiefsten Sehnsüchten und Krisenängsten des deutschen Volkes, das er kurzfristig zur Teilhabe an der Weltmacht und bald darauf in den Untergang lenkte. Wie konnte ein gescheiterter Kunstmaler ohne Schulabschluss und ohne jede politische Erfahrung zu einer solchen Machtfülle gelangen? Und warum ließ sich das deutsche Volk mit solcher Hingabe von ihm verführen?

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Thomas Morawetz

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