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Grüne Banken Nachhaltige ETF - umweltfreundliche Fonds im Test

Was muss ich beachten, wenn ich mein Geld nachhaltig anlegen will? Bringen auch umweltfreundliche Fonds Rendite? Alles, was Sie dazu wissen müssen.

Von: Alexander Dallmus

Stand: 16.06.2020

Grüne Anlagen | Bild: mauritius-images

Sind nachhaltige Anlagen sicher?

Nachhaltigkeit ist mittlerweile zu einem wichtigen Kriterium in allen Lebensbereichen geworden. Auch bei der Geldanlage. Das zeigt sich nicht nur darin, dass es mittlerweile 14 Banken oder Geldinstitute in Deutschland gibt, die nach gewissen, nachhaltigen Standards wirtschaften. Auch immer mehr Fonds und Investments zielen darauf ab, mit sauberen und zugleich zukunftsträchtigen Technologien oder Unternehmen Geld zu verdienen.

Wichtige Frage für jeden Anleger: Wie sicher ist mein Geld?

Die Kunden und Anleger erwarten von Banken und Fonds mit ethisch-ökologischem Anspruch nicht in erster Linie rasante Renditen, sondern vor allem Transparenz. Ansonsten bieten auch die meisten Ökobanken alles das, was Geldhäuser gemeinhin anbieten: Girokonten, Spar- und Tagesgeldkonten, Kredite und sogar Aktiendepots. Auch die Einlagen sind gesichert. Da es sich bei den meisten deutschen Ökobanken um Genossenschaftsbanken handelt, sind diese auch in das Sicherungssystem der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken eingebunden. Und auch die Aktiengesellschaften – wie die niederländische Triodos Bank – sichern die Einlagen wie üblich bis zu 100.000 Euro ab.

Diesen positiven Trend bestätigt auch Christof Lützel von der GLS-Gemeinschaftsbank: "Wir merken es natürlich auch im Kundinnen- und Kundenwachstum. Wir haben im letzten Jahr 35.000 neue dazugewonnen, und der Kracher war sozusagen der Januar 2020: 5.000 Neukunden in einem Monat, ist absoluter Rekord." Dabei gibt es eben auch immer mehr Fonds, die nach eigenen Angaben "klimafreundlich" sind oder vorwiegend "grün" sowie "nachhaltig" investieren. Nicht nur bei Sparanlagen oder Altersvorsorgeprodukten, sondern eben auch im Bereich "Investment".

Finanztest: Auch nachhaltige Fonds können Geld einbringen

Früher wegen eher mittelmäßiger Rendite belächelt, glänzen einige mittlerweile durch beachtliche Zuwächse. Das hat "Finanztest" in einer Bewertung nachhaltiger Fonds gerade festgestellt (Test 07/20). Nicht nur was die mittelfristigen Zuwachsraten angeht. Auch nach der frostigen Abkühlung der Finanzkrise, im Zuge der weltweiten Corona-Krise, haben sich nachhaltige Aktien im Schnitt besser gehalten, als viele konventionelle Werte. Aber auch das ist nicht unerheblich: Es gibt keine einheitlichen Standards oder allgemein gültigen Definitionen für nachhaltige Geldanlagen. Deshalb sollte jeder, der Interesse daran hat, sich auch etwas näher damit beschäftigen. 

Ist das noch Öko? Nachhaltige Trennschärfe ist schwierig

Das muss jeder für sich beantworten: Was ist für mich noch nachhaltig - was nicht?

Was denn nun genau nachhaltig bedeutet, aber vor allem auch ethisch-moralisch eine annehmbare Anlage ist, liegt oft im Auge des Betrachters und ist auch kein geschützter Begriff. Im Großen und Ganzen geht es darum, in Unternehmen, Dienstleistungen oder Technologien zu investieren, die sozusagen "sauber" sind. Das bis ins Detail zu hinterfragen, ist nicht nur für Laien teilweise schwierig. Schließlich sind Firmengeflechte teilweise sehr verworren und Beteiligungen an einzelnen Firmen oder Projekten nicht immer klar erkennbar.

Welche Geldanlagen sind nachhaltig - welche nicht?

Im Wesentlichen schließen die meisten, so genannten nachhaltigen Fonds folgende Bereiche und Firmenbeteiligungen grundsätzlich aus:

  • Waffenproduktion: Von konventionellen Waffen bis hin zu kontroversen Waffen, wie Landminen oder Streubomben.
  • Wenn Kinder- oder Zwangsarbeit in Kauf genommen wird.
  • Fossile Energien: Dazu zählen Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung oder auch Ölraffinerien sowie das Fracking.

Des Weiteren werden auch meist alle Investitionen, die Umweltzerstörungen nach sich ziehen, Korruption begünstigen, mit Alkohol oder Glücksspiel oder beispielsweise auch Massentierhaltung Geld verdienen, abgelehnt.

Gerade für nachhaltige Banken gibt es beispielsweise klare Richtlinien, in welche Branchen oder Finanzbereiche kein Geld fließt. Das umfasst auch heikle Investitionsbereiche wie Pornografie oder Embryonenforschung. Diese stehen bei Banken wie der GLS oder der Bank für Kirche und Diakonie ebenfalls auf dem Index. Dass Spekulationen auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen ebenfalls darunterfallen, versteht sich beinahe von selbst.

Welche Anlagen finde ich selbst ökologisch korrekt?

Wer sich überlegt, sein Geld so anzulegen, sollte zuvor - bei der Auswahl - vielleicht auch den Maßstab bei sich selbst anlegen: Also in wieweit lebe ich denn selbst ethisch-ökologisch korrekt? Was ist noch vertretbar, was mit dem eigenen Gewissen nicht mehr vereinbar? Fonds, die auch in letzter Konsequenz noch allerhöchste ethische sowie ökologische Kriterien rigoros umsetzen sind nämlich rar gesät, sagt Merten Larisch, Anlageexperte der Verbraucherzentrale Bayern:

"Da gibt es aber nur zwei, drei Investmentfonds überhaupt auf dem Markt von insgesamt jetzt über 2.000, die sich dieses Etikett auf die Fahne geschrieben haben. Wer dagegen sagt, okay, ich habe wenigstens so was wie Kinderarbeit. Streubomben, Munitionsherstellung, Waffenexporte raus. Das will ich auf jeden Fall haben. Der sollte, wie es in der Geldanlage grundsätzlich auch ist, eher auf einen ethisch-ökologischen Aktien-ETF Indexfonds setzen."

Merten Larisch, Anlageexperte der Verbraucherzentrale Bayern

Bei der GLS-Gemeinschaftsbank, der größten Ökobank in Deutschland, mit Sitz in Bochum, kontrolliert beispielsweise ein Anlageausschuss die Beteiligungen der jeweiligen Fonds und arbeitet nach bestimmten Negativ-Positiv-Kriterien. Dabei werden Aktienbeteiligungen durch das Gremium überprüft, das sich aus internen, aber auch externen Fachleuten zusammengesetzt. Alles soll möglichst transparent sein, um den Kundinnen und Kunden ein "absolut dunkelgrünes, nachhaltiges Angebot" machen zu können, sagt Christof Lützel, Sprecher der GLS-Bank:

"Natürlich gibt es manchmal Firmen, wo man auch diskutieren muss, können die gerade noch drin sein. Oder kann man sie auch mal ein Jahr nur beobachten? Klar, da gibt es Diskussionen auch im Anlageausschuss. Aber im Großen und Ganzen sind das wirklich alles Werte, die so sind, dass wir als GLS Bank dahinterstehen können."

Christof Lützel, Sprecher der GLS-Bank

Warum nachhaltig nicht immer unbedingt nachhaltig ist

Was der eine eben als Anlage geradezu verwerflich findet, ist für den anderen allemal akzeptabel. Zum Beispiel wirbt "Starbucks" damit, dass der verkaufte Kaffee in den Läden fair gehandelt ist, andererseits sorgen Millionen beschichteter Kaffeebecher für eine Vermüllung der Städte. Oder nehmen wir die Technologie- und Internetriesen Apple oder Google: Schön, dass die Unternehmen künftig auf ausschließlich erneuerbare Energien setzen und weitgehend klimaneutral wirtschaften wollen. Andererseits ist Apple wegen Arbeitsbedingungen bei der Produktion in China immer wieder in der Kritik und bei Google gab es erst 2019 wieder kartellrechtliche Ermittlungen.

Für manche Fonds sind solche Aspekte Ausschlusskriterien im Portfolio, für andere nicht. Diese oftmals fehlende Trennschärfe im Detail, bei der Auswahl von Aktien oder Investments, der so genannten nachhaltigen Fonds, findet Karin Baur von Finanztest in Berlin aber auch gar nicht schlimm:

"Es immer noch so, dass es eine große Bandbreite gibt wie die Fonds das interpretieren, was nachhaltig ist. Das kann man auch machen, man muss ja nicht immer die gleiche Meinung haben, was jetzt dazu gehört und was nicht."

Karin Baur von Finanztest

Wer ethisch-ökologisch investieren will, sollte sich gut informieren

Oft tragen Nachhaltigkeitsfonds irgendwas mit "grün" oder "fair" oder "responsible" oder "sustainable" im Namen. Aber im Kern bedeutet es eben nicht immer dasselbe. Wer wirklich sichergehen möchte, dass der Fond auch das abbildet bzw. eben nicht abbildet, was man möchte, sollte sich die entsprechenden Produkte eben vorher doch etwas genauer anschauen. Zuvor steht für Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern aber noch etwas Anderes: "Deshalb ist der erste Schritt erst mal sein ethisch-ökologisch Anlegerprofil festzulegen, nämlich sich genau solche Kriterien wie Atomkraft, Agrar-Gentechnik und so weiter rauszuschreiben und sich vorzustellen, möchte ich da rein investieren?" Im nächsten Schritt sollte man sich überlegen – wenn ja oder nein – möchte ich, dass Kriterium "XY" zumindest bis zu einem kleinen Produktanteil noch im Fonds abgebildet werden darf. Oder mal platt gesagt: Ist ein bisschen Atomkraft noch in Ordnung? Sind ein paar Aktien eines Genussmittelkonzerns noch vertretbar, selbst wenn Geld mit nicht zertifiziertem Palmöl verdient wird? Reicht es, wenn ein Unternehmen sich zumindest Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt? Auch wenn oberflächlich Konsens herrscht, unterscheiden sich die Anklageprodukte meist in der Tiefe, wenn es darum geht, wie diese Kriterien eingehalten werden.

Das bedeutet auch, der Anleger kommt nicht drum herum - nach Möglichkeit - selbst die Prospekte für einzelne Fonds zu studieren, was dort garantiert ausgeschlossen wird oder was nur Absichtserklärung ist.

Aktiv managen lassen oder nur den Index abbilden?

Viele nachhaltige Aktienfonds werden aktiv gemanagt. Das bedeutet hier entscheidet ein oder entscheiden mehrere Fondsmanager, welche Wertpapiere ins Portfolio wandern und welche nicht. Ziel ist natürlich immer eine möglichst hohe Rendite für die Anleger zu erwirtschaften. Und zwar eine höhere Rendite, als es der Markt im Schnitt vermag. Diese Überzeugung kostet Geld, d.h. meist sind die Gebühren pro Jahr etwas höher als bei passiven Fonds, die beispielsweise nur den Index abbilden. Aber wo Menschen, also aktive Fondsmanager sind, passieren eben auch Fehler. Deshalb ist es bei vielen aktiv gemanagten Fonds auch mit der überdurchschnittlichen Rendite nicht weit her.

Was spricht für ETFs?

Für nicht so erfahrene, sparsame und weniger risikobereite Anleger gibt es neben Indexfonds auch so genannte ETFs. Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, was sich in etwa mit börsengehandelter Indexfonds übersetzen lässt. Diese Fonds können von den Anlegern direkt über die Börse, aber auch bei Banken gekauft werden. ETFs folgen in der Regel einem Index (zum Beispiel dem DAX oder eben einem Index mit nachhaltigen Wertpapieren etc.) und bilden dessen Wertentwicklung nach. Der Unterschied: Es wird nicht aktiv versucht, diese Wertentwicklung zu überbieten. Für den Anleger bedeutet das weniger Kosten, weil weder für das Fonds-Management, noch für die Vertriebsprovision der Banken Gebühren anfallen. "Und wenn er einen ETF-Aktienfonds nimmt, mit einem Zusatzkürzel SRI oder ESG", sagt Merten Larisch von der VZ Bayern "dann kann er, wenn er sich damit beschäftigt hat, was für ethisch-ökologische Negativkriterien er ausschließt, so einen Fonds nehmen." Unterm Strich fallen dann nur Transaktionskosten und Verwahrungsgebühren an.

BAYERN 1 Umweltkommissar zum Nachhören:

Teure Gebühren, aber auch gute Rendite

Selbst die sehr streng ethisch-ökologischen Fonds, die eben zu fast 100 Prozent die Ausschlusskriterien erreichen, leiden dennoch bei der Rendite an der Auswahl der Einzeltitel. Das ist dann sozusagen der Kompromiss, den es zu akzeptieren gilt, wenn man wirklich sehr stark nachhaltig anlegen möchte. "Insofern ist es schon gerechtfertigt, wenn Recherche eines echt ökologischen-ethischen Fonds kostet", sagt Anlage-Experte Larisch von der VZ Bayern, "aber was nicht gerechtfertigt ist, sind in unseren Augen die Kick-Back-Provisionen an die Bank, wo man dann über sein Depot die Wertpapiere zu liegen hat." Die Kosten für viele aktiv gemanagte Nachhaltigkeitsfonds, lagen in der Untersuchung von Finanztest (07/20) schon mal auch etwas über zwei Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Für nachhaltige Indexfonds fallen oft nur zwischen 0,18 und 0,3 Prozent an jährlichen Gebühren an.

Nachhaltige Fonds: Rendite trotz Nachhaltigkeit

Insgesamt ist es aber nicht so, dass Anleger, die gezielt auf nachhaltige Fonds setzen, auch zwangsläufig Abstriche bei der Rendite machen müssen, sagt Karin Baur, Projektleiterin von Finanztest: "Dieses Vorurteil lässt sich nicht bestätigen. Im Gegenteil. Die nachhaltigen Fonds haben in den letzten Jahren besser abgeschnitten als die herkömmlichen. Der Absturz kam an den Aktienmärkten durch Corona. Aber auch in der Krise sind sie nicht so weit gefallen wie die herkömmliche Titel."

Ähnlich sieht das auch Christof Lützel von der GLS-Bank: "Wenn man zurückgeht, also die letzten Jahre waren, was die Rendite anbelangt, hervorragend. Richtig gut. Natürlich sind die Kurse volatil, das heißt, es kann auch mal runtergehen. Aber insgesamt schneiden wir da sehr gut ab. Und es gibt kein Grund, diese grünen Fonds oder GLS Aktienfonds zum Beispiel zu meiden. Denn das sind Werte, die auf die Zukunft, auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Soziales setzen. Das ist die Zukunft, das hat Rendite und das hat Perspektive."

Die aktuellen Testsieger bei nachhaltigen Fonds

Finanztest hat im aktuellen Heft (Test 07/20) nachhaltige Aktienfonds Welt unter die Lupe genommen. Dabei sind neben der Performance auch die Auswahlkriterien bei den aktiv gemanagten Fonds bewertet worden. "Testsieger ist der GLS Bank Aktienfonds. Er ist eben von der GLS Bank aufgelegt. Und dann gibt es noch zwei  andere Testsieger. Da gibt es einmal Superior 6 Global Challenges, der ist aktiv gemanagt, kauft aber eben nur Aktien aus dem Index. Und es gibt einen Indexfonds von Warburg, der heißt Warburg Global Challenges Index. Das ist kein ETF, da gibt es also einen Unterschied. Er bildet zwar den Index nach, aber er ist nicht so handelbar, wie ein ETF handelbar ist." Dafür ist durchschnittliche Rendite von 7,1% der letzten fünf Jahre des Warburg-Indexfonds beachtlich. Ganz so gut haben selbst die aktiv gemanagten Testsieger nicht abgeschnitten.

ETFs im Test leicht schlechter abgeschnitten

Auch wenn gerade für Einsteiger, die leicht handhabbaren ETFs (s.o.) empfohlen werden, auch weil man da nicht so viel falsch machen kann, haben sie doch im Test leicht Federn lassen müssen, erklärt Projektleiterin Karin Baur: "Bei den nachhaltigen ETF ist es so, dass die unterm Strich ein bisschen schlechter abgeschnitten haben, was die Nachhaltigkeit angeht, als die aktiv gemanagten Fonds. Aber es gibt von iShares den MSCI World SRI, der bezieht sich auch auf den Weltaktienindex, aber eben in der Nachhaltigkeits-Variante. Dieser ETF ist noch relativ jung, hat aber zumindest eine mittlere Nachhaltigkeitsbewertung. Und den könnte man Einsteigern schon empfehlen. Es sei denn, sie legen halt wirklich Wert auf strenge Nachhaltigkeitskriterien."

Unterm Strich: Ganz wichtig ist Transparenz

Es muss ja was dran sein, wenn selbst Fondsgesellschaften wie "Blackrock" ankündigen, künftig stärker und gezielter in nachhaltige Unternehmen zu investieren. Wer sich als privater Anleger unter dem Begriff der "Nachhaltigkeit" dafür entscheidet, Aktien oder Fonds zu kaufen, die pfleglich mit unseren Ressourcen umgehen und auch soziale Kriterien erfüllen, schielt wahrscheinlich nicht in erster Linie auf die Rendite. Andererseits muss man mittlerweile bei vielen nachhaltigen Fonds auch nicht unbedingt Abstriche in Sachen Performance machen.

  • Wer ethisch-ökologisch investieren möchte, sollte sich vorher gut informieren. Das gilt zwar prinzipiell für den Aktienhandel, aber hierbei geht es ja auch darum, dass es einem nicht egal ist, in was genau das Geld eines ausgesuchten Fonds fließt. Dabei sollte man seine eigene Lebensweise ruhig auch als Messlatte ins Feld führen. Was ist einem wichtig, was geht gar nicht, welchen Investitionsbereich könnte man notfalls noch akzeptieren.
  • Wer äußerst strenge Maßstäbe anlegt, für den kommen sowieso nur einige wenige, aktiv gemanagte Investmentfonds in Betracht. Hier ist die Transparenz auch höher, als bei Fonds, die sich beispielsweise an nachhaltigen Indices orientieren.
  • Für Einsteiger sind am ehesten so genannte Exchange Traded Funds (EFT), also börsengehandelte Indexfonds geeignet. Die sind günstiger, was die anfallenden Gebühren angeht, jedoch in der Tiefe auch oft nicht so nachhaltig, wie handverlesene Fonds, die aktiv gemanagt werden. Diese ETFs sollten nach Möglichkeit die Zusatzkürzel SRI (Socially Responsible Investment) oder ESG (Environment Social Governance) tragen und damit gewisse soziale, ökologische und ethische Kriterien – in der Unternehmensführung – zu garantieren.
  • Wer in nachhaltige Fonds oder Indizes investiert, kann durchaus eine sehr gute Rendite erzielen. Beim aktiv gemanagten Testsieger GLS Bank Aktienfonds, mit sehr strengen Auswahlkriterien, lag die jährliche Rendite der letzten fünf Jahre bei eher mäßigen 2,6 %. Weit erfolgreicher entwickelte sich da der Fonds Equity World Sustainable vom belgischen Anbieter DPAM mit 7,1 % jährlicher Rendite im gleichen Zeitraum. Anleger müssen hier aber bei der Nachhaltigkeit große Abstriche machen. Ähnlich erfolgreich, aber strenger bei der Auswahl sind da bestimmte Indexfonds und ETFs von Warburg oder iShare.

Weiterführende Links:

Ethisch-ökologische Fonds: www.test.de(...)
Nachhaltige Geldanlage: www.verbraucherzentrale.de(...)
Grüne Fonds: www.geld-bewegt.de

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