Ein 29-jähriger Mann soll im vergangenen Jahr auf der A73 zwei Menschen mit einem Messer verletzt und für eine stundenlange Autobahnsperrung gesorgt haben. Seit Dienstag muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht Coburg wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen verantworten.
Messerangriff auf A73: Mann sticht auf Mitfahrerin ein
Zudem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, Rettungssanitäter und einen Polizeibeamten angegriffen und zum Teil schwer verletzt zu haben. Die angeklagten Taten hatten im August vergangenen Jahres für einen großen Polizei- und Rettungseinsatz gesorgt, weshalb die A73 im Bereich Coburg stundenlang komplett gesperrt werden musste.
Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war der Mann als Saisonarbeiter mit einem Kleintransporter auf dem Weg in Richtung Rumänien. Auf Höhe Rödental soll er mit einem Taschenmesser mit einer Klingenlänge von zehn Zentimetern auf eine Mitfahrerin eingestochen haben. Als der Fahrer den Wagen stoppte, soll der Angeklagte zudem auch auf diesen eingestochen haben.
Angeklagter soll auch Sanitäter und Polizisten angegriffen haben
Da sich der Angeklagte damals auch selbst verletzte, wurde er von gerufenen Rettungskräften versorgt. Im Rettungswagen randalierte der heute 29-Jährige und ging auf Rettungskräfte und einen Polizeibeamten los, so die Anklagebehörde.
Der Angeklagte hat zum Prozessauftakt angegeben, als Saisonarbeiter und Erntehelfer in Deutschland gewesen zu sein. Die Tat tue ihm leid, warum er sie begangen habe, könne er sich nicht erklären. "Ich habe so das Gefühl, dass ich unter Drogen stehe, ich war sehr müde, ich kann mir das alles nicht erklären", so der Angeklagte zum Prozessauftakt. Die Große Strafkammer hat neben den Opfern der Tat eine Vielzahl an Zeugen und Sachverständigen geladen. Ein Urteil soll am Freitag gesprochen werden.
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