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Maßnahmen gegen Hochwasser Technischer Schutz

Traditionelle Flutabwehrtechnik wie Deiche und Dämme hat bei den letzten großen Hochwassern in vielen Orten versagt. Mancherorts setzt man auf mobile Schutzelemente. Andere Gebiete eignen sich am besten Rückhaltebecken oder Polder.

Stand: 03.06.2016 | Archiv

Mobiler Hochwasserschutz an der Donau in Regensburg | Bild: Wasserwirtschaftsamt Regensburg

Hochwasser hat eine belebende Wirkung für Auenlandschaften, aber auch eine zerstörerische in Ansiedlungen. Gerade Städte und Gemeinden, die nah am Wasser gebaut sind, behelfen sich seit Jahrhunderten in der Regel mit einfachen Mauern, Deichen oder Dämmen.

Dieser Damm hat gehalten, ein flussaufwärts gelegener nicht.

Doch diese traditionelle Flutabwehrtechnik hat bei den jüngsten Hochwassern in vielen Orten versagt. Meistens investiert man dann in den Ausbau dieser Wehre. Andernorts, wie in Regensburg, setzt man auch auf sogenannte mobile Schutzelemente: Wände, die auf- und wieder abgebaut werden können.

Manchmal helfen nur noch Sandsäcke, die inzwischen auch vollautomatisch befüllbar sind.

Für manche Gebiete eignen sich besser Rückhaltebecken oder Polder. Man nutzt dazu natürliche Senken, die man zum Teil durch technisch anspruchsvolle Anlagen mit Schleusensystemen aufrüstet. Damit ist eine kontrollierte Überschwemmung in dem für das Hochwasser vorgesehenen Muldengelände möglich. Das erfordert allerdings die Reservierung größerer Flächen für den Hochwasserschutz. In Bayern wurde an der Iller bei Immenstadt im Allgäu das erste große Polder-Projekt verwirklicht. Bürgerproteste dagegen gab es kaum, aber Kritik von Naturschützern.

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