ARD-alpha - Campus


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Campus Reportage Die kleinen Genies von morgen

Kinder finden in der Welt der Musik ihren eigenen Weg. Durch sinnlich-auditive Erfahrungen und das Praktizieren von Musik werden viele Kompetenzen gefördert. Musik macht schlau. Wie kann das gelingen?

Von: Susanne Bauer-Schramm

Stand: 11.06.2018

Bei Kindern sind die Gehirne plastischer als bei Erwachsenen, daher wirken sich Übungs- und Trainingseffekte, die mit Musizieren zusammenhängen, besonders stark auf die Hirnregionen aus, die dabei angeregt werden - in der Kindheit stärker als im späteren Lebensalter, so aktuelle Forschungsergebnisse der Hirnforschung zur Musikwirkung.

Filmisch in die musikalische Welt der Kinder und Jugendlichen eintauchen - diese Dokumentation in der Reihe "FUTURE KIDS - Ästhetische Bildung und Erziehung in Bayern" widmet sich der Musik: eine spannende Reise zu den musikalischen Wurzeln der Kinder und ihren erstaunlichen Begabungen. Der Film vermittelt, wie wichtig Musik für Kinder von klein auf ist und wie weit sie in ihrer Entwicklung durch frühen Instrumentalunterricht kommen können.

Erfolgreich Musikinstrumente lernen

Eigene Musikstücke komponieren und üben für den Bandauftritt

Jugendliche in einem Alter von gerade mal 12 bis 14 Jahren komponieren ihre Popstücke selbst - ein Beispiel aus dem Pestalozzi-Gymnasium in München: Sie werden von dem Popbeauftragten in Bayern, Leonhard Hechenbichler, in die Welt der Pop- und Rockmusik eingeführt. Parallel dazu blickt der Film hinter die Kulissen der weltbekannten Suzuki-Methode, die aus Japan stammt: sie ermöglicht den Kindern Violine in derselben Art zu spielen, wie sie ihre Muttersprache erlernen - durch Nachahmung und Gehör. Die Aufnahme bei den Deutschen Philharmonikern mit 14 - ein Traum, der mit dieser Methode in Erfüllung gehen kann, wie der Film an einem Beispiel zeigt.

Die eigene Stimme entdecken

Früh übt sich: Kinder lernen beim Trommel

Die Dokumentation widmet sich aber auch dem allerersten Instrument - der eigenen Stimme, die Kinder schon ab drei in einem Chor zum Erklingen bringen können. Das Beispiel eines Kinder- und Jugendchors zeigt, wie mit einer Musical-Aufführung auch "Teamarbeit fürs Leben" trainiert werden kann. Und auch die Kleinsten bleiben nicht außer Acht: mit einfachen aber wirkungsvollen Musikexperimenten, z.B. beim Trommeln, tauchen sie in ihre ganz eigene Welt ein - die Ton-Übungen helfen gerade kleinen Kindern durch Rhythmisierung bei der eigenen Sprachfindung.

Kinder können in der Welt der Musik einen ganz eigenen Weg finden! Und: Die Kinder werden mit Musik schlauer, weil sie durch sinnlich-auditive Erfahrungen und das Praktizieren der Musik viele neue Kompetenzen erwerben - kleine Genies von morgen.


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