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Dr. Daniel Müllensiefen Wie musikalische Fähigkeiten sich unterschiedlich entwickeln können

Musische Begabung scheint oft mit Intelligenz, positivem Sozialverhalten und sogar mit besseren Schulnoten einherzugehen. Macht Musik machen schlau oder sind es die cleveren Kinder, die sich leichter tun ein Instrument zu lernen?

Stand: 06.08.2019

2015 startete der Musikpsychologe Daniel Müllensiefen eine Langzeitstudie mit Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen, die Antworten auf die Frage liefern soll, wie sich Musikalität zusammen mit intellektuellen und sozialen Fähigkeiten im Jugendalter entwickelt. Kann man voraussagen, für wen die Beschäftigung mit Musik während der Jugend zu einem wichtigen Lebensbestandteil werden wird?

Daniel Müllensiefen studierte systematische Musikwissenschaft an den Universitäten Hamburg und Salamanca (Spanien). Seit 2006 arbeitet er am Goldsmiths College der University of London. Dort ist er Reader im Psychology Department und Ko-Director des internationalen Masterstudiengangs Music, Mind & Brain. Als Musikpsychologe beschäftigt er sich u.a. mit computergestützten Modellen der Musikwahrnehmung und neuen Ansätzen der Musikalitätsforschung. 2016 erhielt er von der Humboldt-Stiftung den international renommierten Anneliese-Maier-Preis. Zusammen mit der „Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover“ als Partnerinstitution leitet er derzeit in England und Deutschland eine bisher einzigartige Langzeitstudie zur Entwicklung musikalischer Fähigkeiten.


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